Linguistische Paradigmata

L.: Michael, was machst du?
M.: Siehst du’s nicht? Ich liege auf der Couch und denke Gedanken.
L.: Du denkst Gedanken?..
M.: Ich denke Gedanken! Was passt dir nicht daran? Manchmal träume ich Träume. Manchmal fantasiere ich Fantasien. Willst du mit mir einen Fick ficken?
L.: Einen Fick ficken entspricht nicht ganz dem Paradigma, wessen du dich so großzügig bedienst.
M.: Wen interessiert’s?! ich bin Ausländer. Ich bin kein Linguist. Runter mit dem Höschen.

Ich überlege gerade, auf welche Art und Weise ich ihn töten werde… Hat jemand den wütenden Mob gesehen?

Advertisements

Knigge für Ferkel

M.: Kaufe dir ein Kleid und neue Schuhe.
L.: Nachdem ich diese Worte das letzte Mal aus deinem Mund gehört hatte, stolperte ich, stürzte, bettete mich auf die kühlen Stufen eines Nobelrestaurants – in einem Interieur aus Gold, Spiegeln und Kronleuchtern, das seidene Kleid geschickt um den Hals gewickelt –, und kam Ilja so nah, wie sonst keinem deiner Freunde.
M.: Ich gebe zu, du sahst dabei unbegreiflich würdevoll aus: Grazie, Anmut… die Zierde der Marmortreppe par excellence. Die Zeit erstarrte. Der flüchtige Zauber des Augenblicks hallte nach. Venus erblasste vor Neid. Achtzehn Monate harter Arbeit und Disziplin auf dem Übungsgelände hatten sich gelohnt. Wäre ich an Iljas statt, griffe ich bestimmt nach deinem Po, nicht nach dem Schenkel.
L.: Verderbtes Ferkel.
M.: Apropos Verderbtheit: Erwähne nochmals seinen Namen mit einem schwärmerischen Lächeln, und ich werde dich einkerkern. Warum trägst du nie den eleganten Kartoffelsack, den ich dir geschenkt habe?
L.: Ich überlasse ihn dir.
M.: Zu kurz. Frau würde meine Beine sehen.
L.: Hör auf. Ich werde wuschig. Deine Beine vertrügen allerdings eine gründliche Rasur. Rasierer, Epilierer, Waxing, Shugaring, Alexandritlaser?
M.: Vergiss es. Ich bin wie Sampson, meine liebe Delila. Werde ich der Körperbehaarung beraubt, schwindet meine Kraft, auch die Manneskraft. Stelle dir all die desperaten Nächte vor, in denen du vollkommen nackt, glühend und zitternd vor Verlangen, unter die Decke schlüpfen und mit mir stundenlang über Belanglosigkeiten reden müsstest.
L.: Blanker Horror.

* * *
Weiterlesen

Das Bildnis der Pimpinelle H.*

M.: Frau, du bist so eine… Pimpinelle.
L.: Pimpinelle ist kein Schimpfwort, mein ungebildeter Freund.
M.: Da wurdest du falsch informiert.
L.: Klappe halten. Ich bin reizend.
M.: Du hast ja keine Ahnung, wie sehr du mich manchmal reizt.

* * *
Ich gehe heute mit diesem unverschämten Kerl zu einem Geschäftsessen. Ich werde kein Höschen tragen :D

Baby, hast Du mich verstanden?
__________
*Das Bildnis des Dorian Gray von Oscar Wilde

Hexen & deren Kraftfahrzeuge

I.: Partnertausch?
L.: Wie bitte? Ist das ein russischer Brauch? Ich bin Ethnologin. Ich füge mich in mein Schicksal.
I.: Wodka, Kaviar, Partnertausch. Ich meine bloß, fährst du bei mir mit oder bei deinem Mann?
L.: Wem? Ich weiß nicht, wer das ist.
M.: Dafür wirst du Buße tun, mein Täubchen.
L.: Das hoffe ich stark. Das war die geheime Absicht der Aussage.

* * *
L.: Ich habe bis dato gefahren… snowmobiles, jetskis, rock crawlers, dune buggies, beach buggies and now – a quad. Gibt es solche Gefährte auch für den Himmel?
I. (schmunzelnd): Gefährte für den Himmel…
L.: Was? Zu abgehoben für den feinen Herrn? Klingt Töfftöffs vertrauter?
I.: Ich bin mit Gefährten zufrieden. Da wären… Drachen, fliegende Teppiche, Santas Schneeschlitten.
L.: Aha. Ich bin von Vollidioten umgeben.
I.: Gleich und gleich gesellt sich gern. Sie erkennen sich in dir wie in einem Spiegel. Seufze nicht. Ich habe gescherzt. Ich wollte dich zum Lächeln bringen. Ernsthaft, Luftfahrzeuge: Luftschiffe, Gleitschirme, Flugzeuge.
L.: Ab und zu verprügle ich unverschämt witzige Männer. Aus Spaß halt.
I.: Das glaube ich dir. Ich versuche gerade, dich zu besänftigen. Setze dich doch ans Steuer.

* * *
Weiterlesen

A Short Film

M.: Hey… Woman?!
L.: What do you want? Go away.
M.: I got an erection. What do you think I want?
L.: Fascinating. Write an article about this sensation. I’ll post it.
M.: Should I take a photo?
L.: Shoot a short film.

I admit I’m sorely tempted to drop him off at the airport today, but the luggage is too heavy.
__________
The way your wife looks at you when you’re annoying her.

When in Russia


Blau, so blau.

* * *
“That’s not true. He’s neither an arrogant bastard nor a cynical dick. His smile is just adorable. He is charming, witty, and intelligent. He is… well, pretty much a frustrated teddy bear.”

Who would’ve thought? I’m in love with a frustrated teddy bear.

Майк таки Мишка.

אני חושב

L: Make a serious face and whisper softly „אני חושב“.
M: No.
L: Why?
M: Don’t want you to get hot and excited.
L: I thought that’s all you ever wanted.
M: Well, yes, actually, yes, that might be true, but not immediately.
L: Should I undress myself?
M (bursting out in laugh): No. Definitely not. I enjoy seeing you naked, but not in a grocery store. Wait till we’re at home.

* * *
M: You’re still not naked.
L: You still didn’t say „אני חושב“.
M: Is that gonna lead to an orgasm?
L: Everything leads to an orgasm in your particular universe, Michael. A friendly handshake, an accidental touch, a bare toe.
M: .ליני, אני חושב שאני אוהב אותך
L: Blödmann.
M: Das war klar. How about an orgasm right now?
__________
Я думаю

Foodporn

oder: Die hohe Kunst der Blamage

Der Frühling ist da. Die Katzen fliegen gen Norden. Und mein Ehemann nennt mich neuerdings eine Attraktion der wandelnden Peinlichkeiten. Aber egal, ich mag ihn trotzdem.

* * *
L.: Besteige mich.
M.: Wie bitte?
L.: Ich meine, decke mich.
M.: Gerne. Wo?
L.: Halt die Klappe. Ich habe mich versprochen. Stelle dich so, dass mich niemand sieht.
M.: Schade. Die Konversation hat vielversprechend begonnen, obwohl ich zugeben muss, mich über die Wortwahl doch leicht gewundert zu haben.
L.: Habe ich rote Ohren?
M.: Hast du. Fühle dich nicht verlegen. Die Farbe passt perfekt zu deinem Lippenstift.

Unterbewusstsein ist eine Bitch, dabei wollte ich bloß ein Foto machen.

