Über Sexfantasien

L.: Ich habe gerade einen russischen Artikel gelesen. Angela Merkel, Schönheit, Herzensbrecherin, Pionierin. I will never be the same again.
M.: Was glaubst du, an wen ich beim Sex denke?
L.: Schön. Ich habe mich für Peter Altmaier entschieden.
M.: Nett. Würdevoll, charismatisch, sinnliche Lippen.
L.: Idiot.

In zehn Tagen hat er Geburtstag. Ich schlucke momentan alles… hinunter. Hingebungsvoll, demütig, gehorsam. Bin ich keine großartige Ehefrau?

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In Demut und Reue

N.: Und? Wo wart ihr?
L.: Geht dich nichts an.
N.: War es schön?
L.: Halt die Klappe.
N.: Du hast da was Weißes am Mund. Geflunkert. Ha-ha. Zu spät.
L.: Ich warte einfach ab, bis du abgelenkt bist. Dann bist du dran.
N.: Kann ich für zehn Minuten dein Mann sein?
L.: Nein, kannst du nicht, Schwiegerschwager. Sei brav.
N.: Ich schäme mich sehr für dich. Ha-ha. Zu langsam.
L.: Ärgere mich nur weiter und ich verpasse dir ein Veilchen.
N.: Mir wurde nie einer in der Frauenumkleide geblasen. Ich bin neidisch.
L.: Komm mit. Ich blase dir einen in der Frauenumkleide.
N.: Nutze nicht meine Gutgläubigkeit aus, um mich in eine Falle zu locken. Verglichen mit dir bin ich ein Heiliger.
L.: Aha. Ich sehe deutlich die Gloriole.

* * *
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Lucien

Having fun. Making friends. Mein Mann hat die Nachbarn angezeigt. Lucien wurde daraufhin ausgesetzt und ist mit Donna wieder vereint.

Ja, Lucie sind die Eier gewachsen. Die Enttäuschung ist klein ;D Michael hat vorgeschlagen, ihn in Tutanchamun, Assurbanipal oder Nebukadnezar umzubenennen.

L.: Benenne du dich in Tutanchamun, Assurbanipal oder Nebukadnezar um.
M.: Das sind schöne Namen. Nicht jüdisch genug für meinen Geschmack.
L.: Nebukadnezar ist im Tanach erwähnt.
M.: Trotzdem war er ein babylonischer Tyrann, kein Judäer.
L.: Du glaubst an gar nichts, schon vergessen?
M.: Das ist eine Lüge. Ich glaube z.B. an deine
L.: Nein! Sprich das Wort nicht aus.
M.: Heuchlerin! Unterstelle mir nichts gefälligst.

Ich hoffe, der Winzling ist jetzt sicherer. Kreuzt die Finger.

* * *
Ich gebe zu, dass Michael am dritten Tag nach der Geburt behauptet hat, Lucie sei Lucien. Ich habe ihn ausgelacht. Dafür werde ich büßen.

M.: Das Kätzchen mit dem weißen Bauch ist übrigens männlich.
L.: Nein, das ist ein Weibchen.
M.: Nein, das ist ein Männchen. So etwas habe ich auch. Ich zeige es dir gerne.
L.: Ich verzichte. Ich habe schon alles gesehen. Du hattest mir sogar mal ein Bild geschickt, kurz bevor du um vier Uhr nachts zu Hause erschienst, nach Whisky und Zigarren riechend, mir zwischen die Beine fasstest und deinen Pokergewinn für Sex anbotst.
M.: Hm. Das Spiel war super. Was habe ich abkassiert. Du hast mich zum Teufel gejagt. Das war unhöflich. Das hat mich gekränkt. Hast du das Bild behalten?
L.: Natürlich. Ich lasse es mir im September tätowieren, gleich neben dem Löwen Judas.
M.: Ich fühle mich geehrt. Ich bin sprachlos.
L.: Aha. Scher dich doch zum Teufel.

Ich ziehe mich gleich aus und schlafe auf der Veranda. Süße Träume! Spannen ist erlaubt!

Служебный роман

Л.: Ты жутко милый. И жутко обаятельный. Улыбнись. Ну, улыбнись! Держи. Бутерброд. С шоколадным маслом. Вкусный.
М.: Ты что творишь?
Л.: Под стол ползу. От работы отлыниваю. От Маркуса прячусь. Ты ешь бутерброд. Не стесняйся. Потом приползай ко мне. Мучительно сладки запретные ласки. Улыбнись еще разок. Озари душу любовью. Мне нужен лед.
М.: Для чего? Для напитка?
Л.: Для моих трусиков.
М.: Вот зачем ты меня распаляешь?
Л.: Я неприлично вредная. Я отчаянно влюблена в женатого. Я потеряла из-за тебя голову. Умен, как бог. Красив, как бог. Ебешься, как шотландский клейдесдаль. Знаю я. Знаю. Нехуй ебстись, где попадя. Бесстыжая! Счастливая! Голову теряю, когда обнимаешь. Сердце колотится. Колени подгибаются. Растекаюсь, когда целуешь. А хочешь, я минет тебе сделаю? Да погоди ты ремень расстегивать. Я сейчас единорога своего выгуляю – и вернусь. Мигом вернусь. Не сомневайся.
М.: Почему ты такая неприлично вредная? Не уходи. Не уходи, пожалуйста.
Л.: Ночью, в объятиях другого, я буду думать о тебе. Жутко милый… Жутко обаятельный…

Не особо ты мне и нравишься. Нечего зазнаваться.

Eine Sympathiebekundung


Ich hatte ihn beobachtet. Als er noch im Schlaf war. Kurz bevor der Wecker klingelte. Ich liebe ihn so sehr, dass es wehtut. Meinen Ehemann, meinen Gefährten, meinen Geliebten. Er hat überwältigende Wunder vollbracht. Er hat mir die Kinder geschenkt. Er hat für mich ein ganzes Königreich erschaffen.

Я бесконечно благодарна тебе за эту жизнь, Миша! Я никогда не смогу воздать тебе по заслугам.

FFF

L.: Wir haben nichts Besonderes gemacht. Wir haben so viel Zeit miteinander verbracht. Das ist wichtig. Das ist kostbar. Also – Fressen, Ficken, F… F…
M.: Fschlafen.
L.: Allmählich gewinne ich den deutschen Dialekt der kleinen schottischen Minderheit, die praktisch aus einem Hohlkopf besteht und in Berlin in Edinburgh beheimatet ist, lieb. Ihr habt für alles ein Wort.
M.: Wir sind schon großartig.

