Über Einarbeitungsphasen und nasse Tüten


L.: Warum ist sie nass?
M.: Sie ist nass, mein angetrautes Weib, weil sie seit fünf Tagen nicht mehr mit meinem Schwanz interagiert hat. Daran ist sie nicht gewöhnt. Sie ist verwöhnt, verzogen, unartig. Wie wär’s? Heut‘ Abend? Nur wir drei. Du, ich, unser Bett.
L.: Halt die Klappe. Was bist du für ein verderbtes Ferkel? Ich habe die Tüte hier gemeint.
M.: Was willst du mit einer Tüte? Willst du sie dir über den Kopf ziehen? Brauchst du nicht. Du bist eine sehr hübsche Frau. Haha. Zu spät. Zu langsam. Zu ungeschickt. Zu vorhersehbar. Alle Macht den unterdrückten Ehemännern!
L.: Idiot!
M.: Ich hab‘ dich auch lieb.

Bin grad‘ wirklich beschäftigt. Werde eingearbeitet, was das Zeug hält. Die unverbesserliche Welt möge mir vergeben. Ich gehe den Weg des Geldes.

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Keine Gefahr im Verzug

Das war dieser Tag, wenn dein Mann dich anruft und sagt: „Ihr seid außer Gefahr! Euch kann nichts passieren. Gleich fahren sechs Feuerwehrwagen an eurem Gebäude vorbei. Ein Haus in der … Straße brennt.“

Ich gebe es ungern zu, aber beruflich ist er noch besser als sein Ruf. Niemand reagiert so schnell. Zwei Minuten später haben wir mit der Chefin die Sirenen gehört. Makaber, dass wir kurz davor über den Brand bei dem Nachbarn gesprochen haben.

Bleibenden Eindruck beim Boss hinterlassen

M.: Dämmert es dir ein, was du dir eingebrockt hast, mein Täubchen? Dein Arbeitsplatz war wirklich nicht der schlechteste. Du durftes entscheiden, wann du kommst und wann du gehst. Du durftest die Abläufe bestimmen. Du durftest dich in Schränken verstecken. Ein paar Blowjobs hier, ein paar Ficks da. Die Arbeitsbedingungen waren angenehm. Die Bezahlung war überdurchschnittlich gut. Der Preis für ein luxuriöses Leben ist durchaus angemessen. Verabscheuungswürdig ist dein Boss nicht. Ich habe Sex mit ihm gehabt. Ich kann das beurteilen.
L.: Fertig?
M.: Wie soll er nun ab Morgen an diesem Tisch im Büro sitzen und an die engagierte Mitarbeiterin denken, die so überwältigend scharf unter dem Tisch ausgesehen hat? Allein, verlassen, mit einem Ständer.
L.: Hör auf. Das ist einmal passiert. Ich meide Desmond seitdem. Ich habe es wegen dir getan. Du warst nervös. Ich wollte, dass du dich entspannst.
M.: Natürlich. Als läge dir mein Wohlbefinden am Herzen. Du hast deine Macht ausgenutzt. Nicht, dass ich das zugäbe. Nicht, dass ich nervös wäre. Falls das jemand erfährt, verklage ich dich.
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Überraschung! Sie haben ein Vorstellungsgespräch.