Eighth Wonder of the World

M.: Überfällst du mich? Ich habe doch geschlafen. Was gedenkst du in der Gegend zu finden? Dort wurden weder Smaragde noch Rubine versteckt, höchstens Fabergé-Eier.
L.: Ich interessiere mich für kein Geschmeide. Ich will ficken. Ich will einen dicken, prallen Schwanz tief in mir drin spüren. Sofort!
M.: Hilfe! Das kannst du von mir nicht verlangen. Schaue mich nicht lüstern an. Finger weg. Nicht anfassen. Die Schamröte steigt mir ins Gesicht. Ich bin ein keuscher Mann. Ich entsage dem lasterhaften Sinnenrausch und darbe in der Abgeschiedenheit meiner Betthälfte.
L.: Halt die Klappe. Ich bin geil und nass. Ich brauche es dringend.
M.: Großer Gott im Himmel! Ich werde deine Begierde nicht schüren. Vergiss es. Flüstere keine Schweinereien in mein Ohr. Berühre nicht meinen Körper mit deinen Brüsten, dadurch entsteht ein wollüstiges Kribbeln in der Eichel. Ich protestiere. Schmiege dich nicht an mich. Nein, hab‘ ich gesagt. Meine unsterbliche Seele… Was machst du bloß? Warum quälst du mich? Reibe nicht an ihm, wenn du das Wunder der Auferstehung nicht mit den eigenen Augen erleben willst.
L.: Das ist Blasphemie. Dafür wirst du in der Hölle schmoren, Ketzer.
M.: Gehinnom ist keine Hölle. Unsere Hölle sind unsere Frauen. Here we go. Satisfied, you demiurge of sin and lust, you demon of seduction? The Eighth Wonder of the World. Go on. Take it.

Natürlich tut mir Michael menschlich leid, aber er wusste genau, worauf er sich einlässt, als er die tückische Frage des Priesters mit „I Do!“ beantwortet hat.

Buddhistische Weisheit

L.: Was ist das?
M.: Ein Graffito in Leith.
L.: Wie willst du sterben?
M.: Ich habe keine Angst vor dir. Ich habe alle Bratpfannen und Nudelhölzer versteckt.
L.: Du bist ein kluger tapferer Mann.
M.: Ich würde gerne meinen Vierzigsten erleben.
L.: Das verstehe ich gut. Gehst du mit mir zum Schießstand?
M.: Nein. Ich unterstützte die Forderung nach schärferem Waffenrecht. Vermutlich sollte ich heute Nacht auch im Arbeitszimmer schlafen. Bei abgeschlossener Tür.

Damn it! Wo kaufe ich einen solchen Aufkleber für meinen Wagen?

Männerherzen, Frauenseelen

M.: Wo bist du?
L.: Ich hüpfe die* Treppe hinauf. Zum dritten Mal.
M.: Hüpf nach Hause. Ich habe eine Überraschung für dich.
L.: Das bist aber nicht du, nackt, mit steifem Schwanz?
M.: Ganz und gar nicht, aber es kränkt mich, dass du dieses noble Geschenk nicht annehmen willst, denn es kommt vom Herzen.
L.: Erwischt! Ich habe immer gesagt, dein Herz befindet sich in der Hose.
M.: Na und? Kritisiere ich dich, wenn deine Seele ins Höschen rutscht und dort bis zum Höhepunkt verweilt – zitternd, zuckend, pulsierend?
L.: Halt die Klappe.
M.: Diskutiere nicht mit mir. Hüpf nach Haus‘.
__________
*Bestimmter Artikel, weil ich „the Vennel“ gemeint habe. Das ist diese Treppe.

Der Schöne und das Biest

L.: Diplodoken und Troglodyten zog ich nicht zurate.
M.: Sei fair, triff eine Entscheidung. Bin ich nun ein Troglodyt oder ein Diplodokus? Schicksal, wofür bestrafst du mich? Zumindest stimmt die Größe des Schwanzes. Das ist erfreulich.
L.: Du bist ein Hybrid, das in einem Genlabor auf der Bellatrix künstlich erzeugt und mit einer Geheimmission beauftragt wurde.
M.: Bin ich ein Formwandler? Was bist du überhaupt? Immerhin hast du Kinder von mir empfangen.
L.: Ich bin ein Engel – reiner, unschuldiger Engel – und eine Drachengöttin. Also: auf die Knie und anbeten.
M.: Klar. Also: auf das Bett und Beine spreizen. Ich werde dich so heftig anbeten, dass dir Sehen und Hören vergeht.
L.: Ungehobeltes Monstrum!
M: Ich bin Krieger. Engel und Drachengöttinnen unterwerfe ich zum Vergnügen. Ich genieße sie. Es erregt mich, sie zu küssen, sie zu besitzen, sie wollüstig stöhnen zu hören und wenn sie mich nach der süßen Qual um Erlösung anflehen. Gib dich mir hin. Ich gelobe zärtlich zu sein. Warum verlässt du mich, mein Drache? Engelchen? Dein Mittelfinger ist sehr schön.
L.: Du bist auf Liebesentzug, Bellatrixianer!
M: Ich wüte und tobe. Kehre um und begehre mich unverweilt.

Üblicher Blödsinn

L.: Guter Fick. Care for a beer?
M.: Baby, you’re the woman of my dreams.
L.: Hast du das nach achtzehn Jahren endlich begriffen?
M.: I’m a guy. I’m simple.

* * *
M.: Was war das? Wo lernt man das? Ich dachte, ich stürbe gleich.
L.: Bei Theo. Hab‘ ihn aufgesucht und ins Kreuzfeuer genommen: „Wie mache ich Mike so glücklich, dass er vor Verzückung mit den Ohren schlackert?“
M.: Geez, I work with him. Egal. Mach’s nochmal. Mach’s nochmal! Lass mich nicht betteln.

* * *
L.: Erinnerst du dich an Jenna?
Haley: Veras Mutter?
L.: Ja. Mike gefällt ihr.
H.: Wem nicht?
L.: Ha-ha. Sie hat ihm ein Video geschickt. Sie ist darauf zu bewundern, schiebt sich einen Vibrator in die Möse und nennt laut seinen Namen beim Stöhnen.
H.: Echt??? Wie hast du das erfahren?
L.: Er hat mir das Video gezeigt. War lustig. Ich hatte keine Brille an. Danach ist mir das Lachen vergangen.
H.: Wie hast du darauf reagiert?
L.: Ich habe ihn gefragt, ob ich auf die Mail antworten dürfe und ihr geschrieben: „Wenn du dich meinem Ehemann näherst, komme ich rüber und stecke diesen Vibrator in deinen Rachen. Liebe Grüße, Linda.“
H.: Liebe Grüße, Linda?
L.: Ja. Ich bin eine kultivierte Frau, vermaledeite Scheiße.

* * *
L.: Wir waren gestern trainieren. Die Jungs haben Basketball gespielt. Ich habe mich aufgegeilt.
H.: Ich bitte dich.
L.: Verurteile mich nicht. Ich bin ehrlich. Wann hast du Michael, Daniel, Dylan, Henry, Luke und Stuart – halbnackt, schwitzend, vor Ehrgeiz brennend – an einem Ort versammelt erlebt?
H.: Sei nicht gemein, ruf mich nächstes Mal an. Ich habe vier von ihnen am Strand gesehen.
L.: Wer ist jetzt gemein? Das ist zu viel für mein armes Herz. Ich habe zwei von ihnen ganz ohne Kleidung gesehen. Den Zweiten zufällig, aber seitdem empfinde ich einen Riesenrespekt für ihn.
H.: Du bist unmöglich. Wer hat denn gewonnen?
L.: Keine Ahnung. Ich war mit Glotzen beschäftigt.

* * *
L.: Die eine Mannschaft zieht das T-Shirt aus, die andere legt die Hose ab, damit wir euch auseinander halten können. Beeilt euch, meine Herren. Hier gibt’s nichts zu wiehern.
S.: Wir sind keine Witzfiguren zu deiner Belustigung.
M.: Zieh du doch die Hose aus.
L.: Chauvi! Ich bin eine züchtige Frau.
M.: Na, die Behauptung bestreite ich vehement, mein Täubchen.
L.: Kenne ich dich?