Der großartige Kerl bleibt im Büro. Nate und ich gehen zur Teambesprechung.

Tha gràdh mòr agam ort mo cridhe

Добрый, ласковый, любимый смущается: „Эрон спросил, как у тебя дела, а меня выбило из колеи и в голове вертится: ‚8Со мною с Ливана, невеста! со мною иди с Ливана! спеши с вершины Аманы, с вершины Сенира и Ермона, от логовищ львиных, от гор барсовых! 9Пленила ты сердце мое…‘ И последняя ночь. И дождь по окнам. И больше ничего путного“.

***
Люблю, люблю, люблю.

Люблю тебя за то, что ты такой.

За то, что ты такой громадный, за то, что ты такой сильный, за то, что ты такой хрупкий, ранимый, беззащитный. За сердце твое и за душу. За то, что смотришь — и видишь. За то, что слышишь каждый сдавленный стон моего сердца и чувствуешь любое тектоническое движение моей души. За то, что умеешь держать. За то, что умеешь прощать. За то, что умеешь верить.

За брови твои черные, за глаза твои синие, от взгляда которых я разливаюсь и превращаюсь в древний океан. За губы твои алые, от горячих поцелуев которых тают силурийские ледники. За руки крепкие, за пальцы тонкие, от прикосновений которых на моем животе вырастают подснежники. За тело красивое, топографию которого я изучила лучше своей собственной. За все шрамы, за все родинки.

За детей наших.

За умение собирать меня как византийскую мозаику, не забыв и самого крохотного камешка, нанизывать на нити мои чувства, настроения, эмоции, не потеряв ни единой бусинки. За нежность, терпение, немое понимание. За искренние слова и золотое молчание. За слезы горя и радости. За самые сокровенные тайны. За рассветы и за закаты. За вечную зиму в Финляндии и за знойное египетское лето. За берлинскую рубиновую осень. За антрацитовый Эдинбург.

За то, что поднимаешь, когда я падаю.

Люблю, люблю, люблю.

Безвозмездной лихорадочной любовью.

1000 und 1 zweifelhaftes Kompliment


L.: XY hat sich überwunden und mir sein Herz und seinen Schwanz angeboten.
M.: Herrlich. Ich freue mich für dich. Ich persönlich würde alle 613 Mizwot für einen Fick mit dir brechen. Wann trefft ihr euch? Wo trefft ihr euch? Welche Stellungen bevorzugst du? Lässt du ihn dich lecken? Wirst du ihm einen blasen? Wenn die Blicke töten könnten. Schaue nicht so düster drein. Ich bin nicht eifersüchtig.
L.: Ich wollte keine Eifersucht in dir erwecken. Wir werden uns nicht treffen. Ich will nicht mit einem anderen Mann schlafen. Ich wüsste nicht, ob es mir überhaupt gefiele.
M.: Ihm würde es gefallen. Ich habe dich genossen. Du bist exquisit. Hey! Das war unnötig. Das hat wehgetan. Lerne Komplimente anzunehmen. Wenn du unartig bist, nehme ich dich. Woran denkst du?
L.: An den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik.

Ich benenne meinen Blog wohl wieder um in 1000 und 1 zweifelhaftes Kompliment, das M.H. mir je gemacht hat.

1000 und 1 Grund, warum ich M.H. nicht ausstehen kann

M.: Was habe ich getan?
L.: Woher soll ich denn das wissen?
M.: Warum seufzt du?
L.: Ach so, ich schlafe mit einem Vierzigjährigen.
M.: Igitt. Ich würde nie mit einem Vierzigjährigen schlafen.
L.: Warum nicht?
M.: Ist das nicht offensichtlich? Zu viele Eier unter einer Bettdecke. Ich liebe runde Brüste, schmale Taillen, schöne Hintern, warme, feuchte…
L.: Finger weg. Das war keine Einladung.
M.: Spielverderberin! Worauf wolltest du hinaus?
L.: Ich hab’s vergessen.
M.: Reizend. Was genau missfällt dir daran? Dass du mit einem Vierzigjährigen schläfst oder dass es dir außerordentlich gut gefällt?
L.: Halt die Klappe und fahre einfach fort. Fang irgendwo unten an und arbeite dich langsam nach oben hoch. Ruf mich an, wenn du Fragen hast.

* * *
L.: Hey Süßer, mein Alter ist im Büro. Und ich bin ganz geil und willig.
M.: Stalken Sie mich bitte nicht, Frau H.. Ich betrüge meine Alte nicht.

Meine Alte? Unverschämt! Ich benenne meinen Blog in 1000 und 1 Grund, warum ich M.H. nicht ausstehen kann um und gehe dann zum Übungsgelände *sinister lough*

Wortlos kommunizieren lernen

M.: Männer heiraten, weil sie lieben. Frauen heiraten, weil sie verheiratet sein wollen.
L.: …
M.: Nein? Keine Antwort? Gar nichts? Weißt du, warum ich dich geheiratet habe?
L.: …
M.: Nein? Interessiert es dich nicht? Gar nicht? Nachdem wir gefickt hatten, wollte ich nicht aufstehen, mich anziehen und verschwinden.
L.: …
M.: … obwohl du morgens wie Pumuckl aussiehst. Nein?! Ich habe dich nackt gesehen.
L.: …
M.: Immer noch nichts? Falsche Formulierung? „Nachdem wir gefickt hatten…“ – Ich meine nicht das erste Mal. Über unser erstes Mal habe ich nie gesprochen. Auch mit dir nicht. Warum? Save me, baby. Save me! I’m drowning. Ich kämpfe mit der Grammatik… ‚Nachdem‘ und Plusquamperfekt machen es mir schwer…
L.: …
M.: Ich liebe dich?
L.: Fragst du mich? Idiot!

* * *
M.: Frau? Steh‘ grade an einer Kreuzung. Kleiner Laden. Lockenstäbe. Preisreduziert.
L.: …
M.: Nein? Zu früh?
L.: Ich wüsste, was ich mit dem Lockenstab anfinge.
M.: Vergiss es. Ich stehe auf Kakteen.

