Geschafft!

Freitag! Freiheit!

Es ist regnet. Es ist schneit.

Du weißt, dass du wahrlich eine herausragende Linguistin bist, wenn du auf eine Frage wie folgt antwortest:

Ja, ja, es IST regnet draußen!

* * *
Wann bäkomme ich entlich die Nobelpreis? Unverschähmt!

20

L.: Anfang November gehen wir ins Kino.
M.: Lädst du mich ein?
L.: Daniel und ich.
M.: Nett. Welcher Film?
L.: The Good Liar mit Helen Mirren.
M.: Warum bin ich abgemeldet?
L.: Auch Anfang Dezember gehen wir ins Kino.
M.: Daniel und du, nehme ich an. Warum bin ich denn abgemeldet?
L.: Ja, Daniel und ich. The Winter’s Tale mit Judi Dench. Ich würde dich einladen, aber bei der Premiere in London bist du eingeschlafen und hast laut geschnarcht.
M.: Ich habe doch die besten Karten besorgt. Ich habe mich nach deinem Wunsch angezogen. Ich habe mich benommen. Ich habe mich zusammengerissen. Ich hätte dir z.B. unter das Kleid fassen können.
L.: Heißt das, das entspricht den gesellschaftlichen Konventionen? Heißt das, wenn Daniel…
M.: Ganz bestimmt nicht!
L.: Livider Tyrann!
M.: Livider Tyrann?! Ungetreue Hetäre! A German Life mit Maggie Smith war übrigens exzellent. Das Interview mit Hugh Laurie war cool. Die Veranstaltung mit Ian McKellen war gut. Die drei Einpersonenstücke von Stephen Fry waren sehr gut.
L.: Ich weiß. Du warst hellwach.
M.: Behaupte nicht, ich interessiere mich nur fürs Ficken und Fressen.
L.: Prinzessin!
M.: Schweinepriester!
L.: Ach so, freitags nach der Arbeit findest du mich am Schießstand.
M.: Mit Daniel?
L.: Natürlich. Das ist eine stringente Entscheidung. Ein Scharfschütze ist besser im Schießen als ein Pilot.
M.: Ich stimme zu. Ich packe langsam meine Habseligkeiten und ziehe am Wochenende bei den Pferden ein. Ich stehe deinem Glück nicht im Wege.
L.: Abgemacht! Daniel hat mir vorhin Gentleman Jack empfohlen. Ich habe… Chips und Bier. Leistest du mir Gesellschaft? Bitte? Ich habe leider deinen Namen vergessen.
M.: Tatiana.
L.: Oh Gott. Ich werde dich Michael nennen. Ich sage dir, warum ich Daniel mag. Er ist kultiviert. Er sieht aristokratisch aus. Er ist charmant. I adore you more and more every single day, sagt er zu mir.
M.: Aha? Ich habe das Gleiche gesagt, aber anders formuliert: Hinlegen, Beine spreizen!
L.: Ungehobelter Wüstling! Ich liebe dich!

* * *
Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich 20 Jahre meines Lebens mit ihm verbracht habe. 20 gemeinsame Jahre.