L.: H.! Sofort stehen bleiben!
M.: Ich habe dich auch vermisst – ?
L.: Nix da. Erzähl! Was hast du gemacht?
M.: Ich liebe dich. Ich bin artig gewesen. Bitte schlage mich nicht. Ich verweigere die Aussage. Ich rufe meinen Anwalt an.
L.: So viel an einem Tag? Weißt du, wer Herr K. ist?
M.: Nein.
L.: Er hat mich angerufen. Ich solle morgen um 11.30 Uhr zu einem Vorstellungsgespräch kommen.
M.: Ich bin sprachlos – ?
L.: Er hat im Auftrag der Stiftung angerufen. Was hast du damit zu tun?
M.: Nichts.
L.: Dein Vater?
M.: Keine Ahnung. Gehst du hin?
L.: Ich habe mich nicht beworben. Ich verfasse das Anschreiben. Ich nehme mein Curriculum Vitæ und die Zeugnisse mit. Wir haben lediglich davon gesprochen, dass ich dreimal wöchentlich Deutsch unterrichte. Als Freiberuflerin. Wegen Sole. Na, die Eingewöhnungsphase im Kindergarten.
M.: Hört sich logisch an: eine hochbegabte Lehrkraft für die hochbegabten Kinder. Bist du versucht?
L.: Ja, ich bin versucht. Dann bin ich dich los. Dann ist Schluss mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.
M.: Du wirst mich vermissen. Haben sie genug Platz unter den Tischen? Einem Mitmenschen den Mittelfinger zu zeigen ist sehr unhöflich.
L.: Bite me.
M.: With great pleasure.
L.: Bugger off.
M.: Entscheide dich doch.

* * *
Drückt mir die Finger. Kreuzt mir die Daumen. Haha. Ich habe wieder ein Vorstellungsgespräch. Wenn es hinhaut, lasse ich alles ohne Zögern fallen und werde für die Stiftung arbeiten, die das Förderungsprogramm für hochbegabte Horrorzwerge verwaltet. Ich bin kein deutscher Gutmensch. Ich bleibe ein gemeiner Giftzwerg. Weltverbesserung… am Arsch.

Wie frau den Weltuntergang verhindert

M.: Die Sonne geht auf.
L.: Halt die Klappe.
M.: Die Sonne ist untergegangen. Das war ein kurzer Tag.
L.: Was?!
M.: Nichts.
L.: Was gibt es zu strahlen? Habe ich keine Zitronen gekauft? Iss eine Zitrone.
M.: Ich will keine Zitrone essen. Ich will strahlen. Ich bin glücklich.
L.: Igitt. Ich kotze gleich.
M.: Bitte nicht erschrecken, aber eigentlich hast du mir heute Morgen zweimal deine Liebe gestanden.
L.: Hast du Fliegenpilze geraucht? Das war Sex. Sonst nichts. Ich habe mit dir geschlafen, um dich ruhigzustellen.
M.: Um Sex geht es nicht. Es geht um die Worte davor. Ich liebe dich auch.
L.: Das möchte ich überhört haben.
M.: Warum bist du gemein zu mir?
L.: Weil ich mir Sorgen um die Schöpfung Gottes mache. Das CERN ist keine Bedrohung. Das bist du. Irgendwann erreicht dein Ego die dreifache Sonnenmasse und implodiert. Ich verhindere die Entstehung eines stellaren Schwarzen Loches und den Untergang der Menschheit. Strahle nicht. Iss eine Zitrone.

Ich mag ihn nicht. Ich interessiere mich weder für sein Herz noch für seine Seele. Ich habe ihn nur wegen seines Reichtums, seines Sixpacks und seines Penis geheiratet. Seine außerirdisch blauen Augen zeigen auf mich keine Wirkung. Ich empfinde nichts, wenn er mich küsst. Ach so, die Orgasmen spiele ich vor.

Hach, ich bin stolz auf mich. Ab – zur Weltverbesserung.

New Innocence

Mili: Stop making out.
Me: We are not making out. We are kissing each other.
Mili: Well, stop kissing each other. You’ve got enough children already.
Mike: Babies do not exactly come from kissing alone.
Sole: Where exactly do babies come from?
Mike: From lovemaking.
Sole: So, no lovemaking for both of you either.

Our girls are so strict.

Who would have thought that stealing kisses from my own husband could be so exciting?

Das Lindengejammer

Ich werde nie mehr trinken. Ich werde nie mehr trinken. Ich werde nie mehr trinken. Geez, es gibt noch drei Flaschen Champagner und einen Kasten Bier… Verstecke ich mich im Schrank oder unter dem Bett, wenn unsere Freunde heute kommen? Ich mache die Tür einfach nicht auf. Jawohl. Brandenburg wählt. Ich bin schwanger mit dem Gedanken, die deutsche Staatsangehörigkeit abzugeben und Schottin zu werden. Ob unsere Ehe das aushielte? Der Typ erklärt doch jeden Liebesakt zu einer Schlacht um die Unabhängigkeit Schottlands. Dabei ist er nicht einmal dafür. Das Leben mit 40 war viel simpler. Warum hat mich niemand gewarnt?

