בְּרֵאשִׁית

das Mondlicht breitete seinen schimmernden Teppich auf dem kalten Boden aus . die Eichen entwarfen Bildwirkereien mit silbernen Schatten auf nackten Wänden . die unsichtbare Entfernung zwischen Dir und mir erhellten die Sterne

wie unverschämt glücklich konnten wir doch sein . in einem tadellos leeren Zimmer . in dieser letzten . in dieser ersten Nacht

В начале

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You’re a fool, Φιλύρα!

„Wie kannst du mich nur lieben? Ich bin schwach, erschöpft, wankelmütig und charakterlos. Ich. Bin. Völlig. Unnütz.“
„You’re a fool, Φιλύρα! Other than that you’re the best wife in all possible worlds. Du bist nicht schwach. Du bist ein bisschen erschöpft. Du bist weder wankelmütig noch charakterlos. Dich zu lieben ist leicht. Wenn du so willst, bist du meine Karyatide.“
„Versteinerte Hure?“
„Keine versteinerte Hure. Steinerne Göttin. Hör auf mit dem Blödsinn. Du bist meine Galionsfigur, meine Nymphe und meine Hyade, Gebieterin über meine Sieben Meere. Du beschützt meine Galeone vor den steilen Felsen, gefährlichen Riffen und wütenden Sturmwinden. Ohne dich versänke ich auf dem Meeresgrund.“
„Auf dem Meeresgrund sind Ruhe und Geborgenheit.“
„Auf dem Meeresgrund sind Hoffnungslosigkeit und Tod. Ich könnte dich gar nicht lieben, wenn du keine Sonne wärst. Wenn wir zusammen sind, erfüllst du meine Seele mit Licht und Wärme. Wenn wir getrennt sind, bist du meine Armillarsphäre, mein Astrolabium, mein Polarstern. Für dich schlägt mein Herz. Nach dir richten sich meine Gedanken. Zu dir führen alle meine Pfade. Dank dir finde ich jedes Mal aus dem Labyrinth der Verzweiflung zurück ins Leben, meine launische Ariadne. Wegen meiner Liebe zu dir glaube ich an Gott und an den Himmel. Ich liebe dich, Φιλύρα! Bitte weine nicht, es ist halb drei.“
„Ich weine nicht. Ich bin unendlich traurig.“
„Take off your nightie. I’ll show you the way to paradise.“
„Schwachkopf.“
„Ich kann dich leise lächeln hören…“
„Und ich kann dich sehr gut leiden…“

Ты – дурочка, Φιλύρα!

Wandelt im Geist,

so werdet ihr die Lüste des Fleisches nicht vollbringen (Gal. 5,16)

Schreibe mit! Es könnte sich als nützlich erweisen.

Überfalle einen völlig fremden Mann in deiner Dusche, wenn er nackt und wehrlos ist, wenn er angenehm duftet. Mach ihn so glücklich, dass er sich vergisst. Lächle ihn danach süffisant an und stolziere feierlichen Schrittes aus dem Badezimmer. Lass ihn einfach erstaunt zurück mit bebender Stimme, schwerem Atem und entrücktem orgiastischem Gesichtsausdruck. Drehe dich nicht um und schäme dich nicht deiner List. Stampfe leidenschaftlich mit nassen Füßen auf den Boden.

Es stellt keinen hohen Kraftaufwand dar und währt nur eine kurze Zeit, versetzt ihn dafür in einen Zustand starker Erregung. Seine Gedanken kreisen den ganzen Tag nur um dich. Er kann seine Finger nicht bei sich behalten, stiehlt alle deine Küsse und macht dich gegen Mitternacht so glücklich, dass du dich vergisst.

Es sei denn, dein Fremder befindet sich in Asien und macht dich mit kurzen Textnachrichten erbarmungslos geil. Gemeiner, verdorbener Sünder!

* * *
Ich bin entspannt und besonnen. Ich ruhe in mir. Das Licht der Tugend umgibt mich. Ich bin eine zarte Blume der Züchtigkeit, die von der Frucht der Begierde nie gekostet und sich am Quell der Triebhaftigkeit nie gelabt hat. Om mani padme hum. Om mani padme hum. Om mani padme… Damn it! Ich blühe auf. Ich werde mich doch letztendlich selbst beflecken, aber der Wille war stark.

Пароксизм шести утра

versuche zu versuchen

Teneat Nos

Wenn der Himmel auf die Erde stürzt, wenn Verzweiflung von der Erde gen Himmel empor tröpfelt, will ich wach, und schamlos, und glücklich sein mit Dir. Wach sein ganz nah an Deinem Atemrhythmus. Gegen die Traurigkeit, die an mir nagt, gegen die Ängste, die in mir wüten, will ich Dich küssen, und liebkosen, und liebhaben. Schamlos sein versunken in Deinem Schoß. Ich friere nackt im Wind. Der Regen peitscht mir die Luft aus meinen Lungen. Über meinem Kopf schreiten die Wolken einher. Meine Arme sind dünne Äste, die ins Nichts des Oktobers ragen. Ich versuche zu versuchen Halt zu finden. Glücklich sein ganz nah an Deinem Herzschlag. Voller Zärtlichkeit. Ein Hauch von Hoffnung. Und vielleicht ein unruhiger Schlaf.

* * *
стараюсь стараться

Da un’eternità

Four elements, five senses, seven planets, and nine heavens. The soul and the heart of the entire world in the middle of nowhere. Water, air, wind, and fire transcend all existence, and make the pre-eternity evident in the mirror of the post-eternity.