Erwartung und Realität

L.: Ich glaube, ich weiß, was mit dir los ist.
M.: Mit mir ist was los? Erzähl.
L.: Ich glaube, du hast eine Affäre gehabt. Jetzt bist du nicht mehr ausgelastet und kommst deswegen nicht von mir runter.
M.: Deine Theorien sind scheiße, deswegen bist du z.B. keine Soziologin geworden. Wann sollte ich eine Affäre gehabt haben? Vor allem mit wem? Ich will auch Bescheid wissen.
L.: Na, keine Ahnung. XX.
M.: Aha. Ich glaube, es wäre für dich sogar eine Erleichterung: Männer sind treulose unwürdige abscheuliche Kreaturen. Du würdest meine Eier zu einer kunstvollen Schleife binden, du würdest mich vor die Tür setzen, aber es wäre eine gewisse Genugtuung für dich. Nein, ich komme nicht von dir runter, weil ich gerade sehr verliebt in dich bin, obwohl du es in solchen Momenten gar nicht verdienst und obwohl ich weiß, dass du regelmäßig an XY denkst.
L.: Das ist nicht wahr.
M.: Aha. Sei ehrlich. Ich glaube nicht, dass du mich tatsächlich betrügen würdest. Bei dir siegt die Vernunft.
L.: Was siegt bei dir?
M.: Meine Liebe zu dir, Dumpfbacke. Aua. Warum hast du mir dein Knie in den Magen gerammt? Ich bin nackt und wehrlos.
L.: Ich mag dich, Trottel. Möchtest du feuchte cremige Rühreier zum Frühstück?
M.: Mannomann. Was ist denn das für eine Art und Weise, die Sympathie zu bekunden? Was habe ich mir dabei gedacht, als ich mich in dich verliebt habe?
L.: Du hast mit deinem Schwanz gedacht. Ach so, vielleicht ein Würstchen dazu, ah?
M.: O Gott. Ich verzichte auf das Frühstück. Ich habe mit meinem Herzen gedacht!
L.: Und wir alle wissen, dass dein Herz sich zwischen meinen Beinen befinden. Seufz nicht wehleidig!
M.: Ich gebe auf. Wir haben ziemlich zweifelhafte Weihnachtstraditionen. Wo ist das versprochene Frühstück?
L.: Gleich. Ich muss noch eine Runde an XY denken. Bleib in der Nähe. Denk an XX. Eine Erektion wäre von Nutzen.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

I Wish You a Merry…

That‘s it. Geschafft.

Eine Weihnachtsparty bei der Stiftung. Eine Weihnachts-party in der Firma. 37 Geschenke eingesackt. Der Mann sagt: „Beim Lecken schmeckst du nach Glüh-wein.“ Er meint es bestimmt rassistisch.

Habt schöne Feiertage. Rutscht locker in das neue Jahr. Alles Gute. Alles Liebe. Lasst euch nicht unter-kriegen.

Selfless

M.: Großer Schwanz oder guter Humor?
L.. Kann ich beides haben?
M.: O Baby, du magst mich doch.
L.: Ich gehe jetzt.
M.: Ich liebe dich.
L.: Wie schade. Ich stehe auf langweilige Männer mit winzigen Pimmeln.
M.: Ich liebe dich trotzdem.
L.: Ich gebe ungern zu, dass ich dich irgendwie sympathisch finde.

Hiermit gratuliere ich Daniel zu seinem 33. Geburtstag!

L.: Was gibt es zu wiehern, Schwachkopf?
M.: Ach nichts… begnadete Sprachwissenschaftlerin. You just made my day. Ich gratuliere Daniel auch. Du stehst auf ihn, ja?

Bodensack vs. Stender*

Patientin: Sagen Sie bitte, Herr Doktor, gibt es eine hundertprozentige Verhüttungsmethode?
Arzt: Aber selbstverständlich, Frau Stender. Fliegenpilze.
Frau Stender: Vor oder nach dem Geschlechtsverkehr, Herr Bodensack?
Herr Bodensack: Stattdessen! Stattdessen, Frau Stender.
__________
* Ich kenne tatsächlich diese Leute. Ich habe sie mir nicht ausgedacht. Frau Stender hieß früher… Fräulein Lange.

Die Eier nicht vergessen!

Wie oft ruft frau schon die Teilnehmer an und fragt:

„Guten Morgen! Sagen Sie bitte, haben Sie Ihre Eier im Unterrichtsraum vergessen?“

* * *
Fünf grunzende Kollegen. Ein wiehernder Ehemann. Perverse Schweinebacken!