41

Der Typ, der mir gelegentlich überwältigende Orgasmen antut, fickt neuerdings eine 41-Jährige. Igitt, igitt. Er ekelt sich echt vor Nichts. Das heiße ich nicht gut. Aber ich verstehe ihn. Ich habe sie nackt gesehen. Ich bin auch schwach geworden.

Gemeine Rabeneltern

Zwei selige Wochen in Neuseeland. Eine – bestimmt – traumhaft schöne Woche auf hoher See. Zum zehnten Mal zu zweit. Zum ersten Mal zu dritt. Mein Schulterblatt ziert ein neues Tattoo: die Krähe zu Mikes Wolf. Er hat mir einen Heiratsantrag gemacht. Ich habe einen neuen Verlobungsring. Drei Verlobungsringe. Drei gemeinsame Tattoos. Fast zwanzig gemeinsame Jahre. In einem Jahr werden wir wieder heiraten.

Ich hätte ihn doch loswerden können. Warum habe ich nicht Nein gesagt? Was habe ich mir nur dabei gedacht? Habe ich erwähnt, dass er unausstehlich ist?

Ob unsere Kinder uns am Sonntag erkennen? Ob sie uns zurücknehmen? Wir sind lange nicht mehr so egoistisch gewesen.

Die bevorstehende Auswanderung in einer Ehe


„Und? Was passt dir schon wieder nicht? Ich bin einfacher zu handhaben als ein Chinchilla. Ich will immer essen. Ich will immer bumsen. Das sind meine Kardinalbedürfnisse. Die Grundlagen meiner Existenz. Sozusagen.“

Ich verlasse die kuschelige Gosse. Ich lerne Te Reo Māori. Ich lasse mich hier nieder.

Wo kann ich ein Chinchilla in Te Whanganui-a-Tara kaufen? Gibt es in der Nähe einen Sexshop?

Kornblumenwiese

vom Himmel regnet es Sterne . auf meinen Körper . nach zärtlichen Küssen . werden Sterne zu Blumen . leise erblühen unzählige zierliche Kelche . und offenbaren Dir ihre azurblaue Seele

wenn der Donner verhallt . wenn Du sanft einschlummerst . verwandle ich mich in eine Kornblumenwiese

* * *
Going to New Zealand. Hoping for the Perseids. Deeply in love with the man of my dreams.

Gefährlicher Alltag einer Vordenkerin und Aufklärerin

Bloody idiots: Und? Geht es dir gut? Brauchst du Trost?
Gentle queen of elves: Habt ihr Belladonna verkostet? Pfoten weg.
Bloody idiots: Es hat doll geregnet. Bist du zur Arbeit geschwommen?
Gentle queen of elves: Ha-ha-ha. Ich lache mich kaputt. Idioten. An deiner Stelle unterließe ich das Grinsen. Hättest du mir das versprochene U-Boot geschenkt, wäre ich heute keinem Spott ausgeliefert.

* * *
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Adventszeit: gut vorbereitet

Am 09. August? – Yes! Sure. Why not?

* * *
Die Schwiegereltern haben mich gerettet. Die Funktionäre der Horrorbrigade verbringen die Woche vor Schulbeginn in den Scottish Highlands. Der Ruf wurde immer lauter: „Mama! Maaama!! Maaamaaa!!! Wann können wir den Tannenbaum schmücken?“

* * *
Ich rede mit Derek ein ernstes Wörtchen. Er wird bald sechs Monate alt. Was er mit seinem Leben wohl anzustellen gedenke? Wann ziehe er aus?