All of a sudden, I can hear silent voices, I notice a ray that illuminates the gloomy firmament, smell the sweet odour of flowers, taste the bitterness of loneliness and almost touch infinity. The sun sets up, the moon is rising. Mercury, Venus, Mars, and Jupiter light candles for a forlorn vagrant. My flesh and bones and brains become a new entity. Boiling blood runs through my veins, colours my skin in amaranth red.

I’m seeking shelter for salvation, trying to escape from nothingness, looking for understanding and explanation. The stars shine upon the darkness, sweeping the sand from my path. I’m like a particle of dust drifting around in a world of dualities searching for passion, contentment and sobriety. And I find no rest.

Sicut lilium inter spinas

From Before the Day of My Birth

Is it difficult to reach the place you want to go to? How long does it take to achieve your indefinite aim? How far is it to the abode of the blessed? Is there someone who will help you in times of troubles?

They told me I’m a traveller from before the day of my birth. I have to move on till I grow old, till I stumble and fall, worn out and exhausted – up and down, back and forth, over mountains and seas, across deserts and meadows. You cannot stand still, they say. And I believe them.

There is no sky. Steppes and hills, and forests. The town is small. The streets are narrow. They all are walled by wooden buildings with thatched roofs. Dusk and moonlight, and silence. No one there.

The storm is rolling in from the north. The wind is tender. It rubs branches together over sinister surfaces of the river flowing silently somewhere in the dark. The fields lay abandoned, the crops are unharvested. Apricot, cherry and apple trees. Rotten fruits on the ground.

The land of the dead – and I don’t know why I’m here.

Sicut lilium inter spinas

Geilheit des Gehirns

Diesen Text hat Joris-Karl Huysmans im Jahre 1896 über Félicien Rops geschrieben. Hör bitte auf zu kichern, Huysman ist gar nicht lustig, sondern ein schöner holländischer Name.

„Geilheit des Gehirns“ macht mich wiederum wuschig ;)

Dieser seltsame Hang zu den Verwirrungen des Fleisches, dieser Drang zur Ferkelei um der Ferkelei willen, diese Brunst, die sich ganz in der Seele ereignet, ohne daß sich der untersuchte Körper darein mischt, dieser fade und begrenzte Trieb, der letztlich mit dem Zeugungsinstinkt nur sehr entfernte Beziehungen hat, bleibt eigentümlich rätselhaft, wenn man darüber nachdenkt. Zerebraler Erethismus, Geilheit des Gehirns, sagt die Wissenschaft; und wenn dieser Zustand andauert und sich verschlimmert und im Organismus gewisse Störungen hervorruft, so spricht sie von „mentaler Hysterie“ und empfiehlt lindernde Mittel: Hopfenmehl, Kampfer, Bromid, Kalium und Duschen. […] Auf dem Gebiet der Kunst müsste diese mentale Hysterie oder dieses verdrießliche Vergnügen sich in Werken niederschlagen und die Bilder bannen, die es selbst hervorgebracht hat.

Two Princesses and a Boy (an eavesdropped conversation)

                    EMILIANA
Daddy, I’m a princess. Daddy, I’m a princess. Daddy! I am a princess! Look, look, look at me.

                    MICHAEL
I hear you. I look at you. I like you. You are a beautiful princess. Now, go and play.

                    EMILIANA
Niko, you are a princess too.

                    NIKOLAS
No, I’m not. I’m not a princess. I disagree. I’m a boy. Boys can’t be princesses.

                    EMILIANA
Yes, Niko, you are. You’re a princess. Boys can be princesses as well.

                    NIKOLAS
Daddy, Mili is calling me a princess. I’m not a princess. I’m a boy.

                    MICHAEL
Mili, don’t call your brother a princess. Just don’t. He’s a boy.

                    EMILIANA
Daddy, but you are a princess, aren’t you?

                    MICHAEL
Yes, I am. I’m definitely a princess.

                    EMILIANA
Daddy, Daddy, stand up. Here’s your crown.

* * *
Две принцессы и мальчик

Kostja & Kittylein

„Daddy, Kittylein hat in die Diele geschissen.“
„Selbstverständlich hat sie das. Sonst ist von Kittylein nichts zu erwarten.“
„Das ist nicht schön.“
„Nein, das ist nun wirklich nicht schön, Kostja, so ist aber Kittyleins beschissener Charakter.“
„Daddy, wir sollen Kittylein füttern, dann wird ihr warm ums Herz, und sie wird gutherzig sein.“

* * *
Костя и Киттибуша

стараюсь стараться

Когда небо падает на землю, когда отчаянье капает вверх с земли в небо, я хочу быть с тобой живой, и бесстыжей, и счастливой. Быть живой совсем близко возле ритма твоего дыхания. Вместо средства против грусти, которая меня гложет, вместо средства против страхов, которые во мне беснуются, я хочу тебя целовать, и ласкать, и любить. Быть бесстыжей, растворившись в твоих чреслах. Я мерзну обнаженная в порывах ветра. Дождь выбивает мне воздух из легких. Над моей головой чеканят шаг облака. Мои руки — тонкие ветви, выступающие в пустоту октября. Я стараюсь стараться вновь обрести равновесие. Быть счастливой совсем близко возле биения твоего сердца. Много нежности. Немного надежды. И, возможно, беспокойный сон.

אני חושב

                    LINDA
Make a serious face and whisper softly „אני חושב“.

                    MICHAEL
No-o-o.

                    LINDA
Why?

                    MICHAEL
Don’t want you to get hot and excited.

                    LINDA
I thought that’s all you ever wanted.