Pilze jagen, Höhepunkte sammeln

L.: Wir waren im Wald.
N.: Das heißt, ihr habt – mal wieder wie immer – unter unwürdigsten Bedingungen gefickt. Im Auto? Draußen ist es frisch.
L.: Halt doch die Klappe!
N.: Habt ihr?
L.: Geht dich nichts an. Wir haben Pilze gesammelt. Hier, der Beweis!
N.: Sie sehen genießbar aus. Habt ihr?
L.: Freu dich nicht zu sehr. Für dich extra habe ich einen Fliegenpilz aufbewahrt. Haben wir. Ich hasse dich.
N.: Ich weiß. Heuchlerin!

365 Tage ein Universum zu verändern

א וְשַׁבְתִּי אֲנִי, וָאֶרְאֶה אֶת-כָּל-הָעֲשֻׁקִים, אֲשֶׁר נַעֲשִׂים, תַּחַת הַשָּׁמֶשׁ; וְהִנֵּה דִּמְעַת הָעֲשֻׁקִים, וְאֵין לָהֶם מְנַחֵם, וּמִיַּד עֹשְׁקֵיהֶם כֹּחַ, וְאֵין לָהֶם מְנַחֵם
ב וְשַׁבֵּחַ אֲנִי אֶת-הַמֵּתִים, שֶׁכְּבָר מֵתוּ–מִן-הַחַיִּים, אֲשֶׁר הֵמָּה חַיִּים עֲדֶנָה
ג וְטוֹב, מִשְּׁנֵיהֶם–אֵת אֲשֶׁר-עֲדֶן, לֹא הָיָה: אֲשֶׁר לֹא-רָאָה אֶת-הַמַּעֲשֶׂה הָרָע, אֲשֶׁר נַעֲשָׂה תַּחַת הַשָּׁמֶשׁ
ד וְרָאִיתִי אֲנִי אֶת-כָּל-עָמָל, וְאֵת כָּל-כִּשְׁרוֹן הַמַּעֲשֶׂה–כִּי הִיא קִנְאַת-אִישׁ, מֵרֵעֵהוּ; גַּם-זֶה הֶבֶל, וּרְעוּת רוּחַ
ה הַכְּסִיל חֹבֵק אֶת-יָדָיו, וְאֹכֵל אֶת-בְּשָׂרוֹ
ו טוֹב, מְלֹא כַף נָחַת–מִמְּלֹא חָפְנַיִם עָמָל, וּרְעוּת רוּחַ
ז וְשַׁבְתִּי אֲנִי וָאֶרְאֶה הֶבֶל, תַּחַת הַשָּׁמֶשׁ
ח יֵשׁ אֶחָד וְאֵין שֵׁנִי גַּם בֵּן וָאָח אֵין-לוֹ, וְאֵין קֵץ לְכָל-עֲמָלוֹ–גַּם-עיניו (עֵינוֹ), לֹא-תִשְׂבַּע עֹשֶׁר; וּלְמִי אֲנִי עָמֵל, וּמְחַסֵּר אֶת-נַפְשִׁי מִטּוֹבָה–גַּם-זֶה הֶבֶל וְעִנְיַן רָע, הוּא
ט טוֹבִים הַשְּׁנַיִם, מִן-הָאֶחָד: אֲשֶׁר יֵשׁ-לָהֶם שָׂכָר טוֹב, בַּעֲמָלָם
י כִּי אִם-יִפֹּלוּ, הָאֶחָד יָקִים אֶת-חֲבֵרוֹ; וְאִילוֹ, הָאֶחָד שֶׁיִּפּוֹל, וְאֵין שֵׁנִי, לַהֲקִימוֹ
יא גַּם אִם-יִשְׁכְּבוּ שְׁנַיִם, וְחַם לָהֶם; וּלְאֶחָד, אֵיךְ יֵחָם
יב וְאִם-יִתְקְפוֹ, הָאֶחָד–הַשְּׁנַיִם, יַעַמְדוּ נֶגְדּוֹ; וְהַחוּט, הַמְשֻׁלָּשׁ, לֹא בִמְהֵרָה, יִנָּתֵק