Den Buzzcut nach dem Brand habe ich überwunden. Aktuell sehe ich wie ein gerupftes Huhn aus. Er verspottet mich nicht. Er versucht, mich aufzubauen. Schwachkopf! Ich liebe ihn nicht. Nö!

عید شما مبارک

L.: Ich und drei von deinen Kindern gehen zum Eid Mubarak. Möchtest du mitkommen?
M.: Lieber setze ich mich auf einen Kaktus.
L.: Dein Beitrag zur Völkerverständigung ist wahrlich überwältigend.
M.: Yusuf, Charles und Nathaniel haben sich spontan erklärt, euch zum Fest zu begleiten.
L.: Wissen sie davon?
M.: Interessiert mich nicht. Sie werden es gleich erfahren. Damit sie dich erkennen, trage bitte den roten Regenmantel. Nichts drunter!
L.: Ich werde einfach die holdselige Nackte mit dem Fliederstrauß sein.
M.: Das heiße ich nicht gut.
L.: Interessiert mich nicht.

* * *
Letztendlich war der Tag nicht schlecht. Muhammad war da. Tariq war da. Kathrin ist unerwartet todkrank geworden. Iraj, der Iraner, ist der Veranstaltung ferngeblieben. Er feiere nie mit den Arabern. Ammar, der Syrer, hat seine Teilnahme abgesagt. Er lasse nicht zu, dass seine Töchter sich mit dem Pack abgeben. Meine Leibwächter haben neue Freunde gewonnen. Zwei bis vierzehn Jahre alt. Ich habe einen Tennisball ins Gesicht bekommen. Kein Mann hat eine Frau angesprochen. Keine Frau hat Englisch beherrscht. Das Essen war vorzüglich. Danach bin ich noch zum Floristen gegangen… und habe mit Michael die Liebesnacht des Jahrhunderts verlebt. Dem Kaktus sei Dank!

Neue Tafelrunde

L.: Ich gehe morgen zum Übungsgelände.
M.: Kämpfe gegen mich.
L.: Du hast sechs Kinder. Ich hätte Angst, dich zu verletzen.
M.: Rücksichtsvoll.
L.: Ich habe meine Prinzipien. Außerdem geht’s nicht ums Kämpfen. Ich will zwölf Männer casten.
M.: Bitte?
L.: Ich habe jetzt einen Rittersaal. Ich habe einen runden Tisch. Also brauche ich die Ritter der Tafelrunde.
M.: Sind das nicht die Apostel?
L.: Wie viele Ritter waren es dann? Sechszehn?
M.: Na, in Winchester Castle waren das vierundzwanzig. Shit, was habe ich mir gedacht? Was gibt’s da zu grinsen?
L.: Ach nichts. Vierundzwanzig? Großartig.
M.: Wen willst du casten, wenn ich fragen darf.
L.: Sam, Elijah, Dylan, Daniel, Aidan, Ari, Ilya, Ilja, Joel, Christian, Henry, Desmond, Markus, Dennis, Adam, Eddie, Tariq, Luke, Simon, Charles, Theo, Matt und den schönen Ben.
M.: Hast du eventuell einen Namen vergessen?
L.: Genau. Dafydd. Aua. Warum zwickst du mich?
M.: Weil ich gerade den starken Drang überwinde, dich zu erwürgen. Die Hälfte der Männer lebt im Ausland. Die wirst du nicht auf dem Übungsgelände antreffen.
L.: Und? Ich träume einfach. Aua. Ich würde die gerne nackt sehen, glaube ich. Aua! Hör auf. Nicht alle. Ich bin bescheiden. Elijah, Daniel, Sam und Ari bleiben bekleidet. Ich respektiere deine Verwandten. Dylan und Ilya habe ich nackt gesehen.
M.: Erspare mir die Details, Guinevere.
L.: Ich habe nicht mit ihnen geschlafen.
M.: Ausnahmsweise?
L.: Haha. Sagt der Mann, der mit drei Viertel der weiblichen Weltbevölkerung gefickt hat.
M.: Ich habe nicht mit ihnen gefickt. Ich habe sie gefickt. Spätestens nach dem dritten Samenerguss war Schluss.
L.: Ich war nie stolzer auf dich.
M.: Witzig. Was mich interessiert: Du hast bereits sechs Männer. Bist du immer noch nicht ausgelastet? Ich komme mit zwei Frauen wunderbar aus. Die Italienerin vergöttere ich. Die Deutsche ist meine Königin. Die Deutschen mag ich nicht einmal.
L.: Du magst doch niemanden. Tu mir den Gefallen, antworte nicht auf die Frage, was du beruflich machest, mit Ich nehme den Deutschen die Jobs weg und vergebe sie an die Juden. Zuchthengst ist auch keine Berufsbezeichnung.
M.: Das ist eben nicht wahr. Ich mag dich. Deine Kinder liebe ich. Und ich lasse mich nicht bevormunden. Auch von dir nicht. Du wusstest, dass du für ein Monster die Beine spreizt. Das einzig Gute an mir bist du.
L.: Ist das eine Liebeserklärung?
M.: Übertreibe es nicht. Ich habe gesagt, ich mag dich. Und, meine Frau, die Mutter meiner Kinder – nein, du wirst keine Männer casten. Ganz bestimmt nicht. Weder zwölf noch sechszehn noch vierundzwanzig. Sonst sperre ich dich ein und ficke ins Koma in dem Rittersaal. Ich ficke nicht mit dir. Ich ficke dich. Merkst du den Unterschied?
L.: Ich weiß Bescheid: Spätestens nach dem dritten Samenerguss ist Schluss.
M.: Das ist nicht lustig. Du bist manchmal so eklig, dass ich dir am liebsten wehtäte.
L.: Hülfe es, wenn ich dir einen bliese?
M.: Du nutzt schamlos meine Schwächen aus.
L.: Ich bin eine zahme Frau. Ich versuche bloß, das Monster zu besänftigen, für das ich meine Beine spreize. Den Tyrannen. Den Unterdrücker. Den Gebieter. Den Fürsten der Finsternis. Den sanftesten, herzlichsten, liebenswürdigsten, fürsorglichsten, geistesgegenwertigsten Mann, den ich kenne.
M.: Oi… Gegen Schmeicheleien bin ich immun. Worauf wartest du? Ziehe dich gefälligst aus.