                    MICHAEL
Well, yes, actually, yes, that might be true, but not immediately.

                    LINDA
Should I undress myself?

                    MICHAEL (bursting out in laugh)
No-o-o. Definitely not. I enjoy seeing you naked, but not in the grocery store. Wait till we’re at home.

                    MICHAEL
You’re still not naked.

                    LINDA
You still didn’t say „אני חושב“.

                    MICHAEL
Is that gonna lead to an orgasm?

                    LINDA
Everything leads to an orgasm in your particular universe, Michael. A friendly handshake, an accidental touch, a bare toe.

                    MICHAEL
.ליני, אני חושב שאני אוהב אותך

                    LINDA
Blödmann.

                    MICHAEL
Das war ja klar. How about an orgasm right now?

¯\_(ツ)_/¯

Я думаю

Elf gegen Karottensaft

Die kleinen Elfen haben im Kindergarten ein Glas Karottensaft zum Frühstuck bekommen. Emiliana hat sich geweigert, diesen Saft auszutrinken, weil sie von Zuhause aus nur frischgepressten Karottensaft kennt und an den Geschmack des gekauften nicht gewöhnt ist.

„Was ist das?“
„Karottensaft.“
„Das werde ich nicht trinken. Das ist kein Karottensaft, das ist Scheiße.“

Die Erzieherinnen haben sich empört. Der Elfenpapa hat sich kaputtgelacht. Never mind.

* * *
Эльфа против морковки

Über wählerische Fiona

ANNA SPRICHT MIT IHRER Freundin:

„Ich wusste gar nicht, dass Fiona sich mit Colin trifft.“
„Sie trifft sich mit Colin nicht mehr. Sie trifft sich jetzt mit Alex.“
„Ich glaube, Alex trifft sich mit Caro.“
„Ja? Dann haben sie sich getrennt.“
„Hat sich Fiona früher mit Lukas getroffen?“
„Ja, aber das war vor Max und nach Noah.“
„Noch vor Fynn?“
„Ja, aber nach Elias und Jonas, mit denen sie sich gleichzeitig verabredet hat.“
„Was ist denn das für ‘ne Hure?“ will Henry unbedingt wissen.
„Sie ist keine Hure,“ entgegnet die Freundin empört, „sie ist einfach nur sehr wählerisch.“

* * *
О разборчивой Фионе

Auf der Insel der Wolken

AUF DER INSEL DER Wolken weiden die Wolken zusammen mit den Schafen auf den grünen Hügeln übersät mit fliederfarbenem Heidekraut, auf denen wir vagabundieren – zuerst zu zweit, später mit Deiner Gitarre, um den gelangweilten Schafen Lieder zu singen. Die Schafe haben krause Mähnen, witzige Ohren und sentimentale Augen mit rechteckigen Pupillen. Meine Lieder missfallen den Schafen stark: sowohl englische, als auch deutsche, als auch russische. Meine Tänze widern sie sogar ab. Sie blöken vor Empörung, fauchen und jagen mich über die grünen Hügel übersät mit fliederfarbenem Heidekraut, die das späte Augustlicht überflutet. Bald werde ich ganz schwerelos, hole Schwung mit den Flügeln und ziehe mit den Raben fort zu den alten Göttern der nackten schottischen Kämpfer.

Von Zeit zu Zeit kriechen die Wolken in die offenen Fenster hinein, schlafen zusammengekauert im Bett ein und schnarchen laut. Abends sperren wir die Wolken im Luftstall ein, damit sie nachts der grimmige Wind nicht reißt. Tagsüber spielen die Wolken Verstecken, räkeln sich auf dem Dach und lauschen lachend, wie Äpfel vom Baum fallen. Schottische Äpfel riechen nach meiner Kindheit.

Von der gebräunten Stirn der Sonne blättert der Sonnenbrand ab, goldene Sommersprossen verblassen und wirbeln als feiner Staub in der Luft umher.

Morgens steigen von meiner Haut Schwärme verscheuchter Geheimnisse mit der Schamröte der Verlegenheit auf den samtigen Wangen empor. Ich bin mit Dir durchtränkt wie mit köstlichem Lindenhonig. Meine Lippen, mein Hals und meine Brüste duften nach Deinem Atem. Meine Schlüsselbeine, Armbeugen und Kniekehlen schmecken nach Deinen Küssen. Auf meinen Schulterblättern sind Deine Fingerabdrücke. Mein Körper verströmt den Geruch Deines Körpers. In diesen zwei Wochen haben wir unsere Vitalfunktionen synchronisiert. Ich weiß nur noch nicht, in welchen Einheiten mittels welcher Geräte die Kraft meiner Liebe zu Dir gemessen wird?

* * *
Среди облаков, овец и вереска

Mili verschenkt Eli

„DADDY, WAS DENKST DU, mag Frankie Babys?“
„Ich glaube schon. Warum fragst du?“
„Na, wenn Eli größer ist, und Mummy ihn nicht mehr füttert, können wir ihn Frankie schenken. Er wird sich darüber freuen. Er hat keine Babys.“
„Mili, Schätzchen, wir können doch nicht deinen Bruder verschenken.“
„Warum denn nicht? Er tut sowieso nichts. Er schläft und weint.“
„Als du klein warst, hast du auch nur geschlafen und geweint.“
„Jetzt weine ich aber nicht mehr. Sogar wenn ich hinfalle. Sogar wenn mich Fritzchen beißt. Daddy, überleg mal, wir haben doch Kittys Babys verschenkt. Frankie hat ein schönes Zuhause. Und Theo. Und Ginger. Und Kuchen. Es wird Eli bei Frankie gut gefallen.“

Nach langem Überreden hat die kleine Räuberin beschlossen, Eli noch eine Chance zu geben. Sie wartet ab, bis er älter ist, nicht mehr schreit und mit ihr spielt. Kostja und Niko haben es viel schlechter getroffen. Wir mussten ständig aufpassen, dass Mili sie nicht verprügelt. Jetzt besuchen sie zusammen Cleo und Meаdow.