Solche Spaßbremsen. Ich verfasse gerade eine Beschwerde an den IGH.

Ein Treuebruch

XX: Ich mache mir Sorgen.
L.: Sag bloß. Warum?
XX: Um dich. Und um Michael.
L.: Hä?
XX: Ungefähr seit einem Monat isst er nicht mehr im Büro zu Mittag.
L.: Skandalös. Ich werde ihm die Leviten lesen.
XX: Er sieht glücklich aus. Er scheint ausgeglichen zu sein. Er hat diesen sinnlichen Glanz eines verliebten Mannes in den Augen.
L.: Ich bin empört. Shame on him.
XX: Scherzt du? Ich glaube, er hat eine Geliebte.
L.: Ich weiß. Er ist verrückt nach ihr. Eine wunderbare Frau: schön, klug, gebildet. Sie liebt ihn so sehr, dass das Herz schmerzt, doch die Seele jubelt, wenn sie in seinen Armen liegt. Ich gönne ihr jede Liebkosung, die er ihr schenkt und jeden Orgasmus, den sie mit ihm erlebt. Eine erschlichene Stunde der Zweisamkeit ist himmlisch süß.

* * *
Hätte ich XX erzählen sollen, dass er an dem Tag selig, zufrieden und dankbar war, weil er eine lukullische Orgie mit seinem persischen Lieblingsessen zelebriert hat: Hähnchen mit Basmati-Reis und deliziöser Sauerkirschsauce, das nach Zeit und Geduld verlangt, weil es aufwendig in Zubereitung ist?

Der Reis köchelt vor sich hin, bis er einen körnigen Biss hat. Das Hähnchen schmort im eigenen Saft. Die Sauerkirschen vereinigen sich mit Honig und verwandeln sich besonnen in einen dickflüssigen Sirup. Abwarten, umrühren, abkühlen lassen, Sauerkirschen vom Sirup trennen – die köstlichste Scheidung der schlemmerhaften Adelswelt. Wieder warten. Die Zutaten in einem Topf schichten: Reis, Sauerkirschen, Safran, Reis, Hähnchenfleisch, Zwiebeln, Reis, Orangenzesten, Mandeln und Pistazien. Weitere dreißig Minuten dämpfen.

Die Aromen gehen zärtliche Liaisons miteinander ein. Der Reis bekommt eine verführerische Kruste. Die sanfte Säure der Kirschen durchtränkt die delikate Speise.

Nein! Ich habe geschwiegen. Ich würde den schlechten Ruf dieses guten, anständigen, unwiderstehlichen Mannes nie zerstören wollen.

Baby, I love you to pieces!
__________
Die hohle Nuss hat er vernascht und auf ein Schäferstündchen mit mir verzichtet.

M.: Ich werde alt. Ich habe mich tatsächlich für die Schwelgerei entschieden. Sei mir nicht böse.
L.: Dein Geheimnis ist bei mir sicher. Ich werde es niemandem verraten :D

Die Korrelation der IQ

L.: Das ist doch kein Sixpack. Das ist ein Witz. Baby, zeig ihm deinen Bauch.
M.: Bin ich ein Sexobjekt? Ich zeig‘ dir gleich was.
L.: Nein, vielen Dank. Hab‘ ich ausgiebig betrachtet, hat mir außerordentlich gut gefallen. Hab‘ ihn etliche Male ausprobiert und für ekstatisch befunden. Wenn du zu mir nach Mitternacht kommst, flüstere ich eine erregende Geschichte in dein Ohr und bis auf die Besitzgier wirst du jedes Gefühl vergessen haben.
M.: Hexe!

* * *
L.: In letzter Zeit habe ich verdächtig viele Männer in sehr engen Hosen in der Old Town gesehen.
M.: Die Männer in meiner Familie ziehen keine Leggings an.
L.: Nein, ihr zieht karierte Röcke an – und ihr seht betörend darin aus vor allem, weil frau sich dem Zauber nicht entziehen kann, was sich drunter verberge?
M.: Im Sommer nur der frische Wind. Im Winter eine Waschbärunterhose.
L.: Wie eine Waschbärmütze? Die mit dem Schwanz?
M.: Keineswegs, wir geben uns mit eigenem Schwanz zufrieden.
L.: Ich würde gerne die Waschbärunterhose bewundern. Darf ich?
M.: Finger weg, verderbtes Ferkel. Ich bin ein sittsamer Mann.

* * *
M.: Zum Thema „Männer und Strumpfhosen“ erkläre ich dir Folgendes.
L.: Mach dir keine Umstände.
M.: Daran hättest du früher denken sollen.
L.: Gott stehe uns bei.
M.: Klappe halten und die Lauscher weit aufsperren. Notizen wären auch nicht verkehrt. Stell dir vor, wir stünden komplett nackt vor einem Spiegel. Welche Unterschiede würden dir auffallen?
L.: Oi! Du bist wesentlich größer. Der neue Haarschnitt ist schön. Deine Wimpern sind länger und dichter. Der Körper ist muskulöser. Du, gemeiner Schuft, hast mich zu einem Tattoo überredet und trägst jetzt den Ehering.
M.: Schluss mit dem Blödsinn. Erstens: Du bist hübsch. Zweitens: Wenn du nackt bist, werde ich geil. Drittens: Mein oberer IQ entspricht meinem unteren IQ. Eine Strumpfhose täte mir weh. So eine Strumpfhose passt zu den Frauen oder zu den Männern, die zurückhaltend gebaut sind, i.e., im Kopf 90, im Schritt 9. Ich bleibe beim Kilt.
L.: Warum bist du zum Militär gegangen? Warum bist du kein Soziologe geworden? Mit diesen bannbrechenden Hypothesen hättest du längst den Weltruhm erlangt.
M.: Ich bin bescheiden. Ich begnüge mich mit der Rolle der Grauen Eminenz.
L.: Eher eines Schweinepriesters.
M.: Das möchte ich überhört haben.

Wer teilt mir freiwillig seinen oberen IQ mit? *roflmao*

Über optimistische Schotten

M: Mach Liebe mit mir.
L: Geh ins Badezimmer.
M: Okay, lass uns einfach ficken.

* * *
L: Weißt du, warum es zu wenige Kinder gibt?
M: Werde ich mich nach der Antwort für dich fremdschämen?
L: Freilich.
M: Erzähl.
L: Früher hat man die Frau auf den Mund geküsst und in die Fotze gefickt. Jetzt ist alles umgekehrt.
M: Pfui. Wollen wir gleich unseren Beitrag zur Weiterentwicklung der modernen Gesellschaft leisten? Bitte! Bitte, bitte. Ich fang an.

Heute Morgen habe ich Mike angelächelt und mich gleichzeitig gewundert, was mit meiner Hose über Nacht passiert sei, dann hat er mich süffisant gefragt: „Und – stört es dich gar nicht, dass deine Hose eine Kapuze hat?“

Natürlich nicht! Ich habe schon immer gerne Hosen mit Kapuzen getragen. Ihr etwa nicht? :D

Schottische Philosophie

M: Memmen wuseln in Mösen. Männer ficken Fotzen – enge, nasse, glü­hende Fotzen, welche die Schwänze umschließen, als gäbe es keinen Morgen.
L: Du bist mein Prinz auf dem weißen Ross. Mit einer roten Rose…
M: … im Arsch.
L: Schwachkopf!
M: Und lass mich den Gedanken zu Ende führen.
L: Bloß nicht! Verschone mich.
M: Träum weiter, o Unglückliche! Die Suche nach dem Paradies, nach dem Sinn des Lebens, nach der Unsterblichkeit ist eine tri­vi­ale Schimäre, wenn du in die heiß geliebte Fotze hineinstichst und diesen süßlichen Schmerz spürst, kurz bevor die Zuckungen einsetzen und du abspritzt. Übrigens: als du die Zitronen vom Fußboden aufgesammelt hast, habe ich mir vorgestellt, wie ich in deinem Mund komme.