Über Günther, den Allwissenden

M.: Hast du Muhammad gesehen?
L.: Er ist in Damaskus. Ich habe Günther gesehen.
M.: Igitt. Höre ich den Namen, juckt meine Haut am ganzen Körper.
L.: Ich teile deine Meinung. Die Rumänin Natasa hat viel über ihr Herkunftsland, die Republik Moldau, erfahren. Über die Kultur, über den Alltag. Über die Sitten, über die Bräuche, über die Traditionen. Er verstehe Rumänisch, hat er uns erzählt. Es sei dem Italienischen ähnlich. Und dem Russischen. Unser Russisch hat er womöglich wesentlich verbessert. Wir sind uns nicht ganz sicher. Wir haben fast nichts verstanden.
M.: Dein Russisch ist miserabel. Verstehst du Rumänisch?
L.: Natürlich nicht. Ich verstehe, wenn die Rumänen auf Russisch schimpfen.
M.: Du bist ja keine ausgebildete Sprachwissenschaftlerin. Dein Italienisch ist ausbaufähig.
L.: Ich arbeite hart daran. Hast du Nathaniel absichtlich weggeschickt?
M.: Die Blöße gäbe ich mir nie. Ein Kunde hat ausdrücklich nach ihm verlangt. Warst du im Büro? Ich habe dich nicht wiehern gehört.
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Die Schamhaftigkeit in einer Ehe

M.: Wende dein‘ augen von vnzucht ab. Zieh‘ mich nicht wollüstig mit den Blicken aus. Ich bin schamhaft.
L.: Plavius? Um fünf Uhr morgens? Ich ziehe dich nicht wollüstig mit den Blicken aus. Du bist nackt. Und wann genau hast du zu deiner Schamhaftigkeit zurückgefunden? Weißt du, wie das Wort geschrieben wird? Hast du dich ein einziges Mal geschämt nach deiner ersten Erektion?
M.: Scham ist ein kontraproduktives Gefühl. Ich funktioniere effizient. Es ist übrigens unhöflich, einen Menschen vorzuführen und ihn darauf hinzuweisen, wie ungebildet er ist. Hast du keine Manieren? Wurdest du von Katzen großgezogen?
L.: Nein, von Drachen. Ich schäme mich in Grund und Boden. Es gibt nur drei Gründe, warum Männer nackt sein sollen: unter der Dusche, bei sexueller Erregung und zu meiner Belustigung.
M.: Zu deiner Belustigung? Ich drücke schnell eine Träne weg. Frauen wurden hauptsächlich für drei Aufgaben erschaffen: Beine spreizen, schlucken und – dreh dich um.
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Zwei Sternbilder meines Nordhimmels

א שִׁיר, הַמַּעֲלוֹת
אַשְׁרֵי, כָּל-יְרֵא יְהוָה– הַהֹלֵךְ, בִּדְרָכָיו
ב יְגִיעַ כַּפֶּיךָ, כִּי תֹאכֵל; אַשְׁרֶיךָ, וְטוֹב לָךְ
ג אֶשְׁתְּךָ, כְּגֶפֶן פֹּרִיָּה– בְּיַרְכְּתֵי בֵיתֶךָ
בָּנֶיךָ, כִּשְׁתִלֵי זֵיתִים– סָבִיב, לְשֻׁלְחָנֶךָ
ד הִנֵּה כִי-כֵן, יְבֹרַךְ גָּבֶר– יְרֵא יְהוָה
ה יְבָרֶכְךָ יְהוָה, מִצִּיּוֹן: וּרְאֵה, בְּטוּב יְרוּשָׁלִָם–כֹּל, יְמֵי חַיֶּיךָ
ו וּרְאֵה-בָנִים לְבָנֶיךָ: שָׁלוֹם, עַל-יִשְׂרָאֵל
* * *
Mit ihren zarten acht Jahren hat meine Tochter das Unmögliche vollbracht: Sie hat ihren Vater sozialisiert. So gerne ich diesen Erfolg für mich beansprucht hätte. Ich bin nicht etwa neidisch oder eifersüchtig.