Wir drücken uns die Daumen.

* * *
Как Мили пристраивала Эли

Ein neues Frauenbild

„ICH WILL KEINE PERFEKTE Frau. Ich will keine Drama Queen. Ich will nicht zwei Stunden lang im Bett auf sie warten, während sie sich im Badezimmer zurechtmacht, sich auszieht, den Bauch einzieht, die Augen verdreht, die Beine dekorativ spreizt und mir, dem geilen Bock, einen Gefallen tut, in der Pose einer Märtyrerin erstarrend, die auf einen Orgasmus wartet, der vom Himmel direkt in sie hineinfährt. Ich will eine Frau, die klug und schön ist. Ich will eine Frau, mit der ich lachen kann. Ich will eine Frau, der ich die Wahrheit sagen kann, ohne dass sie sofort hysterisch wird und schreit. Ich will eine Frau, die bereit ist mir zu folgen bis ans Ende der Welt und der ich folgen werde, nachdem ich alles stehen und liegen gelassen hatte. Ich will eine Frau, bei der ich mich nicht verstellen muss und die sich auch nicht verstellt. Eine authentische, echte, keine perfekte. Fuck those ideals.“

„Du meinst ‚eine Frau wie mich‘? Zwinker, zwinker.“

„Ich meine ‚eine Frau wie dich‘. Is that too much to ask?“

* * *
Неидеальная женщина

Die herzlichsten Segenswünsche zu Deiner Taufe, Eli!

HEUTE WURDE IMMANUEL GETAUFT in derselben Sakristei, in der auch Michaels Vater, Großvater, Urgroßvater und alle weiteren Vorväter vor Anbeginn der Zeit getauft wurden.

Der HERR segne dich und behüte dich.
25 Der HERR lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig.
26 Der HERR hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.

Mein geliebtes winziges Vögelchen, bitte sei gesund und glücklich!

* * *
Таинство Крещения

В начале

Лунный свет расстилает прозрачные ковры на холодном полу. Дубы ткут серебряными тенями гобелены на голых стенах. Звезды в канделябрах заполняют зыбким сиянием невидимое пространство между тобой и мной.

Какими же неприлично счастливыми мы были в безупречно пустой комнате. В эту последнюю, в эту первую ночь.

Про собачат и федюшат

КОГДА Я ОТКРЫЛА ДВЕРЬ, домой зашли четыре эльфа, две собаки и неизвестная трехцветная кошка.

У кошки была маленькая голова с рыжим носом, аккуратные черные ушки, тонкая талия, бесконечные ноги и лисий хвост. „Мама, это Куки, — познакомила меня с кошкой Эден. — Куки хочет кушать“. Куки сдержанно кивнула головой, распушила роскошный хвост и затарахтела. Федя грозно сказал „ш-ш-ш“ и полез спасаться на дерево, Котя нахмурилась. Куки сунула голову по самые плечи в миску с сухим кормом. Из миски раздались жадные чавканье и рычание. Я закрыла дверь в гостиную. В щели под дверью моментально возникли две пары злобных глаз.

Накушавшись, Куки разведала обстановку в прихожей. Разведав обстановку в прихожей, Куки начала стучать кулаками в дверь и требовать свободы. Майк с Эден проводили Куки до входной двери и выпустили во двор. Куки вежливо попрощалась.

***
Собаки, которые спокойно лежали на ковре, вдруг забеспокоились и выскочили в прихожую. За дверью происходило что-то неладное (как в сцене между Крисом и Хари). В дверь кто-то ломился. Кого-то не смущали ни композитный материал, ни сферические петли, ни усиленная дверная коробка. Я посмотрела в глазок, посоветовалась с собаками и приоткрыла дверь. Да, это была Куки. Худенькая Куки с харизмой обольстительной фотомодели. Монстр в кошачьей шкуре.

Куки приходила на обед.

***
Потеряли Жужжу. Обегали всю квартиру, проверили все балконы. Эльфы ревели в три голоса. Я с перепугу чуть не родила. Жужжа дремала за зеркалом. У Жужжи белый животик, три белые лапки, рыжая спинка и полосатый хвостик. Жужжины любимые занятия: кусаться, царапаться, прятаться, кушать.

***
Котя приучает федюшат к гигиеническому уходу за телом. Федюшонок мылит лапку, моет ушко и щечку, пытается сполоснуть спинку, элегантно изворачивается и плюхается на бочок. Не унывает. Поднимается. Начинает процедуру изнова.

***
Майк временно выполняет функции моста: по его длинным ногам шастают с пола на диван федюшата.

***
Начали приучать федюшат к лотку. Сделали подставку (лоток высокий). Федюшата от радости нажрались наполнителя.

***
Подкармливаем яичным желтком в молоке, печеночным паштетом и сухим кормом, размягченном в воде. У федюшат довольные рожицы. С федюшатами под шумок подкрепляется отощавший Федя.