Er gönnt mir rein gar nichts. Warum ich ihn liebe, ist mir schleierhaft.

A Gangbang

XX: Und am Pfingsten gehen wir zur Messe. Wir sind sehr spirituelle Menschen.
L.: Das ist schön. Michael nennt mich neuerdings die göttlichste Fotze des Abendlandes. Wir sind sehr primitive Menschen. Also rasieren wir uns gegenseitig den Rücken und verschönern den Intimbereich mit bunten Steinchen.

* * *
M.: Was hast du heute vor?
L.: Ich schiebe die Horrorbrigade zu den Großeltern ab und treffe mich mit den Vätern meiner Kinder: dem Schotten, dem Iren, dem Ami, dem Israeli, dem Deutschen und, und – Ethan.
M.: Du Flittchen! Drehen wir einen Porno?
L.: Echt? Du unterstützt mich?
M.: Selbstverständlich. Jemand muss den Schotten, den Iren, den Ami, den Israeli, den Deutschen und, und – Ethan darstellen. Ich opfere mich.
L.: Du bist so ein Altruist. Du bist nicht eingeladen. Geh zur Messe!

Mein Herz

trage ich neuerdings auf der Zunge.

Erstens: I love you, M.H.!
Zweitens: I love you, M.H.!
Drittens: I love you, M.H.!

A Day Off

M.: Wir bleiben einfach zu Hause.
L.: Ich koche. Du fickst mich in den Arsch.
M.: Jaaa… So niveauvoll, Baby. Deswegen habe ich mich in dich verliebt.

Eigentlich ist es pure Liebe

Du bist müde. Du bist wütend. Schrei mich nicht an! Frag nicht so blöde, was Du für mich seist?

Du bist für mich die Seele, mein Licht und mein Erzengel… мой Мишка. Du bist für mich meine Kraft. Du bist für mich mein Trost. Ich lebe in Deiner Liebe. Du bewohnst mein Herz. Ich bewohne Deine Seele. Ich ernähre mich von Deiner Wärme. Wenn Du Dich mir entziehst, verliere ich den Halt. Ich sehne mich nach Dir, obwohl Du Dich im selben Zimmer aufhältst, mit den Kindern spielst und so tust, als würde ich nicht existieren. Nachtens trage ich Dein T-Shirt und weine in Dein Kopfkissen, mir die Decke bis zu über den Kopf gezogen.

Dieser paradoxe Winter hat mich in sich eingekerkert wie in den Hades, und die Toten stehen auf, um mich zu begraben. Die Verzweiflung umarmt mich fest. Meine heisere Stimme versagt. Das innere meiner Gefäße überziehen kalte Eisblumen. Ich wollte Dich nicht verletzten. Ich wollte Dich nicht kränken. Bitte verzeih mir! Du bist für mich meine Welt!! Du bist für mich alles!!!

Ob ich manchmal an ihn denke, wenn wir miteinander schlafen? Ich könnte es gar nicht, sogar wenn ich es wollte. Ich atme die Luft aus, die Du einatmest. Ich rieche nach Dir. Ich schmecke nach Dir. Mein Körper enthält inzwischen viel mehr von Deinem Blut als von meinem eigenen.

My New Queendome

Mein Mann ist Vater geworden. Am 28. Februar. Das Kind heißt Derek Caleb. Seine Augen sind so grün wie die seiner Mutter.

Ich bin Oma geworden. Am 16. Mai. Milis Adoptivkatze hat zwei Kätzchen zur Welt gebracht. Jetzt brauche ich drei Namen.

Your Majesty, welcome to your new queendome!, said Michael once we moved in. I like it here.

Das Bilderbuch der Seele

Ich habe mich damals geirrt. Diese Welt existiert sehr wohl.

Мишка, где мой виноградник, а?

* * *
Хочу, чтобы сон длился вечно.

Когда солнце тонет в багровых водах горизонта, а на небе появляются узоры, я пробуждаюсь из объятий небытия в зазеркалье времени — в краю теней, в царстве одного мгновения.

Ночь ждет меня у леса в беседке. Она вышивает сновидения для уснувшего под паутиной желаний мира. А вот и ты, восклицает она, отрывая взгляд от покрывшихся ржавчиной пяльцев. Я заждалась. Ее карие глаза зажигаются неподдельной радостью. Она улыбается и протягивает мне свою прозрачную руку. Пойдем со мной. И мы отправляемся в путь, потому что я не могу иначе; мимо кедровых рощ, мимо полей с цветами и сонными мотыльками, мимо заснеженных вершин гор и глубоких озер цвета индиго, мимо дремлющих деревень и полуразрушенных стен монастырей — все дальше и дальше.

Ночь живет у реки. На крыльце покореженного временем дома она достает из-под ветхого коврика ключ и открывает со скрипом дверь. Лишь свет лампадки порабощает темноту в горнице. Вдоль стен стоят дубовые шкафы. Что ты в них хранишь, спрашиваю я и касаюсь ладонью орнаментов на замках. Сны, отвечает мне лениво черный кот, усевшийся на сундуке в углу, кошмары, которые не дают людям покоя, легкие грезы влюбленности, воспоминания будущего и встречи с минувшим, инфернальные муки памяти и радость искупления. Я смотрю на кота. Что ты хочешь, мурлычет тот, как ни в чем не бывало, мы испокон веков вместе, Ночь и я. Ночь смеется. Ее смех, звонкий, как ручей, разносится эхом по лесу, вспугивает сов и будоражит чуткий сон оленей. Только на начинай о прошлом. Кот ухмыляется, перепрыгивает на подоконник, укладывается поудобней на мягком одеяле в корзине и закрывает один глаз. Ну, как знаешь.

Я припасла для тебя даров, моя голубка. Ночь открывает сундук и достает из него платья, сшитые сумерками из удивительных тканей — из тафта и атласа, из шелка и парчи. Она кружится по горнице, показывает мне платья и наконец, довольно вздохнув, останавливается на голубом, расшитом жемчугом, с отделанными венецианским кружевом рукавами. Она расчесывает мои волосы, украшает шею изумрудами, а потом говорит иди, иди, он ждет.

Я благодарно целую Ночь, укрываюсь от назойливых глаз заблудших душ и спешу на встречу к тебе. К тебе. К старому дубу, где ты меня всегда ждал. Минуту за минутой. Час за часом. Ночь на ночью. Нетерпеливо и пристрастно. Мы танцевали под трели соловья и теплое дыхание ветра — до исступления, до полного изнеможения, когда стирались грани реальности. Твои руки обнимали меня, твои губы касались моих. Ночь хранила все наши тайны.