Schöne Seele. Tiefer Verstand. So viel Licht, Liebe, Wärme und Güte kann in dieser Welt nicht existieren. Doppelt schon gar nicht. Träume ich? Mein Herz zerspringt vor Glück.
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Psalm 128
Милки Вей объясняет папе, как устроен мир
Là breith sona dhuit, mo nighean donn!
All unsere Liebe zu Deinem Geburtstag, Täubchen!
Buon compleanno!
Willkommen im August!
Griselda Apfelbaum

Aus dem Alltag der Waldbewohner

Ich liebe meine Kinder. Ich liebe meine Kinder. Ich liebe meine Kinder. Noch zwei Wochen. Noch zwei Wochen. Noch zwei Wochen.

L.: Ich finde, wir haben die Welt gerettet.
M.: Was habe ich verpasst?
L.: Ich meine nur… Als wir aufs Land gezogen sind und die kleinen Monster mitgenommen haben.
M.: Ist das nicht logisch? Das sind deine Kinder. Verstehe ich nicht.
L.: Du kriegst inzwischen nichts mehr mit. Hör zu. Weißt du noch, wie sich die Stille anhört? Bei uns hört es sich täglich so an, als würden deine reinen, unschuldigen Engel das Haus bis auf die Grundmauern niederreißen.
M.: Für mich hört es sich so an, als würden die Drachenstämme vom rechten Ufer des Eridanus die Drachenstämme vom linken Ufer des Eridanus ausrotten, aber ich lebe gerne, als stünde die Apokalypse kurz bevor.
L.: Hast du überhaupt vor etwas Angst?
M.: Vor dir. Niemand darf es je erfahren. Der Karakal hat übrigens beim Herumtoben vor einigen Stunden die Schallmauer durchbrochen, glaube ich. Zumindest hat es geknallt.

* * *
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Eight Years

ו שִׂימֵנִי כַחוֹתָם עַל-לִבֶּךָ, כַּחוֹתָם עַל-זְרוֹעֶךָ–כִּי-עַזָּה כַמָּוֶת אַהֲבָה, קָשָׁה כִשְׁאוֹל קִנְאָה: רְשָׁפֶיהָ–רִשְׁפֵּי, אֵשׁ שַׁלְהֶבֶתְיָה
ז מַיִם רַבִּים, לֹא יוּכְלוּ לְכַבּוֹת אֶת-הָאַהֲבָה, וּנְהָרוֹת, לֹא יִשְׁטְפוּהָ; אִם-יִתֵּן אִישׁ אֶת-כָּל-הוֹן בֵּיתוֹ, בָּאַהֲבָה–בּוֹז, יָבוּזוּ לוֹ
* * *
Счастье мое – беспредельное, необъятное, воздушное — как серебристое кружевное облако, и такое же громоздкое: весом в сотни слонов. В счастье моем ликование. В счастье моем тоска. В счастье моем откровение; боль, грусть и горечь. Я навсегда вросла в тебя корнями. В тебя — в счастье мое, исцеляющее душу и расправляющее крылья.

Счастье мое — лежать в твоих объятиях, изнемогать от твоего запаха, млеть от твоего шепота и радоваться биению твоего сердца. Счастье мое — упиваться мелодией ветра на ртутной арфе воды, разглядывать перламутровую небесную поляну, которая распростерлась прямо над верхушками великанских дубов и прислушиваться к застенчивому шелесту падающих желудей.

Счастье мое — быть с тобой. Счастье мое — быть любимой. Счастье мое — любить, прижиматься к твоему горячему телу, считать неисчислимые звезды и испытывать сладостную близость к Божественной вечности.

И даже ветер не встревает. И даже месяц погружается в задумчивость. И даже дождь галантно зарядил лишь с утра.
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Song of Songs 8:6-7

שבת שלם

Michael: Du schläfst zu wenig. Viel zu wenig.
Richard: Du isst zu wenig. Du trinkst zu viel. Du trainierst zu viel. Viel zu viel.

Mein Mann und mein Bruder haben Recht. Ich bin am Tage eingeschlafen, ohne es zu merken. Gott sei Dank ist Anna Linda (reine Angeberei ;) verantwortungsbewusst und hat auf die Cousins aufgepasst.