***
Пока носились с федюшатами, забыли про день рождения Ориона. Ориону один год один месяц и одна неделя. Он выше 80 см и тяжелее 50 кг. Охотно откликается на „no, no, noooo!“. Любит похрустеть. Бегает марафоны. Ставит рекорды по плаванию в ванне. Подрабатывает няней у федюшат. Строит Найде глазки. Проводит досуг, положив свою голову на мой живот. Часто и с удовольствием улыбается.

Sic transit gloria mundi

МОИ ДРУЗЬЯ ДУМАЮТ, ЧТО я погрязла в разврате, что весь день читаю Мирбо, а всю ночь смотрю „The Dreamers“ или весь день смотрю „Wetlands“, а всю ночь читаю де Сада. Меж тем я невинный агнец. Я всего лишь спросила у Майка, что такое центростремительная сила. Пару дней спустя я с закрытыми глазами разобрала и собрала свой первый вертолет.

Кого-нибудь интересует введение в вертолетную технику? Основы динамики роторов? Аэродинамические характеристики несущего винта вертолета на режиме висения и вертикального снижения? О., я вижу, как загорелись жаждой знаний твои глаза. Пошли ко мне в студенты.

У меня уже два студента: Катценбург и Эден.

***
Майк тащит Эден в комнату, зацепив рукой за свитер и штанишки. Эден машет руками-ногами, наглядно демонстрируя знания основ динамики вертолетных винтов и возмущается:

— Такое обращение унижает мое чевалеческое досвоинсво.
— Чевалеческое досвоинсво? Это серьезно!

***
Отстояв свое чевалеческое досвоинсво, Эден расхаживает по комнате и раздает приказы Найде. Найда собирает разбросанные игрушки и складывает их в корзинки и ящички. Эден все вытаскивает и выкидывает в коридор.

***
Костенька и Коленька посещают вторую неделю Великую эльфийскую ложу. Три дня. С восьми до двенадцати. Костеньке и Коленьке пока все нравится.

***
Рихард II тем временем подрастает и прекратил меня избивать. Иногда пинает под ребра, но все больше любя.

***
Проснулась ночью от Мишкиного шепота. Обрадовалась предстоящему опорочиванию. Мишка разговаривал с моим животом. Расстроилась, дала по затылку, долго прилаживала живот к матрасу, обиженно пыхтела.

— Внимая пению ангелов, она испытывала искушение…
— … и невзначай придавила мужа пузом к кровати.
— Идиот! Разведусь на фиг!
— Ха-ха. Католическое церковное право не предусматривает развода.
— Что же ты корысти ради на мне женился? Что же мне теперь всю жизнь с тобой мучиться?
— Я никогда не скрывал свои намерения. А ты думала по любви, наивная?

***
Возвращалась из кухни, услышала шепот брата. Удивилась, почему он без света разговаривает с женой по скайпу, но тут из комнаты вынырнула Катценбург, покраснела и пошла на кухню.

***
Федюшатам почти месяц. Федюшата растут здоровыми и бодрыми. Раскрылись голубые глазки, расправились маленькие ушки, распушились хвостики. Пяточки у всех розовые и гладкие (Федька, это укор в твою сторону. Сейчас же покинь Задиванье!).

***
Близнецы открыли для себя игровые возможности Подпузья. Прячутся у меня под животом, выглядывают с двух строн и хихикают.

***
Катценбург с федюшатами на Балконье. Федька в Задиванье. Близнецы в Подпузье. Рихард II в Пузье. Майк с Эден на Диванье. Генри в Бункерье. Собачата на Коврье. Я увлеклась, простите. Sic transit gloria mundi.

***
Last but not least a horror story для Юрии-сан

Julianischer Alptraum

***
Hände hoch!
Du bist umzingelt
von vielen Weinbergen.

Юлианский кошмар

***
Руки вверх!
Вы окружены
вино’град’никами.

André Schwarz-Bart, „Le Dernier des Justes“

ES GELANG ERNI, DIE feurige Nadel zurückzustoßen, die seine Kehle durchbohrte, und während der weibliche Körper an ihm zusammensackte, rief er der leblosen Golda ins Ohr: „Gleich, ich schwöre es dir!…“, und in der undurchsichtigen Dunkelheit traten seine Augen aus ihren Höhlen. Dann wußte er, daß er niemanden auf der Welt mehr helfen konnte, und im Aufzucken, das seiner eigenen Vernichtung voranging, erinnerte er sich freudig an die Legende Rabbi Chanina ben Teradions, wie sie der Ahne fröhlich berichtet hatte: als der mildherzige Rabbi von den Römern in die Thorarolle eingehüllt auf den Scheiterhaufen geworfen worden war, weil er den Taldmud gelehrt hatte, und man die Reisigbündel anzündete, deren Äste noch grün waten, damit die Marter länger dauere, fragten die Schüler ihn: „Meister, was siehst du?“ Und Rabbi Chanina antwortete: „Ich sehe, wie das Pergament brennt, aber die Buchstaben fliegen davon …“ O ja, gewiß, die Buchstaben fliegen davon, wiederholte sich Erni, während sich die Flamme, die seine Brust in Brand steckte, schlagartig in seinem Gehirn ausbreitete. Mit seinen sterbenden Armen umschlang er Goldas Leib in einer schon unbewußten Gebärde liebenden Beschützens, und dies war die Stellung, in der sie eine halbe Stunde später die Gruppe des Sonderkommandos vorfand, die damit beauftragt war, die Juden im Verbrennungsofen einzuäschern. So geschah es mit Millionen, die vom Zustand des Luftmenschen in den von Luft übergingen. Und so wird diese Geschichte nicht mit irgendeinem Grab enden, das man gedenkend besuchen kann. Denn der Rauch, der aus den Verbrennungsöfen aufsteigt, gehorcht wie jeder andere den physikalischen Gesetzen: die Partikeln vereinigen sich und zerstreuen sich im Wind, der sie dahintreibt. Die einzig mögliche Pilgerfahrt, werter Leser, wäre die, manchmal wehmütig zu einem Gewitterhimmel aufzublicken.
Und gelobt. Auschwitz. Sei. Maidanek. Der Ewige. Treblinka. Und gelobt. Buchenwald. Sei. Mauthausen. Der Ewige. Belzec. Und gelobt. Solibor. Sei. Chelmno. Der Ewige. Ponary. Und gelobt. Theresienstadt. Sei. Warschau. Der Ewige. Wilna. Und gelobt. Skazysko. Sei. Bergen-Belsen. Der Ewige. Janow. Und gelobt. Dora. Sei. Neuengamme. Der Ewige. Pustkow. Und gelobt …