А потом я просыпаюсь в туманной ирреальности, плачу и сочиняю историю, рожденную из обрывков полузабытых снов. Я плету сюжет из нитей подслушанной мечты о жизни с тобой в старинной вилле, окруженной виноградными лозами — в мире грез и бесконечности, в мире, которого нет.

24.09.2006

Die Entmystifizierung

L.: Was tust du unter meiner Decke?
M.: Du hast unruhig geschlafen. Ich habe dich in den Armen gehalten.
L.: Hast du mich begrabbelt?
M.: Nein. Aber als ich dich umarmt habe, hast du empört gequieckt und gesagt: „Finger weg! Blödian.“

Männer, die lieben und geliebt werden, sind solch ein Quell der seelischen und emotionalen Freude.

Nachdem mein Vater gestorben war, schlief ich schlecht. Ich schrie im Traum und gleichzeitig in der Wirklichkeit. Ich weinte. Ich hörte mich schreien, hatte Angst und konnte nicht aufwachen.

Michael weckte mich auf. Er beruhigte mich. Er tröstete mich, bis ich wieder einschlief.

* * *
Ich denke daran, weil ich kürzlich mit einer Bekannten diskutiert habe, die der festen Überzeugung ist, der Mann dürfe nicht wissen, wie viel er der Frau bedeute. Sie entwerte sich dadurch. Gar entmystifiziere.

So, hier bin ich – ganz entblößt. Er weiß es. Seine Liebe ist nicht weniger geworden.

Von Schritten und Blusen

L.: Was ist los mit euch Typen? Ist die Montage mangelhaft? Überprüft ihr, ob alles noch dran ist? Dreiundvierzig Fotos. Auf fünf davon ist ein Typ zu sehen, der sich im Schritt kratzt.
M.: Bin ich der Typ?
L.: Was? Nein. Das sind vier verschiedene Typen. XY war besonders gründlich. Du hast deinen Troglodyten ausnahmsweise im Zaun gehalten.
M.: Ihr Tusnelden…
L.: …O Gott.
M.: …ihr Tusnelden seid anders gebaut. Ihr seid schön. Wir sind nicht so. Wenn das Ding nicht richtig sitzt, rückt man da was gerade. Wenn es zwickt, kratzt man sich.
L.: Wenn der BH klemmt, zupfe ich nicht ständig an der Bluse und richte meine Brüste.
M.: Das ist falsch. Du darfst deine Brüste richten, anfassen, drücken und massieren, wann du willst. Ich schaue gerne zu. Ich helfe dir sogar. Wo juckt es denn genau?
L.: Kratz dich doch.
M.: Die Ehre gebührt dir. Komm zurück und erfülle deine ehelichen Pflichten.
L.: Beweg dich nicht. Ich bügle schnell die Schnursenkel.
M.: Lügnerin. Triffst du dich mit Dylan?
L.: Ja. Ich freunde mich mit dem MCX Carbine an.
M.: Fully automatic trigger group?
L.: Verkaufe mich nicht für dumm. Die Zivilversion. Semi-automatic trigger group. Siehst du? Deswegen mag ich ihn. Er ist nett.
M.: Wie rührend. Er kratzt sich auch im Schritt.
L.: Das weiß ich leider. Ich rahme das Foto ein und schenke es ihm.

Drumherum

L.: Was ist das?
M.: Bist du blind? Eine To-do-Liste.
L.: Du hast dir viel vorgenommen. Ich schlafe im Gästezimmer. Die Tür werde ich zur Sicherheit abschließen und mit der Kommode verbarrikadieren. Erzähl mir morgen, wie es gelaufen ist?
M.: XX hat heute im Aufzug ihre Titten gegen mich gepresst.
L.: Bitte?! Was hast du gegen sie gepresst? Wie willst du sterben?
M.: Ich habe sie dazu nicht ermutigt. Ich will nicht sterben. Ich genieße unser Leben. Ich würde gern meinen Fünfzigsten erleben. Ich habe ein ehrgeiziges Ziel ins Auge gefasst.
L.: Du überzeugst mich nicht. Wie hast du reagiert?
M.: Ich hab‘ ihr gesagt, dass ich nicht herumhure. Die Zeiten sind endgültig vorbei. Von dem Konsumgut habe ich ausgiebig gekostet. Primär interessiere ich mich nicht für die Fotze, sondern für die Frau drumherum, die ich lieben kann. Aber auch für die Fotze. Und für die Frau. Für beide. Schüttle nicht den Kopf.
L.: Ich gehe jetzt.
M.: Ins Gästezimmer?
L.: Ins Bad zum Weinen. Ich platziere meinen Körper in die Badewanne, begebe mich auf die astrale Ebene und verprügle das Wesen, das mir die Liebe zu dir bescherte.
M.: Also liebst du mich doch.
L.: Nur unter Protest. Ich sehne mich in erster Linie nach dem experimentierfreudigen Schwanz. Den Schwachkopf drumherum akzeptiere ich demütig.
M.: Fair enough. Was ist mit der To-do-Liste?
L.: Fang ohne mich an.
M.: Ich habe keinen G-Punkt.
L.: Du hast eine Prostata. Die Suche danach ist aussichtsreicher.

Die Geschichte der Septembristen in den Pentlands

Mein Mann hat mich zur Gefahr im Verzug erklärt und in die Verbannung nach Sibirien in die Pentland Hills geschickt.