* * *
אם אשכחך ירושלים _ עופר פרנסיס

Psalm 137:5 _ Wenn ich Ofer Francis` Stimme höre, fällt es mir schwer an Gott nicht zu glauben.

Beannachadh Aaronic

Am Sonntag wird Derek getauft in derselben Sakristei, in der auch Michaels Vater, Großvater, Urgroßvater und alle Vorväter vor Anbeginn der Zeit getauft wurden.

Gum beannaich ’s gun glèidh an Tighearna thu;
25 gun toir an Tighearna air aodann deàrrsadh ort ’s a bhith gràsmhor dhut;
26 gun togadh an Tighearna a ghnùis thugad agus sìth a thoirt dhut.

Mein geliebtes Vögelchen, sei gesund und glücklich!

С Днем Рождения!

Mein Drachenmädchen ist drei. Nate ist 36. Ich bin glücklich und fühle mich gesegnet, diese wunderbaren Menschen in meinem Leben zu haben.

Sólveig feiert ihren Geburtstag später. Mit der Schwester, mit den Brüdern und dem coolsten Dad der Welt.

Für Nathaniel gibt es Kuchen. Und ab 14.00 Uhr wird die Welt wieder verbessert.

Mäusejagd

Der Karakal jagt kleine Mäuse: mich und meinen Mann. Ich habe bereits mehrere Herzattacken erlitten. Mein Mann ist dreimal gestolpert. Der Mann wiegt 100 kg. Der Karakal wiegt 1000 gr.

0:3

* * *
Karakal und Chupacabra erholen sich

Die netten Nachbarn von nebenan


M.: Das ist doch kein Kater. Das ist ein Flughörnchen.
L.: Vor ein paar Tagen hast du behauptet, er sei ein Karakal.
M.: Hast du ihn springen gesehen?
L.: Hast du Fräulein Fettel fliegen gesehen?
M.: Sie ist keine Katze. Sie ist ein Chupacabra im Katzenfell.

Unsere Haustiere: Karakal und Chupacabra. Seit Stunden schon auf den Beinen. Der Karakal hat eine Nachtlampe von der Fensterbank geschmissen. Dann meinem Mann die Eier gezeigt, damit er sich wieder besser fühlt. Was hat er sich gefreut. Noch im Schlaf, so kurz vorm Aufwachen.

M.: Ich fühle mich sexuell belästigt. Und verstört. Und traumatisiert. So kann es nicht weiter gehen, Linda. Lass uns ihn aussetzen. Wir bringen ihn zum Tierheim. Ich werfe eine Salami hoch. Er klettert einfach über den Zaun. Wie niedrig ist der Zaun? Zwei, drei Meter? Das schafft er locker. Und wir rennen weg.
L.: Das Tor wird videoüberwacht. Sie kennen uns.
M.: Wir besorgen uns Masken. Wir verkleiden uns. Nudisten mit Sombreros? Perverse in Latexanzügen mit Knebeln. Warum lachst du?
L.: Ich habe es mir bildlich vorgestellt. Ich werde gleich weinen.

Also: Schaltet den Fernseher an. Lokale Nachrichten.

Die Ehrlichkeit in einer Ehe

M.: I’m exhausted. I feel empty.
L.: Wegen uns? Wegen mir?
M.: Nein, nicht wegen dir. Wegen der Umstände, in denen wir uns befinden nach diesen zehn Monaten. Ich leugne es. Ich gebe es nicht zu. Ich will dich schützen. Ich mache mir Sorgen um dich. Ich weiß, dass du Alpträume hast. Ich will nicht meinen Geburtstag feiern. Ich will nicht, dass du stundenlang vor dem Herd in der Küche stehst. Wir bestellen uns was. Ich will nicht nach Wales segeln. Ich will nicht nach Russland fliegen. Ich gehe auf keine Geschäftsreise. Können wir in August einfach zu Hause bleiben? Wir werden Soles Geburtstag feiern. Wir werden Milis Geburtstag feiern. Wir werden deinen Geburtstag feiern. Auch unser Ehejubiläum. Du, ich und die Kinder. Jeden, der mein Grundstück beträte, empfinge ich am Tor mit einem M16.