Ab nach Alberta. Den Philosophen nehme ich doch mit. In wessen göttlichen Augen würde ich mich sonst verlieren?

* * *
„Freust du dich auf die Huskys?“, fragt er mich. Der Vollidiot kapiert gar nichts.

A Declaration of Love?

M.: Wenn ich dich drei Tage lang nicht anfassen durfte, küsse ich in meinen Gedanken deinen Hals. Am sechsten Tag stelle ich mir vor, wie du mir einen bläst. Und beim Wiedersehen will ich bloß zwischen deinen Schenkeln kommen. Ohne Kondom, wenn es geht.
L.: Prinzessin!

Und man behauptet, Frauen wären launisch und inkonsequent.

Von Botschaftern & Betriebsräten

L.: Es gibt drei Dinge, die ich ewig betrachten könnte: fließendes Wasser, loderndes Feuer und ejakulierende Männer.
M.: Du Ferkel. Hast du in absehbarer Zeit vor, ein Buch mit deinen Aphorismen herauszugeben?
L.: Würdest du es lesen?
M.: Machst du Scherze? Ich bin ein Süchtiger. Ich würde monatelang vor dem Buchladen zelten, um ein Exemplar zu ergattern. Würdest du wie früher Autorenlesungen abhalten? Ich würde an allen Vorträgen teilnehmen, auch wenn ich danach Privatinsolvenz anmelden müsste. Ich bin optimistisch. Vielleicht lerne ich dich bei einem Vortrag kennen; du verliebst dich in mich unsterblich, kochst sonntags Spaghetti mit Fleischbällchen und holst mir einen runter. Sofort bitte, wenn es dir nicht allzu umständlich erscheint.
L.: Du bist und bleibst ein Schwachkopf.
M.: Warum bist du gemein zu mir? Wagst du es tatsächlich – grausam und erbarmungslos wie immer –, mir einen bescheidenen Wunsch zu verwehren? Ich lese dir jeden Wunsch von den Lippen ab. Ich unterstütze dich bei dem ehrgeizigen Vorhaben. Ich lasse das Wasser in der Küche laufen. Ich zünde Feuer im Kamin an. Ich ejakuliere für dich. Sag mal, Frau, schämst du dich nicht?
L.: Du bist ein edelmütiges Menschenwesen. Mir kommen die Tränen. Bitte vergib mir diesen schwachen Moment der Gleichgültigkeit. Ich bügle schnell die Schnürsenkel und wedle dir einen von der Palme.
M.: Mich beschleicht ein ungutes Gefühl. Ich verlange keine Perfektion von dir, wenn wir miteinander schlafen. Frag mich, was mir gefällt? Womöglich sehne ich mich insgeheim danach, dich so zu sehen, wie Gott dich in seiner unendlichen Weisheit geschaffen hat – verletzlich und mit zerknitterten Schnürsenkeln. Ihr Frauen verkompliziert Beziehungen. Wir Männer sind direkt. Uns wohnt die natürliche Schönheit inne. Wimperntusche, reichhaltige Tagescreme, maßgeschneiderter Anzug, handgefertigte Schuhe – und wir sind un…
L.: …ausstehlich.
M.: …widerstehlich. Unwiderstehlich. Hörst du schlecht?! Was ist los mit dir?
L.: Dir, mein Lieber, wohnt in erster Linie die angeborene Blödmannitis inne.
M.: Du magst mich trotzdem.
L.: Ja, aber nur aus Angst und Schrecken. Ich simuliere oft. Hände weg von meinem Höschen. Wer hat dich denn eingeladen? Wurdest du akkreditiert? Leg mir das Beglaubigungsschreiben vor.
M.: Once again? Hast du gerade unsere Ehe aufgelöst und dich zu einem souveränen Staat erklärt?
L.: Jawohl.
M.: Ich bin unsicher, wie ich darauf reagieren soll. Mir fehlen die Worte.
L.: Echt?
M.: Ja, aber die Herausforderung reizt mich. Um Missverständnisse zu vermeiden: Gehe ich recht in der Annahme, dass du der Empfangsstaat bist? Bin ich der Entsendestaat? Beglaubige ich mich bei dir selber als designierten Botschafter? Die Botschaft befindet sich demzufolge im Tal südlich des Venusberges. Keine Sorgen, ich bestehe nicht auf dem militärischen Zeremoniell. Den Weg finde ich schon allein. Okay. Listen up. „Der Gesandte bewunderte die Fassade der Botschaft.“ „Die Botschaft bereitete ihm einen wohlwollenden Empfang.“ „In der Botschaft bewegte er sich sanft und langsam.“ „Er merkte wohl, wie steif seine Haltung wurde, als die Tore der Botschaft sich öffneten.“
L.: Mich packt das kalte Grausen.
M.: Warte ab. „Sein Leben widmete er inbrünstig der Botschaft.“ „Die Wände der Botschaft zitterten und bebten heftig, noch bevor die Überschwemmung sich ankündigte.“
L.: Ich hasse dich. Ich hasse dich aus tiefstem Herzen, Michael.
M.: Deswegen lachst du? Liefere mir doch keine Vorlagen, Linda.
L.: Be quiet and shut the fuck up. I’ll do whatever you please.

Weiterlesen

10

Michael hatte mir ein kostbares Geschenk gemacht: die längste Nacht des Jahres, die wir zusammen verbrachten. Sanfte, verträumte Stunden der Zweisamkeit, in denen wir viele erquickliche Erinnerungen und zärtliche Augenblicke miteinander teilen konnten.

Ich entwendete Champagner und Beeren vom Betriebsfest. Er kochte für mich.

Die Luft roch nach Schnee. Das Himmelszelt war gespenstisch grau, aber das Kaminfeuer bot uns Schutz gegen die Schatten.

Man sagt, dass Liebe in der Stille erblühe und Glück im Verborgenen gedeihe, also sind meine Lippen versiegelt, obwohl mein Herz vor Freude tanzt.

Eine ruhige und friedvolle Weihnachtszeit wünsche ich allen.
__________
мгновение
בראשית (Deutsch, русский)

Ein Wunder der Schöpfung Mann

L.: Ausziehen. Hinlegen. Pronto!
M.: Vergiss es! Wirb um mich. Schenke mir Blumen. Führe mich aus. Lege mir die Welt zu Füßen. Ich bin nicht ein Stück Fleisch. Ich habe ein Herz.
L.: Was du nicht sagst. Das in deiner Hose?
M.: Nein, nicht das in meiner Hose. Shame on you, woman. The other one. Das in meiner Brust.

Moderne Männer sind so kompliziert und empfindsam.

Ich gehe heute mit diesem zarten Pflänzchen (über 1,90 groß, fast zwei Zentner schwer, kornblumenblaue Augen) ins Kino, wo er nach fünfzehn Minuten einschlafen wird. Im Anschluss daran lade ich ihn in unser italienisches Stammlokal ein, damit ich ihn mit Cocktails abfüllen kann. Und zum Ausklang des Abends fahre ich ihn heim, zerre in eine dunkle Ecke und versohle… falsches Ver­bum… und schüttele ihm leidenschaftlich die Hand. Er soll nicht erfahren, dass ich ihn nur seines schönen Körpers wegen anhimmle.