Das Lindengejammer

Ich werde nie mehr trinken. Ich werde nie mehr trinken. Ich werde nie mehr trinken. Geez, es gibt noch drei Flaschen Champagner und einen Kasten Bier… Verstecke ich mich im Schrank oder unter dem Bett, wenn unsere Freunde heute kommen? Ich mache die Tür einfach nicht auf. Jawohl. Brandenburg wählt. Ich bin schwanger mit dem Gedanken, die deutsche Staatsangehörigkeit abzugeben und Schottin zu werden. Ob unsere Ehe das aushielte? Der Typ erklärt doch jeden Liebesakt zu einer Schlacht um die Unabhängigkeit Schottlands. Dabei ist er nicht einmal dafür. Das Leben mit 40 war viel simpler. Warum hat mich niemand gewarnt?

Gefährlicher Alltag einer Vordenkerin und Aufklärerin

Bloody idiots: Und? Geht es dir gut? Brauchst du Trost?
Gentle queen of elves: Habt ihr Belladonna verkostet? Pfoten weg.
Bloody idiots: Es hat doll geregnet. Bist du zur Arbeit geschwommen?
Gentle queen of elves: Ha-ha-ha. Ich lache mich kaputt. Idioten. An deiner Stelle unterließe ich das Grinsen. Hättest du mir das versprochene U-Boot geschenkt, wäre ich heute keinem Spott ausgeliefert.

* * *
L.: In Schottland gießt es wie aus Kübeln. England und Wales versinken in Dunkelheit. Wir kehren dem Vereinigten Königreich den Rücken und wandern nach Deutschland zurück.
M.: Hahaha. Ich habe mich kaputtgelacht.
L.: Grobian. Das war ein Versuch wert.

* * *
L.: Daniel wollte mich erwürgen. Warum bist du denn nicht eingeschritten?
M.: Haley bügelt in letzter Zeit verdächtig oft die Schnürsenkel. Ich habe vollstes Verständnis dafür.
L.: Meine aufklärerische Arbeit trägt erste Früchte. Das geht runter wie Arganöl.
M.: Es ist nie gut, einen Mann mit Sex zu erpressen. Es ist nie gut, einen Mann eifersüchtig zu machen. Schreib es auf. Es rettet dir das Leben.
L.: Jawohl, mein Gebieter. Ihr seid ein Quell der Weisheit.
M.: Schwimm doch nach Haus‘.

Ich werde immer leistungsfähiger. Ich renne von den wütenden Männern weg. Ich schwimme gern. Ich gebe nicht auf. Ich revolutioniere die Beziehung zwischen Mann und Frau. Ich definiere die Begriffe neu. Ich… ich.. ich muss los. In der Küche riecht es so lecker.