Wir verwerfen unsere Pläne. Wir lernen mühevoll seit vielen Jahren, uns zu überwinden und die Wahrheit auszusprechen. Das wird unsere Blecherne Hochzeit sein. Ich habe genug Kuchenbleche. Ich werde auf die Rosenhochzeit warten. Und, Dank dem Himmel, besitzen wir keine Waffen.

Ich wünsche mir, wir fänden endlich zur Normalität zurück.

Die Kompromisse in einer Ehe

Mein Baby bereitet mir keine Kopfschmerzen. Das ist der Vater, der mich in aller Frühe aufweckt. Ihm sei langweilig. Er wolle essen und bumsen. Bitte sofort die internationale Presse verständigen.

* * *
Der Mann will Sex. Drei Ausreden, um ihn fernzuhalten und doch nicht zu verletzen:

1. Ich lege meine dritten Zähne in den Behälter mit Wasser und falle gleich auf die Knie.
2. Beweg dich nicht. Ich bügle schnell die Schnürsenkel.
3. Warte. Ich reite das Einhorn aus, dann widme ich mich dir.

* * *
L.: Welche Ausreden fallen dir spontan ein?
M.: Was denn für Ausreden? Man zieht sich aus und besorgt‘s der Frau.
L.: Sehr nobel.
M.: So bin ich.

Die Rückgratlosigkeit in einer Ehe

Alles muss ich dir erklären. Kein Kerl würde Nein zu einem Blowjob sagen. Keiner! Es sei denn, er ist in Ohnmacht, im Koma oder tot.

* * *
41 ist Mike geworden. Jedes Jahr verspricht er mir, solide zu werden. Jedes Jahr glaube ich ihm nicht – und werde nie enttäuscht. Meine Kinder vergöttern ihn. Ich mag ihn. Ich behalte ihn. Wer sonst würde ihn aushalten können?

Alles Gute zum Geburtstag, Blödmann!

Man vs. woman

Ja, wir haben gefickt. Schämt euch selber! Es gibt Wichtiges. Ex-Bundespräsident ist mit Boot an der Ostsee gekentert. Wie kann ich einschlafen?

* * *
Ich bin eine kleine gemeine Frau. Wenn mein Mann geil ist und ich keinen Bock auf Sex habe, hole ich ihm einen runter oder blase ihm einen. Höchstens drei Minuten? Wenn mein Mann mich leckt… und leckt… und… Irgendwann bin ich so geil, dass ich ihn in mir drin haben will.

Ist das [emotional gesehen] der Unterschied zwischen Cunnilingus und Fellatio? Das ist [meiner Erfahrung nach] der Unterschied zwischen Mann und Frau. Glaube ich. Der einzige Unterschied? Wir sind gleich. Wir gleichen uns aus :)

Liebevoller Umgang in einer Ehe

L.: Ich habe an dich gedacht. Ich habe von dir geträumt.
M.: Zieh dich aus. Sofort. Ich will in dir sein.
L.: Danke für diese wertvolle Info. Sonst was?
M.: Nein. Was sonst könnte ich von dir wollen?

Noch ein Tag, dann ist Schluss mit Hingabe, Demut und Gehorsamkeit. Dann biete ich ihn zum Symbolpreis auf einem Online-Flohmarkt an.
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Das Verständnis in einer Ehe
1000 und 1 zweifelhaftes Kompliment

Zeichen zählen


Wie liket man einen Beitrag, bei dem die Funktion extra abgeschaltet wurde? Deine Wege sind unergründlich, o Herr. Halleluja!

* * *
Nate ist aus der Judäischen Wüste wieder zurück. Hat mir drei Rosen von Jericho geschenkt. Haben stundenlang über Gott und die Welt geredet.

* * *
Dylan ist aus Glasgow wieder zurück. Haben gestern trainiert. Weiß jetzt, was E-Stim und Harnröhrenstimulation sind. Interessiert?