Geschlechtsspezifische Chancenlosigkeit

L.: Wozu frau einen Mann braucht… Wozu frau einen Mann braucht… Wozu frau einen Mann braucht? Lass mich nachdenken. Auf Anhieb fallen mir drei Gründe ein. Zum Ersten sind Männer stark und öffnen fest verschraubte Gläser ohne großen Kraftaufwand. Zum Zweiten schleppt frau sie überall mit. Beim Shoppen tragen sie z.B. die schweren Taschen. Zum Dritten wärmt sich frau an ihnen, jedes Mal wenn ihr kalt ist. Ja, das war’s.
M.: Hinreißend.
L.: Oh, warte. Mir fällt gerade der vierte Grund ein. Männer haben Penisse, was per se angenehm ist. Der Penis ist ein bemerkenswertes Schlafzimmergerät. Er wird groß und dick, sollte frau ihn liebkosen. Frau erlebt damit viel Lust. Sie kann mit ihm spielen. Ihn in ihre Hand oder den Mund nehmen. Er kann in ihren Körper eindringen. Willst du die Sexposition bestimmen, Baby?

* * *
L.: Was ich an Männern mag? Ihre Einfachheit. Männer sind simpel wie ihr Orgasmus. Nach außen hin gerichtet. Männer ejakulieren. Sie heucheln ihr sexuelles Vergnügen nicht vor. Sie sind, in der Hinsicht, tatsächlich ehrlicher und ehrenhafter als Frauen. Frauen simulieren. Blöde Mösen!
M.: Simulierst du?
L.: Würde dir so passen. Ich bin keine Frau. Ich bin ein Drache. Also: Lecken, lecken, lecken – und dann zum Höhepunkt ficken. Witzbold!

Geflüster aus kuscheliger Gosse

L.: Michael, du weißt doch alles.
M.: Fast alles. Ich versuche seit Jahrzehnten herauszufinden, wer du bist, aber es muss dich nicht verwirren. Das ist meine eigene Suche nach dem Sinn des Lebens. Was interessiert dich?
L.: Existiert Gott?
M.: Gott des Monotheismus? Der Schöpfer? Nein. Es existiert eine Myriade Götter, allesamt entworfen nach dem Ebenbild und dem Bildnis des Menschen.
L.: Nett. Geradezu hoffnungsfreudig. Wie wichst man richtig im Weltall?
M.: Oi*, Linda! Jedoch – ein umwerfender Gedankensprung. Respekt.
L.: Was? Tue nicht so scheinheilig. Wir haben längst begriffen, wozu du dich mit zwölf gerne im Badezimmer einsperrtes.
M.: Hole deine Gedanken aus der Gosse, Frau. Ich betete.
L.: Zu welchem Gott, Ketzer?
M.: Zu meiner damaligen Vorstellung von dir. Ich wundere mich bis heute, wie ich die finstere Zeit des Sturm und Drang unbeschadet überstanden und mich nicht zu Tode onaniert habe.
L.: Das ist ekelhaft.
M.: Mir hat’s gefallen, aber zurück zu der Frage. Ich bezweifle stark, dass Männer eine Erektion ohne Schwerkraft zu Stande bringen würden.
L.: Überlege mal, du bist in der Raumstation mit dem herrlichsten Ausblick auf den blauen Planeten. Du fasst dich an und es passiert rein gar nichts. What a pity.
M.: Der Zusammenhang zwischen Erde und Geilheit entzieht sich meinem Verständnis. Die Message ist trotzdem klar. Nach mehreren Monaten der Enthaltsamkeit würde ich mir auch den Gnadenschuss geben. Außerdem trinken Astronauten recycelten Urin.
L.: Was essen sie? Recycelte Scheiße?
M.: Den Fraß aus Tuben und Plastiktüten. Und ich bin ekelhaft? Unfassbar.
L.: Weiche nicht dem Thema aus. Also ist dieser Beruf im Grunde etwas für harte Männer.
M.: Witzig. „Harte“. Ha-ha. Eher für Schlappschwänze und Weicheier. Hast du weitere substanzielle Fragen?
L.: Vielleicht, bloß wird gleich der Wecker klingeln.

* * *
L.: Ich habe die ganze Nacht von dir geträumt.
M.: Wie entsetzlich. Mich packt das kalte Grausen. Was habe ich getrieben?
L.: Du hieß Daniel.
M.: Aber natürlich. Warum sollte ich Michael heißen, wenn es Daniel gibt?
L.: Wir haben uns nicht anstößig verhalten.
M.: Vielen Dank. Sehr rücksichtsvoll.
L.: Wovon hast du denn geträumt?
L.: Vom Wichsen im Weltall.
L.: Mein armes Baby. War das ein Alptraum? Brauchst du Trost?
M.: Halte den Rand und bereite das Frühstück zu. Von Daniel hat sie geträumt… Und ich bin ekelhaft…

* * *
M.: Ich warte seit zwanzig Minuten.
L.: You’re welcome! Ich hätte mich beinahe um vierzig Minuten verspätet. Motze nicht, umarme mich.
M.: Du bist kalt. Bist du die Schneekönigin? Bist du zu Fuß gegangen?
L.: Nein, ich habe mich zu einem Nickerchen in die Tiefkühltruhe gelegt.
M.: Meine Güte, ich habe tatsächlich die Schneekönigin gefickt. Ich verkaufe die Firma und schreibe ab sofort Ratgeber für Männer ohne Furcht und Tadel. Wenn ich daran nur denke…
L.: Shut up, Kai. Denk lieber daran, dass die Schneekönigin dich in ihrem Mund hat kommen lassen.
M.: Ich bedanke mich herzlich für die Erfahrung. Du hast übrigens den uralten Konflikt zwischen meinem Penis und meinem Gehirn neu entfacht. Wait a moment. Aha. Das primordiale Gehirn streckt gerade den präfrontalen Cortex nieder und kommandiert das Blut in die strategisch relevante geopolitische Südhemisphäre ab. Houston, we have a problem. Amüsiere dich ruhig. Was verstehst du schon von den Unannehmlichkeiten, mit denen ich lebe.
L.: Fertig? Du bist ein Schmock. „I’m getting hard.“ hätte genügt.
M.: Hätte es nicht. Ich bin ein komplexes Wesen. Hör zu. Du darfst zwischen zwei Optionen wählen. Die erste: wir fahren zu mir und ficken im Büro. Die zweite: wir fahren zu dir, ich vernachlässige die Pflichten, feuere mich deswegen und du gewöhnst dich an einen arbeitslosen Schnorrer, der nackt herumläuft.
L.: Ich entscheide mich für die dritte Option. Fick dich ins Knie, mein Pfirsich.
M.: Und ich bin ekelhaft? Unfassbar. „Fick dich ins Knie, mein Pfirsich.“ Eine rhetorische Hochleistung. Wahrlich. Ich bin beeindruckt und deinem Zauber verfallen. Du bist so obszön, meine Mango.
L.: Ha-ha. Nicht witzig. Wo schaust du bitte hin?
M.: Na weg. Nicht auf deine Lippen. Will mich beruhigen, bevor ich mich ins Knie ficke.
L.: Fühlst du dich gekränkt?
M.: I hate you, my cruel killjoy.
L.: I hate you, too, my hopeless romantic. Wirst du mich nicht zum Abschied küssen?
M.: Küss dich selbst. Koste deinen Triumph aus. Um Mitternacht sehen wir uns im Bett wieder.