Manchmal allerdings will das Herz vor Kummer zerspringen. Aber häufig am ehesten abends, kann ich auch nicht umhin zu denken, daß Erni Levy, der sechs Millionen Mal gestorben ist, noch irgendwo lebt, ich weiß nicht wo … Als ich gestern, am Boden festgewachsen, mitten auf der Straße vor Verzweiflung erbebte, file von oben ein Tropfen Mitleid auf mein Gesicht herab; aber da war kein Hauch in der Luft, keine Wolke am Himmel … da war nur eine Gegenwart.

Übersetzung: Mirjam Josephson

Eliette Abécassis, „Qumran“

DA PLÖTZLICH GESCHAH ES. Mein Herz begann zu rasen, in meiner Brust hallte es wie Gongschläge wider, als würde gleich eine entsetzliche Katastrophe eintreten, und ich sah, was mit uns passieren würde. Ich versuchte mehr schlecht als recht, die Flut der Gefühle abzuwehren, in der ich zu versinken drohte. Ich erinnerte mich daran, wie sehr ich diese Frau begehrt hatte und wie sehr ich sie vielleicht geliebt hatte, selbst wenn diese Liebe nicht denselben Namen trug wie die eheliche Liebe, denn da sie mir verboten war, hatte ich keine Vorstellung davon, eine unaussprechlich zarte Empfindung war in mir aufgekeimt, gewachsen und hatte alle Wörter über den Haufen geworfen, als Jane sich von dem Tisch erhob, an dem wir gesessen hatte, und sich langsam von mir entfernte, file diese Empfindung als ungeheures Sehen auf mich zurück. Ich wurde aschfahl wie ein Toter, gleichgültig, stumpf und teilnahmslos. Das Nichtereignis dieser Liebe, die sich nicht offenbaren, nicht erblühen durfte, eine Totgeburt aus Kraft und Trägheit, die in mir verschüttet war, sprenge mit einem Mal die Tore ihres Gefängnisses. Wie eine Talsperre bricht oder alle Schleusen auf einmal sich öffnen unter dem Druck des andrängenden Wassers, brachten Jahre der Berechnung und Überlegung, minutiöser Konstruktionen aus Mühen und solidem Material plötzlich zusammen und ließen der Überschwemmung freien Lauf. Ich würde sie nie mehr wiedersehen. Sie würde aus meinem Leben verschwinden, ich würde allein bleiben, allein mit den anderen und dem Tod. Zwei Sequenzen überstützten sich in meine verwirrten Kopf: Sie ging. Ich war allein. Es war, als würde mir plötzlich ein Glied aus meinem Körper gerissen. Das durfte nicht sein.
       In einem letzten Aufzucken meines Willens, bevor ich ohnmächtig würde, rief ich sie mit einem Schrei, der keinen Namen hatte, nur noch Gefühl war, es gab nur noch ein Gesicht für mich: ihres. Sie drehte sich um, zögerte kurz und beschleunigte dann ihren Schritt. Aufrecht, die Arme halb in ihre Richtung ausgestreckt, wie um ein Zeichen des Abschiedes oder des Willkommens anzudeuten, stand ich wie versteinert an dem Tisch.

Ich habe nie wieder etwas von Jane gehört. Ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn sie sich anders entschieden hätte und mit ihren lebhaften Schritten über die Straße zu mir geeilt wäre. In diesem Augenblick wollte ich nur sie. Aber später, wenn die Vernunft wieder ihre unerbittliche Herrschaft angetreten und Gewissensbisse mich gequält hätten, hätte ich es bereut, auch wenn mein Schmerz in diesem Augenblick so groß war, daß ich nicht anders handeln konnte, ich glaube, daß sie meinen Schrei verstanden und die Entscheidung über die Zukunft auf sich genommen hat. Ich weiß nicht, warum sie diese Wahl traf. Es vergeht kein Tag, ohne daß ich dieses Bild vor Augen hätte: ihre schlanke Gestalt, die sich auf der Straße entfernt wie eine kleine Figur, die aus einer Spieluhr entwischt ist und beherzt jedem Anruf trotzt.

Übersetzung: Brigitte Große

Ein Schokolädchen mit Erdbeerchen

Mein Blümchen, mein Herzchen, mein Täubchen,
kaufst Du mir ein Schokolädchen?
Ein kleines, ein winziges.
Vielleicht mit Erdbeerchen.
Bitte, bitte.
Bitte, bitte.