M.: So, jetzt bist du Dezembristin.
L.: Septembristin.
M.: Das ist nicht essenziell. Packe deine Sachen. Was machst du? Kondome brauchst du nicht.
L.: Na, man weiß nie.
M.: Was heißt hier „man weiß nie“? Man weiß ganz genau. Gib her.
L.: Wie soll ich bitte schön die zehrende Einsamkeit der kühlen Nächte aushalten ohne die wärmende Liebe eines Mannes?
M.: Gescheit wie du bist, findest du bestimmt einen Ausweg. Schicke mir das Video.
L.: Klar. Wogegen rebelliere ich eigentlich? Gegen deine Tyrannei?
M.: Gegen meine Tyrannei? Wirklich? Du rebellierst doch gegen alles. Erschaffe ein Konzept. Gründe keine Geheimbünde. Rufe keine Aufstände aus. Lies „Eugen Onegin“. Wandere in den Hügeln. Umarme ein paar…
L.: …Männer.
M.: Pferde! Pferde, keine Männer.
L.: Das ist enttäuschend.
M.: Gewöhne dich daran. Bei deiner Rückkehr will ich die Frau in die Arme schließen, die ich zur meiner Gefährtin auserkoren habe.
L.: „Gefährtin“, „auserkiesen“: Ich bin feucht vor linguistischer Verzückung. Ich komme gleich.
M.: Watch it!
L.: Verzeihung. Begleitest du mich nicht? Zehn Frauen sind ihren Männern freiwillig in die Verbannung gefolgt.
M.: Elf. Eine überwältigende Bilanz: 120 Männer, 11 Frauen. Denke darüber nach.
L.: Ist ja gut, du abtrünniger Geliebter einer Septembristin. Und wage es nicht, meine Kinder zu indoktrinieren.

Zahm wie ein Lämmchen

H.: Geht’s dir besser? Ist dein Mann noch am Leben?
L.: Seid ihr junge Fräulein? Trefft ihr euch zum Kaffeekränzchen und lästert über uns?
H.: Nein. Hast du gestern den Schießstand fast vollständig de­kom­po­niert und die Hälfte der Halle demoliert?
L.: Ich war leicht verstimmt und zog in Erwägung, der Liga der Männerhasserinnen beizutreten.
H.: Bist du nicht die Vorstandsvorsitzende?
L.: Erstens: Ich bin hinreißend. Zweitens: Halt die Klappe. Warum belästigst du mich, Henry?
H.: Hörst du überhaupt zu oder führst du ein Monolog?
L.: Mike geht’s wunderbar. Der Lattenrost unseres Bettes ist durchgebrochen. Wir schlafen im Gästezimmer, weil die Couch in seinem Arbeitszimmer knarrt und quietscht.
H.: Erspare mir die Details.
L.: Schade. Ich habe eine Präsentation erstellt und einen aufregenden Film gedreht.
H.: In einer Viertelstunde bin ich bei dir.
L.: Idiot! Es schmeichelt meinem Ego, dass ihr uns für so verrucht haltet. Wir haben ihn nicht zerfickt. Wir sind auf dem Bett gesprungen.
H.: Was sonst.
L.: Ich habe einen Termin im Möbelhaus. Dann treffe ich mich mit XY. Ich bin von Hurenböcken umgeben, hätte ich mich vor drei Monaten beschwert. Seitdem Ilja mich aufgeklärt hat, warum ich von Vollidioten umgeben sei, bin ich wesentlich toleranter. Vier Frauen. Vier Kinder. Die fünfte bereitet sich auf die Hochzeit vor. Er sei anders, singt sie das Lied der geisteskranken Lerche. Ihre Liebe habe ihn verändert. Ekelhaft!
H.: Genug Misandrie für einen Tag. Hast du dich ausgetobt oder kommst du zum Training?
L.: Auf deine blöden Witze kann ich verzichten. Ich habe sechs blaue Flecken. Meine Schulter tut weh. Ich spüre Muskeln, von deren Existenz ich nichts geahnt habe. Mike hätte ich wahrscheinlich auch nicht schänden sollen. What’s done is done! Entsetzlicherweise war er stolz auf mich, obwohl er sagte: „I’m not your foe, woman. Don’t make me put you over my knie.“
H.: Ich glaube, er ist immer stolz auf dich. Nicht jeder von uns begreift das. Give your husband a break.
L.: Belehre mich nicht. Am Freitag werde ich mein Zerstörungswerk vollenden und kein Stein auf dem anderen wird vom Übungsgelände bleiben.
H.: Danke für dein Verständnis. Wir wollen den Kollateralschaden begrenzen. Jetzt haben die Zeugen deines Wutausbruchs die Zeit, einen Psychotherapeuten aufzusuchen.
L.: Treulose, nichtsnutzige Luschen. Ich lege auf.
H.: Bis Freitag, zartes Maiglöckchen!

Ehebruch ist kein Fehler

Linda, bist du wütend? Auf wen? Auf mich?! Du hast nichts zu befürchten. Egal, wie viele Ehen sich den Lemmingen anschließen. Leg die Waffe weg. Sofort. Bitte. Ich habe fünf Kinder. Ich liebe dich. Ehebruch ist kein Fehler. Ehebruch ist eine bewusste Entscheidung. Not a mistake, a choice to walk away no matter how tempting it is. Ich bekenne mich zu unserer Familie. Sogar zu deiner Katze. Ich kotze gleich… Hast du gelächelt? Leg die MP weg!

Pfannkuchen mit gezuckerter Kondensmilch

Ich sitze in der Badewanne – Tanktop, Boxershorts, neues Armband aus walisischem Gold –, und heule bitterlich. Die Duschkabine ist besetzt. Vorbei! Alles ist vorbei. Der Sommer ist vorbei. Der selige August ist vorbei. Die Heiterkeit der grandiosen Geburtstagsfeier ist abgeklungen. Die Jugend zog aus.

Richard ist weg. Ilja ist weg. Ari ist weg. Theo ist weg. Sam ist weg.

Sam ist weg! Wie soll ich weiter leben?

Zum Frühstück gab’s Buchweizengrütze mit Butter und Pfannkuchen mit gezuckerter Kondensmilch. Ich habe vier davon gegessen und stet gewehklagt:

„Warum?! Warum habe ich dich und nicht Sam gewählt?“
„Habe ich etwas verpasst? Wann hat er dir seinen Schwanz und sein Herz angeboten?“
„Grobian! Ich missbillige deine Lexik. Mein Vater hat ihn so gemocht. Katholisch, deutsch, Jurist, spricht gehobenes Russisch.“
„Kein akademisches Elternhaus. Halachischer Jude nach matrilinearer Abstammung. Lass uns über die Weltanschauung deiner Mutter reden.“
„Vergiss es. Katholik nach patrilinearer Abstammung. Lies den Tanach.“
„Vielen Dank für die Empfehlung. Ich persönlich erkenne den Primat der Mischna an.“
„Natürlich tust du das. Gestern hast du ein Gebet rezitiert, das mit „Ich glaube an die Heilige Fotze“ anfängt. Heute bist du ein Verfechter des konservativen Judentums. Götzendiener! Ich hatte mich für den falschen Morgenstern entschieden. Hätte ich mich bloß in den Fürsten des Lichtes verliebt.“
„Er war dreizehn, als du meine Freundin wurdest. Er ist Hannahs Sohn, mein Onkel. Stört dich das nicht?“
„Ich habe Hannah verehrt und bewundert. Niemand ist perfekt.“
„Erwähne diese Konversation bei der nächsten Beichte, wenn der Pater dir die Absolution erteilt. Deine moralischen Imperative werden für Konfirmanden von höchster Priorität sein. Eines Tages wirst du bestimmt auch den argentinischen CEO deines ehemaligen Arbeitgebers kennen lernen und er wird dir am Gründonnerstag eigenhändig die Brüste waschen.“
„Die Füße. Wirf nicht mit Fremdwörtern um sich. Ich bin eine ignorante Plebejerin. Wo ist Champagner? Hah? Wo ist mein Champagner, frag‘ ich dich?“
„In der Champagne! Wir haben aber noch eine Flasche Wodka. Eiskalt. Ich haue sie dir gleich über die Rübe, – um dich abzukühlen, um mich aufzumuntern. Wie wär’s?“
„Ungehobelter Rüpel!“

„Küsst du mich zum Abschied?“
„Zieh dich doch mit dem Knie ins Schlafzimmer zurück.“
„Okay. Mit dem rechten oder mit dem linken?“
„Gott, wie ich dich hasse. Komm her. Und kichere nicht.“

Ich bin dann mal im Schlafzimmer.

Potenzpillen & Abführmittel

Oder: Wie frau die Männersolidarität untergräbt
L..: Geht es dir gut, Michael? Fühlst du dich wohl?
I.: Wie hältst du es mit der Frau nur aus?
L.: Er weint manchmal unter der Dusche.
M.: Jaaa… Meistens bin ich in ihr unter der Dusche, wenn ich weine.
L.: Oi!
M.: Du hast damit angefangen. Hebe die Augen nicht zum Himmel empor, mein Täubchen.
L.: Du siehst mich doch gar nicht.
M.: Ich kenne dich. Hat sie mit den Augen gerollt?
I.: Hat sie.
L.: Hättest du nicht schweigen können, Ilja?
I.: Nein. Männersolidarität.
L.: Schön. Ich habe übrigens Potenzpillen und Abführmittel in euren Tee getan. Jaaa… Enjoy, guys.

Verunanständigkeit

L.: Was hab‘ ich gesagt? Runter von mir. Finger weg. Ich bin eine anständige verheiratete Frau.
M.: Verunanständige dich! Kein Mann will mit einer langweiligen Frau ficken.

Fit wie ein Elefantenbaby

H.: Hast du überhaupt trainiert?
L.: Hallo? Natürlich. Ich beweise es. Warte. Warte. Warte. Hier, das Video. Siehst du? Ich trainiere.
H.: Du liegst fast nackt faul am Pool herum und wackelst mit den Zehen.
L.: Das ist korrekt. What’s your point? Das ist ein wirksames Training, bei dem alle Muskelgruppen optimal beeinsprucht werden. Neuer Trend. Ganz beliebt in Deutschland.
H.: Klar. Die Ergebnisse sind erkennbar optimal in… dickem Deutschland. Was ist im Krug auf dem Tischchen?
L.: Mein Frühstück, Mittag- und Abendessen. Gurken, grob gerieben, Radieschen, fein geschnitten, Dill, Salz, Zitronensaft, Kefir und kaltes Wasser. Der Sommer war tropisch.
H.: Geeiste Gurkensuppe?
L.: Nee. Okroschka. Abgewandelt, vereinfacht, mit Vitaminen angereichert. Ich misshandle meinen ökologischen Kefirpilz, der in der Küche residiert.
H.: Du vegetarisches Scheusal. Ich verachte dich. Ist das ein Bauchansatz?
L.: How dare you? Ich bin schwanger.
H.: Ehrlich? In wievielter Schwangerschaftswoche?
L.: In acht… äh… in acht… undvierzigster.
H.: Echt?
L.: Yep. Ich erwarte ein Elefantenbaby.
H.: Aha. Ich geniere mich zu fragen. Eine grazile Frau wie du… ein Elefant… Wie weh tut die Liebe?
L.: Henry, du bist eklig.
H.: Ich bin eklig?! Ich exploitiere keine ökologischen Kefirpilze und verkehre nicht mit Elefanten.
L.: Bist du Rassist? Was hast du gegen Elefanten?
H.: Ich bin kein Rassist. Ich habe nichts gegen Elefanten. Ich bin verrückt nach Elefanten. Was sagt eigentlich Michael dazu?
L.: Er verachtet Kefirpilze. Ich muss zugeben, er fühlte sich von mir enttäuscht, aber er verzieh mir. Er wird das Elefantenbaby wie sein eigenes aufziehen. Die Kefirpilze wird er allerdings weiterhin diskriminieren.
H.: Ich verbeuge mich vor seiner Weisheit.
L.: War das Dylan?
H.: Was? Ich glaube schon.
L.: Gotta go. Danke für den Kampf.
H.: Hey, wo willst du jetzt plötzlich hin, schwangere Verräterin, xenophobe Kefirpilzhalterin?
L.: Ich bin keine Verräterin. Ich bin Opportunistin. Er hat mir versprochen, ich dürfe aus einem Karabiner schießen.

Io credo in Dio, Padre onnipotente, creatore del cielo e della terra

In Rom arbeite ich für den ältesten einflussreichsten mächtigsten Konzern, den die Menschheit hervorbrachte. Ich habe zwei der CEOs persönlich kennen gelernt. Wenn der Sicherheitsdienst des deutschen CEO am Sonntag das 500. Bestehungsjahr feiert, werde ich mit meinem Chef die Sixtinische Kapelle bewundern.

Im Heimatland meiner italienischen Vorfahren bin ich früher ausschließlich mit katholischen und jüdischen Männern ausgegangen, die nach dieser Aussage nicht schreiend weggerannt sind.

Nein, ich habe definitiv nicht an Verwirrtheitszuständen oder Entzugsdelir gelitten. Den Namen des Konzerns kennt wirklich jeder. Bloß am geistigen Überblick mangelt es.