Über Günther, den Allwissenden

M.: Hast du Muhammad gesehen?
L.: Er ist in Damaskus. Ich habe Günther gesehen.
M.: Igitt. Höre ich den Namen, juckt meine Haut am ganzen Körper.
L.: Ich teile deine Meinung. Die Rumänin Natasa hat viel über ihr Herkunftsland, die Republik Moldau, erfahren. Über die Kultur, über den Alltag. Über die Sitten, über die Bräuche, über die Traditionen. Er verstehe Rumänisch, hat er uns erzählt. Es sei dem Italienischen ähnlich. Und dem Russischen. Unser Russisch hat er womöglich wesentlich verbessert. Wir sind uns nicht ganz sicher. Wir haben fast nichts verstanden.
M.: Dein Russisch ist miserabel. Verstehst du Rumänisch?
L.: Natürlich nicht. Ich verstehe, wenn die Rumänen auf Russisch schimpfen.
M.: Du bist ja keine ausgebildete Sprachwissenschaftlerin. Dein Italienisch ist ausbaufähig.
L.: Ich arbeite hart daran. Hast du Nathaniel absichtlich weggeschickt?
M.: Die Blöße gäbe ich mir nie. Ein Kunde hat ausdrücklich nach ihm verlangt. Warst du im Büro? Ich habe dich nicht wiehern gehört.
L.: Witzig. Ich war im Büro. Ich habe mich vor Markus versteckt. Ich müsste den Kassenbericht abgeben. Er nervt.
M.: Bitte nicht gleichzeitig gähnen und reden. Ist dir klar, dass ich dein Boss bin?
L.: Du bist nicht mein Boss. Nicht seitdem du mich feige an Markus weitergereicht hast.
M.: Du wolltest eine deutsche Diaspora gründen. Du hast genervt. Wer hat dich gefahren?
L.: Yusuf. Günther hat ihn sofort auf die Missstände in der israelischen Gesellschaft aufmerksam gemacht. Auf Rassismus, Ausgrenzung, Polizeigewalt. Yusuf hat die Verantwortung für die äthiopische Community nicht übernommen.
M.: Wie blamabel. Yusuf stammt aus London.
L.: What’s your point? Als äthiopischer Jude soll er sich gefälligst seiner Verantwortung vor Günther bewusstwerden.
M.: Es fehlt ihm an sozialem Bewusstsein. Ich nehme ihm gerne diese Bürde ab.
L.: Nein! Ich erinnere mich lebhaft an eure letzte Diskussion. Ich bin froh, dass ich das Blutbad verhindert habe. Du gehörst zu deinen Kindern, nicht ins Gefängnis wegen Mord und Totschlag. Richard hat er auch nicht gefallen. Die Diskussion über die Missstände bei der Bundeswehr hat leider nicht stattgefunden.
M.: Zu Günters Glück. Warum zieht dein Bruder mit der Familie nicht nach Edinburgh? Das war eine schöne Woche. Du hast mich nicht verflucht. Du hast mich nicht geschlagen. Du hast mich nicht zurückgewiesen. Ich habe nicht um Sex gebettelt. Ich habe nicht um Nahrung gebettelt. Du warst zahm. Und fügsam. Und gesittet.
L.: Klappe!
M.: Eben.
L.: Du brauchst nicht zu seufzen. Saida war übrigens da.
M.: Übrigens? Freue ich mich darüber? Bin ich entzückt? Sexuell erregt? Ist das die Alte mit gelben Haaren, die sich beim Tanzen an den Zwanzigjährigen reibt, die Augen verdreht und grenzdebil blökt: „Ich glaube, ich bin schwanger.“?
L.: Du bist unmöglich.
M.: Du lamentierst, ich müsse mich bessern und toleranter werden. Ernte die Früchte deiner Bemühungen. Ich käme mit zwei Wörtern aus. Die Afghanin?
L.: Oi.
M.: Es hat sich ausgeoit. Was ich dich fragen wollte: Wie sieht’s nun bei Muhammad aus? Will er uns den Transformer abnehmen? Ich schenke ihm alles: Transformerfutter, Transformerklo, Transformerspielzeug, Transformerkörbchen, Transformerhäuschen, Transformerstreu.
L.: Ist der Karakal jetzt ein Transformer?
M.: Hast du ihn schnurren gehört? Er plant bestimmt etwas gegen uns. Woran habe ich gedacht, als ich ihn vorm Tor aufgesammelt habe?
L.: Ans Bumsen?
M.: Lustig. Wahrscheinlich. Ich bin verstimmt. Steh auf, geh in die Küche. Aua! Echt. Kann ich dich noch umtauschen? Aua. Oi.

Ich bin demütig. Ich übe mich in Geduld. Ich übe mich in Nächstenliebe. Ich liebe ihn so, wie er ist. Ich liebe ihn so, wie er ist. Ich liebe ihn… Ob ich in einem Kloster Ruhe fände? In einem Männerkloster?

Aus dem Alltag der Waldbewohner

Ich liebe meine Kinder. Ich liebe meine Kinder. Ich liebe meine Kinder. Noch zwei Wochen. Noch zwei Wochen. Noch zwei Wochen.