Мой цветочек, мой голубок, мое сердечко,
купи мне шоколадочку.
Маленькую, крохотную.
Может быть — с клубничкой.
Ну, прошу тебя.
Ну, прошу тебя.
***
СИНЕГЛАЗАЯ ЭЛЬФА ЭДЕН ОТКРЫЛА для себя деминутивную лирику как метод манипуляции родителей. Хлопает густыми ресницами, распахивает громадные васильковые глаза, складывает губки бантиком, прижимает ручки к груди — и щебечет, щебечет, щебечет. Папа падает в обморок. Мама хрюкает от умиления.

Синеглазая эльфа кушает шоколадочку с персичком и мечтательно вздыхает: „Вку-у-у-у-сно“.

Весенняя распродажa

Я хотела прикоснуться к вечности
я тайком целовала твое дыхание
я продала тебе душу за бесценок

за любовь, за поцелуи, за объятия
за легкий взмах крыльев бабочки

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УЧИЛИ С МАЛЕНЬКИМ МАЛЬЧИКОМ Генри стихотворение Роджера Макгоу, разбирали antithetical structure of the poem: контраст между нравится и не нравится, дискутировали на тему «Scenes of extreme violence and cruelty on TV», делали заметки in a telegraphic style, искали ответы на вопросы

・Как ты реагируешь на чрезмерное насилие и жестокость?
・Почему людям нравятся агрессивные жанры фильма?
・Что для тебя хорошо, а что плохо?

Замечательный у нас мальчик. Да, в случае крайней необходимости он даст недоброжелателю в рожу, но при этом с непринужденной легкостью сформулирует лингво-аргументативное обоснование своего неподобающего поведения.

Cinema Poem

I like it when
They get shot in the head
And there’s blood on the pillow
And blood on the bed

And it’s good when
They get stabbed in the eye
And they scream and they take
A long time to die

And all spurts out
All over the floor
And the audience shrivers
And shouts for more

But I don’t like it when they kiss.
Кинематографическая поэма

Мне нравится когда
Им стреляют в голову
И кровь на подушке
И кровь на постели

И это хорошо когда
Им вонзают в глаз нож
И они кричат и не умирают
как можно дольше.

И по всему полу
Разливается кровь
И публика трясется
И требует добавки

Но мне не нравится когда они целуются.

Правда. Твари какие. Це-лу-ют-ся. Гады недобитые. Постыдились бы! Дети вокруг…

Васильковый луг

С неба капают звезды
на мой живот.
От твоих поцелуев
становятся звезды цветами.
Раскрываются хрупкие чаши венчиков
и являют тебе свои бирюзовые души.

Когда гром затихнет,
когда ты забудешься сном,
я превращусь в луг васильковый.

Ты – дурочка, Φιλύρα!

— Как ты можешь меня любить? Я слабая, уставшая, безвольная и малодушная. Ни. На. Что. Не. Годная.
— Ты – дурочка, Φιλύρα! Не считая этого, ты самая лучшая жена во всевозможных мирах. Никакая ты не слабая, не безвольная, не малодушная. Ты немного уставшая. Любить тебя легко. Если хочешь, ты – моя кариатида.
— Окаменевшая проститутка?
— Не окаменевшая проститутка. Каменная богиня. Не неси ахинею. Ты – моя Эврибия, моя нимфа и моя гиада, повелительница моей водной стихии. Ты оберегаешь мой галеон от крутых скал, опасных рифов и штормовых ветров. Без тебя я ухожу на дно.
— На дне спокойно и тихо.
— На дне – безысходность и смерть. Я бы не мог тебя любить, если бы ты не была солнцем. Когда ты рядом, ты заполняешь мою душу теплом и светом. Когда нас разделяет расстояние, ты – моя армиллярная сфера, моя астролябия, моя Полярная звезда. Для тебя бьется мое сердце. Вокруг тебя вьются все мои мысли. К тебе ведут все мои тропинки. Благодаря тебе, моя капризная Ариадна, я каждый раз нахожу выход из лабиринта отчаяния в жизнь. Из-за любви к тебе я верю в Рай и в Бога. Я люблю тебя, Φιλύρα! Пожалуйста, не плачь, время пол третьего.
— Я не плачу. Мне бесконечно грустно.
— Снимай ночную рубашку. Я покажу тебе дорогу к звездам.
— Идиот.
— Я слышу, что ты тихо улыбаешься…
— А ты мне очень сильно нравишься…

Du bist ein Dogon. Du glaubst doch an Sirius…

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unsere Wörter sind wie Engel
unsere Wörter sind wie Vögel
fliegen empor zu den Sternen
von einem Sommerflieder

Nacht für Nacht
auch im Winter

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ich küsse deine Muttermale
wie Perlen eines Rosenkranzes
Gebet für Gebet
auswendig

sie heißen auf Spanisch lunares

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Sterne sind im Himmel
auf mir sind Muttermale
ich bin dein Sternenhimmel

zeig‘ mir das Sternbild des Orion

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ich habe ganz ohne Absicht
ein Licht in deinem Herzen
entzündet

jetzt freust du dich über Schlaflosigkeit

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in deinem fast leeren Wasserglas
spiegelt sich mein Mond wider
Lichtjahre von mir entfernt

auch du kannst nicht schlafen, Geliebter
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наши слова как ангелы
наши слова как птицы
взмывают прямо к звездам
с куста летней сирени

ночь за ночью
и даже зимой

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я целую твои родинки
как жемчужины розария
молитва за молитвой
по памяти

all by my heart

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звезды на небе
на теле родинки
я твоя звездная карта

найди на мне созвездие Ориона

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явно не преднамеренно
я зажгла в твоем сердце
свет

и ты ждешь с нетерпением бессонницy

***
в твоем почти пустом стакане
отражается мой месяц
между нами световые годы

и тебе сейчас не спится, любимый

Два способа признаться в любви

Richard: Wo ist Iron Mike?
Henry: Iron Mike is‘ Geschichte. Er ist Elf jetz‘.
Linda: Henry!
Henry: Was ‚Henry‘? Hast doch selber gesagt, ich solle weniger lügen.
Richard: Nett. Weiß er davon?
Linda: Ja, tut er. Aber bitte oute ihn nicht.
Richard: Das habe ich noch nicht entschieden. Elf. Gefällt mir.
Linda: Richard!