Wenn ich mich nicht täusche, sind es noch sieben Stunden ;)
__________
*Oi – British interjection as expression of disapproval

Lucky Me

M.: You are remarkable. I definitely mean it. You are tougher than any guy I’ve ever met. You often land yourself in a lot of trouble. You are a rebel! A rebel and a tomboy.
L.: Is that right?
M.: Well. Actually, I saw you evolving into this strong extraordinary woman.
L.: Did you? Lucky me.
M.: No, the other way round. Lucky me, for you have given me hope. I love you to infinity and beyond. I’m truly grateful for all the strength, encouragement, happiness and adventure you bring to my life. The hours spent with you are incredibly precious. What?! Why are you smiling so sweetly? Come on, just don’t hold back and shout it out loud. ‚You are such an idiot.‘ I agree, but let me tell you. It doesn’t change anything.

At this point it’s obvious to me that I’m keeping my husband, although he’s an arrogant bastard and I’m covered with hematomas, scratches, bite marks, and love bruises. I look pretty much like a cheetah.

Why did I have to say, don’t be easy on me, I can take it?

Bench workout (half an hour), stair workout (half an hour), Krav Maga, weapons, jogging with the hounds of hell.

* * *
Entweder sterbe ich am Wochenende oder trete dem Royal Regiment of Scotland bei.

Bärchen hat mir den Befehl erteilt kein meckernder Waschlappen zu sein. Sie geht nämlich als Anführerin der Konföderierten Drachenstämme des Orion zu einer Halloween-Party und wird keine Schwächlinge in der eigenen Sippe dulden *seufz*.

Also lese ich „Sniper Training“ und denke an die gesegnete Zeit, als Michael mich geliebt und nicht durch die Stadt gejagt hat. Mit Kratzern, Bissspuren und Knutschflecken habe ich mich abgefunden, obwohl ich immer noch zögere auf die Frage zu antworten: „Was, um Himmels willen, macht er mit dir?“ – denn bekanntlich hadere ich nie mit dem Schicksal.

Ahoi! Ahoi! Frau über Bord!

L.: Yey, Deutschland hat mich wieder.
M.: Oh bitte, sogar dieses Land hat eine solche biblische Plage nicht verdient.
L.: Sehr nett. Nur du bist im Stande Fürsorge und Gemeinheit in einem Satz unterzubringen.
M.: Dabei mache ich mir überhaupt keine Mühe. Es passiert einfach so, aus dem Stegreif. Ich bin ein Naturtalent.
L.: Ja… Nicht jeder von uns teilt diese Begeisterung. Niemand von uns lügt dermaßen enthusiastisch wie du. Wir treffen jetzt eine Vereinbarung. Okay? In den nächsten Wochen benimmst du dich wie ein taktvoller, höflicher, gebildeter Mann. Du wirfst mich nicht über die Schulter und schleppst in die Höhle, während zufällige Fußgänger uns verdutzt anglotzen. Du benutzt keine Redewendungen à la „Nix sprechen Deitsch“. Du behauptest nicht, dein Name wäre Horst, Gundolf oder Siegenot. Du berichtest keiner Menschenseele von deiner Arbeit als Nachtwächter in einer geschlossenen Irrenanstalt. Es ist nicht witzig.
M.: Das sehe ich anders. Womit würdigst du meine Folgsamkeit? Schläfst du mit mir einmal täglich und bläst mir zweimal täglich einen? Ich bin fair. Schlag ein!
L.: Du ahnungsloser Träumer! Dafür verprügle ich dich nicht zweimal täglich mit einer gusseisernen Bratpfanne und ziehe dir nicht einmal täglich mit einem Nudelholz eins über den Kopf.
M.: Du gemeiner Giftzwerg! Erinnerst du dich noch ab und zu, dass ich die Liebe deines Lebens und der Vater deiner Kinder bin?
L.: Streng dich an, sei ein Schatz, blamiere mich nicht!
M.: Keine Sorge, das schaffst du auch ohne meine Hilfe.

* * *
Also, Deutschland hat mich nach zwölf Monaten wieder. Schöne Grüße aus Schleswig-Holstein ;)

Meine Horrorzwerge sind vorerst bei den Großeltern auf der Insel der Wolken geblieben und lehren die Schotten das Fürchten.

In den letzten sechs Jahren sind wir mit Michael selten allein gewesen. Wir sind nie zu zweit verreist. Es fühlt sich ungewohnt an, deswegen skype ich ständig mit meiner Schwiegermutter. Wahrscheinlich nerve ich sie.

Morgen werden wir in See stechen, und sie wird ihre Ruhe haben.

Kennt ihr gute Seemannslieder?

Eine Wetterprophetie

L.: Wach auf. Waaach auf. Michael, wach auf!
M.: Belästige mich nicht, Frau. Ich habe keine Lust.
L.: Was für eine epochale Neuigkeit. Seit wann das denn?
M.: Fortschreitendes Alter. Existenzielle Erschöpfung. Alzheimer. Das ist eine Krankheit, bei der ein Mann in eine Frau eindringt und sofort vergisst wozu.
L.: Besteht eine klitzekleine Möglichkeit, dass du dich irgendwann änderst? Darf ich träumen? Dreh dich jetzt auf die Seite und schlaf ruhig weiter.
M.: Warte! Warte. Waaarte… Ich horche in mich hinein, horch‘ in mich hinein, horch‘ in mich hinein… Ich hätte doch Lust. Fang an mich wieder zu belästigen.

* * *
L.: Erkläre dich bitte. Was treibst du da gerade?
M.: Ich ziehe dir das Höschen aus.
L.: Ginge das auch ohne Vandalismus? Zuerst höflich fragen, dann sich mir zärtlich nähern.
M.: Mein Engel, meine Königin, meine Göttin, voller Demut flehe ich euch an. Seid gnädig und lasst mich an eurem Quell der Erkenntnis laben.
L.: Idiot.
M.: Gestattet mir, euren unschuldigen Leib, welcher sich der Wollust und dem ungezügelten Sinnenrausch noch nicht hingegeben hat, mit sündigen Liebkosungen zu entflammen, auf dass sich eure Bestimmung offenbare?
L.: Vollidiot!
M.: So, mir reicht’s! Ich bin bedient. Sieh zu, wie du ohne einen zweiten Orgasmus auskommst.
L.: Willst du vielleicht auf der Couch im Wohnzimmer schlafen?
M.: Nein. Warte! Warte. Waaarte… Ich horche in mich hinein, horch‘ in mich hinein, horch‘ in mich hinein… Du musst nicht ohne einen zweiten Orgasmus auskommen.

Es ist sonnig mit Aussicht auf erhöhte Atemfrequenz, rhythmische Muskelkontraktionen und Freisetzung angestauter sexueller Energie.

Die Sterne verheißen schlaflose Nächte und prächtige Sonnenaufgänge.

Zwei Deppen auf einem Übungsgelände

L.: Ich wollte dich noch fragen…
M.: Ja!
L.: Was „ja“?
M.: Ja, ich habe Kondome dabei und würde liebend gern mit dir schlafen.
L.: Warum hast du denn Kondome dabei?
M.: Man weiß nie, wann sich die Gelegenheit ergibt.
L.: Mit mir? Auf dem Übungsgelände?
M.: Nein. Mit unserem pensionierten Nachbarn. Im Treppenhaus. Wir haben eine heftige Zuneigung zueinander gefasst.
L.: Du bist so ein Schwachkopf! Wirst du irgendwann erwachsen?
M.: Ich bin erwachsen, ernsthaft, verantwortungsbewusst. Glaubst du, ich sollte ihm zuerst Blumen schenken?

* * *
L.: Bist du stolz auf mich, Honey?
M.: Ich bin immer stolz auf dich, Baby! Ich lade jetzt die Waffe neu, und du versuchst diesmal das Ziel nicht zu verfehlen.
L.: Ich habe doch das Ziel nicht verfehlt.
M.: Jaaa… Folgendes: Die meisten Angreifer gehen ohne einen weißen Nimbus neben oder über dem Kopf spazieren. Hör auf zu lachen. Konzentriere dich! Du musst die schwarze Mitte treffen.
L.: Sei nett zu mir, sonst könnte ich dich zufällig treffen.
M.: Das traue ich dir zu, aber es wäre schade um die Kondome.