L.: Ich finde, wir haben die Welt gerettet.
M.: Was habe ich verpasst?
L.: Ich meine nur… Als wir aufs Land gezogen sind und die kleinen Monster mitgenommen haben.
M.: Ist das nicht logisch? Das sind deine Kinder. Verstehe ich nicht.
L.: Du kriegst inzwischen nichts mehr mit. Hör zu. Weißt du noch, wie sich die Stille anhört? Bei uns hört es sich täglich so an, als würden deine reinen, unschuldigen Engel das Haus bis auf die Grundmauern niederreißen.
M.: Für mich hört es sich so an, als würden die Drachenstämme vom rechten Ufer des Eridanus die Drachenstämme vom linken Ufer des Eridanus ausrotten, aber ich lebe gerne, als stünde die Apokalypse kurz bevor.
L.: Hast du überhaupt vor etwas Angst?
M.: Vor dir. Niemand darf es je erfahren. Der Karakal hat übrigens beim Herumtoben vor einigen Stunden die Schallmauer durchbrochen, glaube ich. Zumindest hat es geknallt.

* * *
Ende August gehen Frechdachs und Drachenmädchen in den Kindergarten. Ich werde dort dreimal wöchentlich Deutschunterricht geben. Die Bezahlung ist schlecht, aber ich kann in der Nähe meiner Kleinen sein, wenn sie sich an das neue abenteuerreiche Leben gewöhnt.

L.: Wir werden uns oft sehen. Freust du dich?
Sole: Das ist gut. Ich werde dort auch unterrichten.

Meine Kinder wissen, was sie sein wollen. Wann werde ich es endlich herausfinden?

* * *
M.: Wir sind Elis Kindergärtnerin in der Stadt über den Weg gelaufen. Er wohne im Wald, hat er berichtet.
L.: Ein entzückendes Bild. Idylle. Vogelgezwitscher. Bachgeplätscher. Wilde Tiere.
M.: Schneewittchen und die sieben Zwerge.
L.: Bei dir enden alle Szenarios auf dieselbe Art. Schneewittchen und die sechs Riesen. Ich, der Schotte, der Ire, der Ami, der Israeli, der Deutsche und – Ethan.
M.: Jaaa…
L.: Nate zieht bei uns ein. Wir ändern nichts, bis auf die Zwerge.
M.: Die Zwergin, der Schotte, der Ire, der Ami, der Aschkenasi, der Wolgadeutsche und – Ethan. Passt! Ohne Nate.
L.: Seine Schwester ist bei meinem Bruder eingezogen.
M.: Was du nicht sagst? Sie haben zwei Kinder gezeugt. Informiere mich, falls dahin gehend ein Plan entsteht.
L.: Witzig. Heute und morgen sind wir im Ghetto. Am Donnerstag treffen wir uns mit Muhammad und Iraj. Lust mitzukommen?
M.: Nein, danke. Ich bin kein Menschenfreund. Ich habe allerdings Zwerginnen lieb. Nackte Zwerginnen. Nackte feuchte Zwerginnen.
L.: Verschwinde.
M.: Gemeine nackte feuchte Zwerginnen.
L.: Weg mit dir.
M.: Echt! Warum habe ich geheiratet?
L.: Weil du mich angebumst hast. Das erzählst du bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit.
M.: Ich bin weg. Ich höre nichts.

Ich mach‘ ein Nickerchen. Bitte um 12.00 Uhr aufwecken.

שבת שלם

Michael: Du schläfst zu wenig. Viel zu wenig.
Richard: Du isst zu wenig. Du trinkst zu viel. Du trainierst zu viel. Viel zu viel.

Mein Mann und mein Bruder haben Recht. Ich bin am Tage eingeschlafen, ohne es zu merken. Gott sei Dank ist Anna Linda (reine Angeberei ;) verantwortungsbewusst und hat auf die Cousins aufgepasst.

* * *
אם אשכחך ירושלים _ עופר פרנסיס

Psalm 137:5 _ Wenn ich Ofer Francis` Stimme höre, fällt es mir schwer an Gott nicht zu glauben.