* * *
Ich habe nicht viel verlangt. Intelligent, gutherzig, großzügig und tierlieb muss er sein, um meine Aufmerksamkeit zu erregen, um meine Wertschätzung und Bewunderung zu gewinnen. Ich bin eine Träumerin.

Eine Katastrophe bin ich. Am 30. werde ich 40. Meinen Geburtstag werde ich mit dem UnGlücklichen verbringen, der mich achtzehn Jahre lang erträgt, fast die Hälfte seines Lebens.

Мишка, ты вообще представляешь, как сильно я тебя люблю?
__________
Willkommen im August!
Dad is 37. Mum is 17.

Безумству храбрых поем мы славу!*

Den Text veröffentliche ich anonym. Jede Ähnlichkeit mit lebenden Personen ist rein zufällig.

M.: Stehe auf! Steh auf, kleine Säuferin.
L.: Verschwinde. Lass mich in Ruhe. Ich schlafe.
M.: Es ist fünf vor zwölf.
L.: Na und? Es ist nachts in Kanada.
M.: Du bist nicht in Kanada. Du bist unter den Schotten. Wir wollen brunchen. Entweder duschst du sofort und ziehst dich an oder ich erzähle unseren Kindern folgende Geschichte: „Also, meine unschuldigen Engel, gestern feierte Mama mit ihren Freundinnen einen lesbischen Junggesellinnenabschied und genehmigte sich viele… viele, viele Cocktails. Zu Hause erschien sie spät… ziemlich, ziemlich spät – angeheitert und tatendurstig. Sie stoß die Blumenvase um. Sie schimpfte. Sie kroch giggelnd auf dem Fußboden. Dann schlüpfte sie nackt unter Papas Decke. Sie hat ihn bedrängt. Sie hat ihn unsittlich berührt. Sie hat ihm den Garten Eden gezeigt.“
L.: Hat er sie wenigstens geleckt als Dank für diese Erfahrung?
M.: Das wird für immer sein Geheimnis bleiben. Verstecke dein Gesicht bitte nicht unter dem Kissen, Sünderin.
L.: Du bist nicht gerade ein Heiliger. Do not patronize me.
M.: I won’t. Bist du glücklich mit mir, Baby?
L.: In den letzten acht Monaten war ich so glücklich mit dir wie noch nie. Does this sound pathetical? Bist du glücklich mit mir?
M.: Und ob! Dröhnt dir der Kopf, mein Täubchen? Selber schuld. Und, ja – hat er. Er ist unglaublich dankbar gewesen.
__________
*Wir singen Ruhm dem Wahnwitz der Kühnen! (Maxim Gorki, Das Lied vom Falken, 1895)
Максим Горький, Песня о Соколе

Von Göttern & Jungfrauen

L.: Ein netter Mann hat meinen Schreibstil als „erschreckend viril“ bezeichnet.
M.: Weiß er, dass du mein geistiges Eigentum klaust?
L.: Ich bin keine Diebin. Ich bin viel mehr eine Chronistin wie Josua Stylites oder Eusebius von Caesarea, wie Hermann von Reichenau oder Jakob Tschernorisez. Ich bin eine Art Sprachrohr.
M.: Metatron?! Bist du das?
L.: Grinse nicht. Hast du dich gerade in den Stand eines Gottes erhoben?
M.: Das war nur logisch. Wenn ich dein Gott bin, bist du dann mein Tempel? Du kannst auch die jungfräuliche Hohepriesterin sein. So oder so, unsere Begegnungen werden auf exakt die gleiche Weise enden.
L.: Ich verbarrikadiere mich im Adyton?
M.: Nein. Mit Stöhnen… mit Stöhnen und heftigen Muskelkontraktionen. Wehre dich nicht. Erfülle gefälligst dein Schicksal. Du bist dazu bestimmt.
L.: Anständige Götter bumsen ihre Chronistinnen nicht.
M.: Du hast mich enttarnt. Ich bin ein unanständiger Gott. Jetzt lege die Gewänder ab und erfreue dich an meiner überwältigenden Anwesenheit in dir.
L.: Nein, vielen Dank. Ich behalte meinen rituellen Pyjama an.
M.: Na klasse, ich wurde orgasmusfrei gestürzt. Weg mit dir. Ins Skriptorium, Chronistin!

* * *
Auf diesem Wege: Achim! Vielen Dank für Deinen lieben, klugen, reflektierten Kommentar.

#ficken vs. #thehungergames

ЛИНДА: Я не знаю, кто такие Джессика Лоуренс и Лиам Хемсвуд.
ЛАПОЧКА: Дженнифер Лоуренс и Лиам Хемсворт. Актеры из фильма „Голодные игры“.
ЛИНДА: Не читала, не стану читать. Не смотрела, не стану смотреть. Нет времени.
ЛАПОЧКА (злобно): Реже ебитесь, появится время.
ЛИНДА (добродушно): Всех книг не перечитаешь, всего голливудского говна не пересмотришь. Ты что-то не поняла, Лапочка. Наши попытки эффективного использования времени, справедливое разделение труда и сознательное ограничение социальной активности направлены исключительно на повышение качества, количества и частоты ебли. Понимаешь?

* * *
Думать о нем, тосковать, ждать с нетерпением. Погрузиться в него, как в свет. Скинуть на пол заботы. Почувствовать зарождение тепла внизу живота. Утонуть в его глазах, в его запахе, в его объятиях. Быть влюбленными, свободными, настоящими. Быть вдвоем во всей Вселенной. Всего то.

Пока мы не насытились любовью, пока мы испытываем желание, пока близость такая пронзительная, жаркая, сладкая, мы будем ебаться.

Послушай, мы примитивные: мы утоляем наш голод оргазмами. Пока его тело дарит мне наслаждение, пока моя кожа истончается от его ласк, пока мое лоно становится горячим и податливым, мы будем ебаться.

Лишь бы к нему прикоснуться. Припасть губами к его вискам, его векам, его шее. Целовать ему пальцы, ключицы, грудь. Терять чувство пространства и времени. Ощущать его в себе. Абсорбировать эмоции. Растворяться. Вздрагивать, пульсировать и содрогаться от рыданий. Засыпать, видеть сны и сразу забывать.

Он — Жизнь. Я им живу. Я им дышу. Мне безразлично, кто такая Китнис.