* * *
L.: Balze mich nicht am Schießstand an. Das ist Erregung öffentlichen Ärgernisses.
M.: Sag nicht „Erregung“. Es macht mich geil.
L.: Dich macht doch alles geil. Ich wundere mich, wie du überhaupt den Tag bei so vielen Reizen überstehst.
M.: Mein Leben ist hart.
L.: Sag nicht „hart“. Es macht mich geil.

* * *
M.: (zu einem Freund) Die Hübsche… Mit den wunderschönen Augen… Siehst du?
L.: Zieh mich da bitte nicht mit hinein!
M.: Das ist meine Stalkerin. Sie heißt Linda. Sie hat fünf Kinder und ist deswegen ein wenig verzweifelt. Gierig nach Nähe. Ständig geil. Raubt mir im Bett den Verstand. Ich gebe zu. Sie hat mir hartnäckig nachgestellt. Sie hat mir vor meiner Wohnung aufgelauert. Ich habe mich lange dagegen gewährt. Ich bin schwach. Ich betrüge meine Frau mit ihr.
L.: Wer bist du? Verschwinde!

* * *
L.: Fuck. Fuck. Fuck. Fuck. Fuck. Verfickte Scheiße!
XY: (verdutzt) Was war das?
M.: Was? Ach das? Lindas Tourette-Syndrom hat sich mal wieder verschlimmert.

* * *
XY: Sie kennt nur beide Extreme: Entweder schreibt sie über Wolken, Regen, Feen oder übers Ficken.
M.: Manchmal schreibt sie auch übers Ficken mit Feen. Beim Regen. Auf den Wolken. Sie ist ziemlich erfinderisch.

Bald ist Sommer. Wir sind glücklich. Das Notebook verstaubt seit geraumer Zeit auf dem Sekretär.

Ist das kein gutes Zeichen? ;)

Bebumsen, verliebhabern, umbeinen

oder Wie man die deutsche Sprache ungebetenerweise bereichert

L.: Beschwere dich nicht. Du wirst jeden Tag bekocht und…
M.: … bebumst.
L.: Das Wort gibt es nicht.
M.: Vielleicht nicht in deinem Vokabular. Ich benutze es häufig.
L.: Was habe ich verbrochen? Womit habe ich dich verdient?
M.: Mit gar nichts. Ich war ein Geschenk des Himmels.
L.: Sag doch die Wahrheit. Die da oben hatten dich satt und setzten vor die Tür.
M.: Mag sein, aber zur richtigen Zeit und am richtigen Ort, denn du bist mir begegnet, hast mich empfangen, gewaschen, wohl gespeist, mit Zuneigung getränkt und mit Wonne gekrönt. Und dann machst du noch diese schöne Sache mit deinem Mund und meinem…
L.: Geh weg. Ich kenne dich nicht. Und denke bloß nicht, ich hätte Jesus Sirach* nicht identifiziert, du Plagiator.
M.: Ich habe nicht plagiiert. Ich habe interpretiert. Übrigens steht bei Sirach nichts über Blowjobs drin. Warum seufzt du, Baby?
L.: Ach, nur so. Ich stoße gerade Flüche gen Himmel aus als Danksagung für das wunderbare Geschenk, welches mir zuteilwurde.
M.: Aber liebevoll – richtig?
L.: Du hast ja keine Ahnung, Freundchen!
M.: Also bist du mir nicht mehr böse und wir vertöchtern uns. Hab‘ ich Recht?
L.: Das Wort existiert nicht.
M.: Wieso „versöhnen“? Wieso nicht „vertanten“ oder „veronkeln“?
L.: Michael!
M.: Der Name existiert aber. Dessen bin ich mir ziemlich sicher. Hebräisch. Heißt übersetzt „Wer ist wie Gott?“. Schaue nicht so düster drein. Wir verliebhabern uns. In Ordnung? Nein? Vergeliebten?
L.: Ich töte dich gleich.
M.: Durch Sex?
L.: Mit Zyankali.
M.: Bemerkenswert, dass du Zyankali ständig bei sich führst. Umbeine mich lieber.
L.: Was bedeutet das schon wieder?
M.: Ganz simpel. Das Verbum „umbeinen“ ist ein schwaches Verbum. Ungefähr wie du, wenn du geil bist, aber nicht so hübsch. Roll nicht mit den Augen. Es verwirrt mich. Solltest du nicht einen Konspekt anfertigen?
L.: Ich verzichte.
M.: As you wish. Weiter. Das Verbum wird wie folgt getrennt: um|bei|nen. Es wird von einer kleinen schottischen Minderheit…
L.: … die praktisch aus einem Hohlkopf besteht…
M.: Frau, unterbrich mich nicht! Es wird von einer kleinen schottischen Minderheit, die praktisch aus einem Hohlkopf besteht und in Berlin beheimatet ist, gesprochen. Es bedeutet „jemanden fest an sich drücken und seine Hüften mit den Beinen umschließen“. Manchmal unter der Dusche. Komm mit. Den Wortgebrauch veranschauliche ich anhand verschiedener Beispiele. Du assistierst.

Falls ich ihn heute Nacht nicht mit einem Kissen ersticke, weil er mich in den Wahnsinn getrieben hat, fliegt er morgen nach München, und ich werde ihn unglaublich vermissen.
__________
*Ecclesiasticus 15, 1–6

Eine Liebeserklärung

Weil eine Frau, die liebt und geliebt wird, paradiesisch schön ist. Weil die Luft um diese verliebte Frau mit Licht überflutet und mit Wärme durchtränkt ist. Weil sie lächelt, weil ihr Antlitz strahlt, weil ihre Haut schimmert, und leuchtet, und einen betörenden Duft verströmt. Weil Du diese Frau bist. Weil Dein Duft mich anlockt wie einen Schmetterling, und ich mir nicht zu helfen weiß. Ich kreise und flattere um Dich herum. Ich habe keine Angst zu verbrennen, – und fange doch Feuer, und lodere.

Du bist begehrenswert und zerbrechlich. Du bist begehrenswert zerbrechlich. Ein Geheimnis blüht in Dir auf. Du willst Deine Liebe verbergen wie einen kostbaren Schatz; sie beschützen wie einen Neugeborenen und behüten wie ein Wunder. Du willst es, aber es gelingt Dir nicht. Es ist gänzlich unmöglich. Du kannst nicht Deine Liebe in ein Glas füllen, sie mit einem Deckel verschrauben und in einem finsteren Verlies einkerkern.

Du bist Liebe, und Liebe ist Du. Liebe bedeutet Halt. Die Liebe badet Dich in wiegenden Wellen und bettet auf Wolken. Die Liebe erhellt Dich von innen und umhüllt von außen, perlt von Deiner Stirn und tropft aus allen Poren. Diese Liebe hat sich erfüllt. Sie singt, jubelt und triumphiert. Sie ist göttlich, vollkommen und tadellos. Diese Liebe sprengt mit ihrer Kraft die Ketten, öffnet alle Käfigtüren, steigt in den Himmel empor wie ein Vogel und bringt die Himmelshöhen auf die Erde hernieder.

Und mich verlangt nach Dir, weil ich ohne Dich nicht atmen kann, und mich dürstet nach Dir, weil ich Dir verfallen bin, und mich hungert nach Deiner Nähe. Ich will über Deine Schönheit staunen, Dich spüren, in Dir sein, – sein. Ich will Dich nehmen, in Dich eintauchen, vollständig mit Dir verschmelzen. Ich will mich aufgeben, mich Dir hingeben in zügelloser Leidenschaft.