* * *
Unsere Rufnummer ist nicht verfügbar. Belästige Dennis. Zehen depiliert. Brüste rasiert. Creme einmassiert. Haar onduliert. Was gibt’s da zu wiehern?

* * *
Führe seit Stunden geistreiche Gespräche. Mit mir. Was wirst Du Dich wundern, wenn Du wach bist.

* * *
Die Spiegel in meinem Schlafzimmer sind zu klein. Warum habe ich am Gleitgel geschnüffelt?

* * *
Ich bin genial. Genial daneben. Ich werde Mikroblogger.

Not Being a Grace

L.: I am a grace.
M.: A what?
L.: A grace.
M.: What does that mean exactly?
L.: You know nothing. Das heißt, ich empfinde sexuelle Lust nur, wenn ich eine emotionale Verbindung zu dem Mann spüre. Ich bin romantisch veranlagt.
M.: Aha. Verstandst du das, bevor oder nachdem du mich im Keller geschändet hattest?
L.: Wir haben Liebe gemacht.
M.: Nein, haben wir nicht. Du hast mich in den Keller gezerrt und mir die Kleider vom Leib gerissen.
L.: Du hast dich nicht gewährt.
M.: Es hat mir gefallen. Du bist alles Mögliche – you are naughty, kinky, dirty, maddeningly perverse –, aber du bist nicht asexuell. Very mature. Warum zeigst du mir die Zunge?
L.: Ich mag dich nicht.
M.: Okay. Gehst du mit mir morgen aus?
L.: In ein schickes Restaurant?
M.: Why not? Dust off a nice dress. We are going dancing.
L.: I won’t have sex with you.
M.: By the end of the day you might start developing a crush on me. I’m a fan of yours. I’m quite likebale.

It is possible that I’m falling for him.

Über Sexfantasien

L.: Ich habe gerade einen russischen Artikel gelesen. Angela Merkel, Schönheit, Herzensbrecherin, Pionierin. I will never be the same again.
M.: Was glaubst du, an wen ich beim Sex denke?
L.: Really? Ich habe mich für Peter Altmaier entschieden.
M.: Good taste. Würdevoll, charismatisch, sinnliche Lippen.
L.: Idiot.

In zehn Tagen hat er Geburtstag. Bis dahin schlucke ich alles… hinunter. Hingebungsvoll, demütig, gehorsam. Bin ich keine großartige Ehefrau?

La durata eterna dell’amore

1Se parlassi le lingue degli uomini e degli angeli, ma non avessi amore, sarei un rame risonante o uno squillante cembalo. 2Se avessi il dono di profezia e conoscessi tutti i misteri e tutta la scienza e avessi tutta la fede in modo da spostare i monti, ma non avessi amore, non sarei nulla. 3Se distribuissi tutti i miei beni per nutrire i poveri, se dessi il mio corpo a essere arso, e non avessi amore, non mi gioverebbe a niente.

4L’amore è paziente, è benevolo; l’amore non invidia; l’amore non si vanta, non si gonfia, 5non si comporta in modo sconveniente, non cerca il proprio interesse, non s’inasprisce, non addebita il male, 6non gode dell’ingiustizia, ma gioisce con la verità; 7soffre ogni cosa, crede ogni cosa, spera ogni cosa, sopporta ogni cosa.

8L’amore non verrà mai meno. Le profezie verranno abolite; le lingue cesseranno; e la conoscenza verrà abolita; 9poiché noi conosciamo in parte, e in parte profetizziamo; 10ma quando la perfezione sarà venuta, quello che è solo in parte, sarà abolito.

11Quando ero bambino, parlavo da bambino, pensavo da bambino, ragionavo da bambino; ma quando sono diventato uomo, ho smesso le cose da bambino. 12Poiché ora vediamo come in uno specchio, in modo oscuro; ma allora vedremo faccia a faccia; ora conosco in parte; ma allora conoscerò pienamente, come anche sono stato perfettamente conosciuto.

13Ora dunque queste tre cose durano: fede, speranza, amore; ma la più grande di esse è l’amore.
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Prima lettera ai Corinzi, 13.1-13