Русский

Das Paradoxon

„BIS ICH DREIUNDDREISSIG WURDE, habe ich dreimal geweint. Das erste Mal, als unser Sohn starb. Das zweite Mal, als du mich verlassen hast. Das dritte Mal, als ich dachte, dass es dich nicht mehr gibt.

Jetzt weine ich dreimal am Tag.

Meine Kinder werden geboren, ich weine. Meine Kinder flennen, ich weine. Meine Kinder lächeln mich das erste Mal in ihrem Leben an, ich weine. Meine Kinder fangen an zu krabbeln, zu gehen, zu laufen, ich weine. Erste Umarmung – See voller Tränen. Erstes Wort – alle Dämme brechen.

Du weinst, ich heule. Du flüsterst „Ich liebe Dich!“, ich weine. Richard sagt, du hättest wie eine Löwin gekämpft, um mit mir zusammen zu sein, ich weine. Ich konnte nicht einmal I will love you and honor you all the days of my life ohne einen Heulanfall aussprechen. Ich schlafe mit dir…

Du bist der Wasserfall. Und ich zerfließe.

Du hast eine echte Memme geheiratet, meine Liebe. Wie konntest du nur?“

„Gut gemacht! Jetzt heule ich.“

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Парадокс

Al villano che ride, in quel momento, non importa di morire

„Ma cosa ti ha spaventato in questo discorso sul riso? Non elimini il riso eliminando questo libro.

„No, certo. Il riso è la debolezza, la corruzione, l’inspidità della nostra carne. È il sollazzo per il contadino, la licenza per l’avvinazzato, anche la chiesa nella sua saggezza ha honcesso il momento della festa, del carnevale, della fiera, questa polluzione diurna che scarica gli umori e trattiene da altri desideri e da altre ambizioni… Ma così il riso rimane cosa vile, difesa per i semplici, mistero dissacrato per la plebe. Lo diceva anche l’apostolo, piuttosto di bruciare, sposatevi. Piuttosto di ribellarvi all’ordine voluto da Dio, ridete e dilettatevi delle vostre immonde parodie dell’ordine, alle fine del pasto, dopo che avete vuotato la brocche e i fiaschi. Eleggete il re degli stolti, perdetevi nella liturgia dell’asino e del maiale, giocate a rappresentare i vostri saturnali a testa in giù… Ma qui, qui…“ ora Jorge batteva il dito sul tavolo, vicino al libro che Guglielmo teneva davanti, „qui si ribalta la funzione del riso, la si eleva ad arte, le si aprono le porte del mondo dei dotti, se ne fa oggetto di filosofia, e di perfida teologia… Tu hai visto ieri come i semplici possono concepire, e mettere in atto, le più torbide eresie, disconoscendo e le leggi di Dio e le leggi della natura. Ma la chiese può sopportare l’eresia dei semplici, i quali si condannano da soli, rovinati dalla loro ignoranza. La incolta dissennatezza di Dolcino e dei suoi pari non porrà mai in crisi l’ordine divino. Predicherà violenza e morirà di violenza, non lascerà traccia, si consumerà così come si consuma il carnevale, e non importa se durante la festa si sarà prodotto in terra, e per breve tempo, l’epifania del mondo alla rovescia. Basta che il gesto non si transformi in disegno, che questo volgare non trovi un latino che lo traduca. Il riso libera il villano dalla paura del diavolo, perché nella festa degli stolti anche il diavolo appare povero e stolto, dunque controllabile. Ma questo libro potrebbe insegnare che liberarsi della paura del diavolo è sapienza. Quando ride, mentre il vino gli gorgoglia in gola, il villano si sente padrone, perché ha capovolto i rapporti di signoria: ma questo libro potrebbe insegnate ai dotti gli artifici arguti, e da quel momento illustri, con cui legittimare il capovolgimento. Allora si transformerebble in operazione dell’intelleto quello che nel gesto irriflesso del villano è ancora e fortunatemente operazione del ventre. Che il riso sia proprio dell’uomo è segno del nostro limite di peccatori. Ma da questo libro quante menti corrotte come la tua trarrebbero l’estremo sillogismo, per cui il riso è il fine dell’uomo! Il riso distoglie, per alcuni istanti, il villano dalla paura. Ma la legge si impone attraverso la paura, il cui nome vero è timor di Dio. E da questo libro potrebbe partire la scintilla luciferina che appiccherebbe al mondo intero un nuovo incendio: e il riso si desegnerebbe come l’arte nuova, ignota persino a Prometeo, per annullare la paura. Al villano che ride, in quel momento, non importa di morire: ma poi, cessata la sua licenza, la liturgia gli impone di nuovo, secondo il disegno divino, la paura della morte. E da questo libro potrebbe nascere la nuova e distruttiva aspirazione a distruggere la morte attraverso l’affrancamento dalla paura. E cosa saremmo, noi creature peccatrici, senza la paura, forse il più provvido, e affettuoso dei doni divini.

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Copyright © Umberto Eco, *Il nome della rosa*