Ich will mit Dir schlafen, während ich Auto fahre, arbeite, esse, lese oder ausgehe, während ich träume, wachträume oder albträume, während ich Dich umarme, Dich herze, mich an Dich schmiege. Ich will mit Dir schlafen, während ich beim Sonnenaufgang wach im Bett liege und die Sterne anstarre, die am Fenster vorbeisegeln. Ich will mit Dir schlafen, während ich einschlafe, aufwache, schlafe oder mit Dir schlafe. Rund um die Uhr. Tag und Nacht. Du bist mein einziger Gedanke.

Ich will mit Dir sein, ich will bei Dir sein, Dich berühren, anfassen, streicheln und an mich drücken. Wenn Du nach einer Nacht der Verzückung in meinen Armen sanft eingeschlummert bist, schaue ich Dich an, lausche Deinem Atem, bis mich plötzlich das Glück überwältigt, und ich beinahe vor Liebe zerberste, Deine Hüfte umschließe, eine Haarlocke aus Deinem Gesicht streiche, mit meinen Fingerkuppen die Konturen Deines Mundes nachziehe und heimlich Deine Augen küsse.

Und wenn ich nicht bei Dir bin, dann denke ich an Dich. Ich denke an Deine Muttermale, an Deine Lippen, an die feinsten Äderchen an Deiner Schläfe, an den Pulsschlag an Deinem Hals, an die Kuhle zwischen Deinen Schlüsselbeinen, die ich gierig mit meinen Liebkosungen übersäe, an die zarte Linie Deiner Achselhöhle, an Deine Brüste, an Deine Hände, an Deinen Bauchnabel, an Deinen Schoß, der zu meinem Elysium, meinem Lebenselixier, meiner Heimat geworden ist.

Und die Vergangenheit überlebt nicht, und die Hölle weicht zurück. Du überschwemmst mich mit Deiner Liebe, linderst meine Schmerzen und reinigst mich von meinem Heidentum. Ich vergesse den Tod, entsage dem Hass und erfinde eine neue Sprache — eine wilde, blumige Sprache, die nach Dir schmeckt, nach Dir riecht, nach Deinem Körper lechzt und in Deiner Seele Geborgenheit findet. Ich. Lebe. Keine Zweifel plagen mich. Ich kenne keine Furcht. Ich verbrenne zu Asche und werde wiedergeboren. Ich bin fast unsterblich geworden.

Weil. Ich. Dich. Liebe. © Mike

Über Geheimnisse einer Ehe

XY: Was schätzt du an einem Mann?
L.: Starke Hände, einen harten Schwanz und natürlich seine inneren Werte.
M.: Du bist eine Romantikerin, Baby. Hättest du Novalis gevögelt, würde sich „Heinrich von Ofterdingen“ spannender lesen. Was ist los?
L.: Ruhe! Ich versuche vergeblich vor Ehrerbietung und Demut zu erröten. Wie es sich für eine Frau geziemt.

* * *
L.: Sicher. Ich kann meine Äußerung ausführlich erläutern. Männer gehören zu der Hälfte der Menschheit, die beim Wichsen urkomisch aussieht, aber gleichzeitig einen phänomenal faszinierenden Orgasmus erlebt, wenn Frauen sie mit ihren Händen verwöhnen.
M.: Stimmt nicht. Bei mir verhält es sich umgekehrt. Beim Wichsen sehe ich ungeheuer würdevoll aus. Bei einem Handjob gebe ich jegliche Kontrolle ab. Ich lasse dich gewähren.
L.: Ja, weil du ein Vollidiot bist.
M.: Ist dir bewusst, dass du diesen Vollidioten geheiratet hast?
L.: Ein bedauerlicher Fehler. Wie kam es dazu?
M.: Rate mal. Du spreiztest deine Beine und vergaß die Verhütung.
L.: Ich dachte, du hättest mich aus Liebe geheiratet, nicht weil mein Bauch wuchs.
M.: Was du für Gedanken hegst. Nein, nur wegen dem Kind. Du gefällst mir aber. Ein wenig.
L.: Reizend. Mir kommen gleich die Tränen. Ich bin gerührt und fühle mich so gesegnet.
M.: Ich bin ein charmanter Typ. Zu welcher Hälfte der Menschheit gehören nun Frauen?
L.: Du bist doch ein Mathegenie. Was ist das für eine doofe Frage? Zweifelsohne gehören sie zu der anderen Hälfte der Menschheit. Bei einem Höhepunkt sehen sie immer entzückend aus. Wichsen tun sie schon gar nicht. Sie sind reine, märchenhafte Geschöpfe.
M.: Und Männer sind Trolle von unter der Brücke.
L.: Genau! Das ist nebenbei eines der Geheimnisse unserer Ehe: Wir verstehen uns blind.

Eigentlich haben wir überlegt, uns ein intellektuelles Hobby oder eine niveauvolle Freizeitbeschäftigung zuzulegen, aber stattdessen werden wir am Freitag das Übungsgelände aufsuchen. Eventuell werde ich Mike auch verprügeln, denn die Ärzte haben mir erlaubt, wieder Sport zu treiben.

Selber schuld wohlgemerkt. Er hat mir schließlich beigebracht, wie frau* kämpft.
__________
*kein Tribut an Feminismus, scheint mir einfach angebracht zu sein

בְּרֵאשִׁית

das Mondlicht breitete seinen schimmernden Teppich auf dem kalten Boden aus . die Eichen entwarfen Bildwirkereien mit silbernen Schatten auf nackten Wänden . die unsichtbare Entfernung zwischen Dir und mir erhellten die Sterne

wie unverschämt glücklich konnten wir doch sein . in einem tadellos leeren Zimmer . in dieser letzten . in dieser ersten Nacht

В начале

You’re a fool, Φιλύρα!

„Wie kannst du mich nur lieben? Ich bin schwach, erschöpft, wankelmütig und charakterlos. Ich. Bin. Völlig. Unnütz.“
„You’re a fool, Φιλύρα! Other than that you’re the best wife in all possible worlds. Du bist nicht schwach. Du bist ein bisschen erschöpft. Du bist weder wankelmütig noch charakterlos. Dich zu lieben ist leicht. Wenn du so willst, bist du meine Karyatide.“
„Versteinerte Hure?“
„Keine versteinerte Hure. Steinerne Göttin. Hör auf mit dem Blödsinn. Du bist meine Galionsfigur, meine Nymphe und meine Hyade, Gebieterin über meine Sieben Meere. Du beschützt meine Galeone vor den steilen Felsen, gefährlichen Riffen und wütenden Sturmwinden. Ohne dich versänke ich auf dem Meeresgrund.“
„Auf dem Meeresgrund sind Ruhe und Geborgenheit.“
„Auf dem Meeresgrund sind Hoffnungslosigkeit und Tod. Ich könnte dich gar nicht lieben, wenn du keine Sonne wärst. Wenn wir zusammen sind, erfüllst du meine Seele mit Licht und Wärme. Wenn wir getrennt sind, bist du meine Armillarsphäre, mein Astrolabium, mein Polarstern. Für dich schlägt mein Herz. Nach dir richten sich meine Gedanken. Zu dir führen alle meine Pfade. Dank dir finde ich jedes Mal aus dem Labyrinth der Verzweiflung zurück ins Leben, meine launische Ariadne. Wegen meiner Liebe zu dir glaube ich an Gott und an den Himmel. Ich liebe dich, Φιλύρα! Bitte weine nicht, es ist halb drei.“
„Ich weine nicht. Ich bin unendlich traurig.“
„Take off your nightie. I’ll show you the way to paradise.“
„Schwachkopf.“
„Ich kann dich leise lächeln hören…“
„Und ich kann dich sehr gut leiden…“

Ты – дурочка, Φιλύρα!