Beannachadh Aaronic

Am Sonntag wird Derek getauft in derselben Sakristei, in der auch Michaels Vater, Großvater, Urgroßvater und alle Vorväter vor Anbeginn der Zeit getauft wurden.

Gum beannaich ’s gun glèidh an Tighearna thu;
25 gun toir an Tighearna air aodann deàrrsadh ort ’s a bhith gràsmhor dhut;
26 gun togadh an Tighearna a ghnùis thugad agus sìth a thoirt dhut.

Mein geliebtes Vögelchen, sei gesund und glücklich!

С Днем Рождения!

Mein Drachenmädchen ist drei. Nate ist 36. Ich bin glücklich und fühle mich gesegnet, diese wunderbaren Menschen in meinem Leben zu haben.

Sólveig feiert ihren Geburtstag später. Mit der Schwester, mit den Brüdern und dem coolsten Dad der Welt.

Für Nathaniel gibt es Kuchen. Und ab 14.00 Uhr wird die Welt wieder verbessert.

Zeichen zählen


Wie liket man einen Beitrag, bei dem die Funktion extra abgeschaltet wurde? Deine Wege sind unergründlich, o Herr. Halleluja!

* * *
Nate ist aus der Judäischen Wüste wieder zurück. Hat mir drei Rosen von Jericho geschenkt. Haben stundenlang über Gott und die Welt geredet.

* * *
Dylan ist aus Glasgow wieder zurück. Haben gestern trainiert. Weiß jetzt, was E-Stim und Harnröhrenstimulation sind. Interessiert?

* * *
Unsere Rufnummer ist nicht verfügbar. Belästige Dennis. Zehen depiliert. Brüste rasiert. Creme einmassiert. Haar onduliert. Was gibt’s da zu wiehern?

* * *
Führe seit Stunden geistreiche Gespräche. Mit mir. Was wirst Du Dich wundern, wenn Du wach bist.

* * *
Die Spiegel in meinem Schlafzimmer sind zu klein. Warum habe ich am Gleitgel geschnüffelt?

* * *
Ich bin genial. Genial daneben. Ich werde Mikroblogger.

La durata eterna dell’amore

1Se parlassi le lingue degli uomini e degli angeli, ma non avessi amore, sarei un rame risonante o uno squillante cembalo. 2Se avessi il dono di profezia e conoscessi tutti i misteri e tutta la scienza e avessi tutta la fede in modo da spostare i monti, ma non avessi amore, non sarei nulla. 3Se distribuissi tutti i miei beni per nutrire i poveri, se dessi il mio corpo a essere arso, e non avessi amore, non mi gioverebbe a niente.

4L’amore è paziente, è benevolo; l’amore non invidia; l’amore non si vanta, non si gonfia, 5non si comporta in modo sconveniente, non cerca il proprio interesse, non s’inasprisce, non addebita il male, 6non gode dell’ingiustizia, ma gioisce con la verità; 7soffre ogni cosa, crede ogni cosa, spera ogni cosa, sopporta ogni cosa.

8L’amore non verrà mai meno. Le profezie verranno abolite; le lingue cesseranno; e la conoscenza verrà abolita; 9poiché noi conosciamo in parte, e in parte profetizziamo; 10ma quando la perfezione sarà venuta, quello che è solo in parte, sarà abolito.

11Quando ero bambino, parlavo da bambino, pensavo da bambino, ragionavo da bambino; ma quando sono diventato uomo, ho smesso le cose da bambino. 12Poiché ora vediamo come in uno specchio, in modo oscuro; ma allora vedremo faccia a faccia; ora conosco in parte; ma allora conoscerò pienamente, come anche sono stato perfettamente conosciuto.

13Ora dunque queste tre cose durano: fede, speranza, amore; ma la più grande di esse è l’amore.
__________
Prima lettera ai Corinzi, 13.1-13