Back to the Roots

Mir wurde ein unbefristeter Job als Dolmetscherin/Übersetzerin für Arabisch-Englisch und Farsi-Englisch bei einem karitativen Verein angeboten.

Nach sechs Monaten, während der Flüchtlingskrise, bei einem evangelischen Bildungs- und Sozialwerk habe ich mir geschworen: „Nie wieder! Nie! Keine Jugendmigrationsdienste, keine Bürgerinitiativen, keine Nächstenliebe mehr. I’m out. Ciao, tschüs, adieu.“

Deswegen habe ich mich beworben *lol*

Drückt mir die Daumen.

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Once upon a midnight dreary…

Ich, zartes Maiglöckchen, wurde Opfer eines perfiden Übergriffes. Leider nicht seitens eines liebeshungrigen keltischen Kriegers.

Der Himmel hing so tief, dass ich mit den Fingerkuppen die Sterne anfassen könnte. Die Nacht erhellte der Sichelmond. Im Wald heulten Chupacabras. Ich lag auf einer weißen Decke, weich und kuschelig wie eine Wolke, in einer Gartenlaube, an deren Wänden sich wilder Wein emporrankte. Meinen Leib umhüllte die schwüle sommerliche Hitze.

Gut, ich lag im Bett und trug einen Pyjama, der nur aus einem Bikinihöschen bestand. Neben mir schlief unruhig der Mann, der wahrscheinlich davon träumte, wie er irgendeine doofe Schnalle knallt. Mein Unterbewusstsein beschäftigte sich hingegen mit reinen, unschuldigen Gedanken. Ich träumte vom Frieden auf der ganzen Welt, von der Weltherrschaft, alten Villen und Daniel. Wie alle Zwerge bin ich leicht größenwahnsinnig.

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Sieben

KEINE WERBUNG!

M.: Was möchtest du zum Geburtstag geschenkt bekommen, Baby?
L.: Nichts Besonderes. Ich bin bescheiden. Schenke mir einen Ferrari 275 oder einen Aston Martin DB11.
M.: Eine hervorragende Auswahl für die Familienmutter wie dich. Gäbest du dich eventuell mit einem U-Boot oder einem Hubschrauber zufrieden?
L.: Na, ich weiß nicht. Bezahlst du meine Privatpilotenlizenz?
M.: O Gott, nein!!! Du kannst die Menschheit inzwischen zu Land und zu Wasser bedrohen. Ich lasse dich nicht freiwillig in die Lüfte erheben.

* * *
Sieben wird unsere Große am siebten. Mysteriöse Sieben. Möge das kleine Wunder 7fach glücklicher, 7fach intelligenter und 7fach erfolgreicher sein als wir.

Là breith sona dhuit!

Unsere Kleine, unser Sonnenschein, Papas Drachenmädchen ist heute zwei geworden. Ich habe sie gefragt, was sie mit ihrem Leben anzustellen gedenke und wann sie ausziehen wolle? Sie hat mir die Zunge gezeigt. Wie unhöflich.

Zuerst machen sie sich in deinem Körper breit und treten dich von innen mit schweren Armeestiefeln. Dann lassen sie dich nachts nicht schlafen. Dann lernen sie dich zu beißen und kichernd von dir wegzurennen. Ungefähr mit einem Jahr werden sie selbstständig, verstecken deine Autoschlüssel und probieren das erste Mal deine Schuhe an. Sic transit gloria mundi.

Ach so, trollen tun sie dich auch noch:

„Mama, Mama, Mama. Mama, Mama, Mama. Maaaaaaaaama!“
„Sole?“
„Mama, sag Papa, dass ich ihn liebe. Mehr als dich. Jawohl.“

Hach, die Blumen des Lebens…
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Добро пожаловать!

Linda Goes Berlin*

Oder: Eine Biene im Honigtopf

Am Samstag hat sich mein Weisheitszahn, das querulante Arschloch, wieder gemeldet als Memento an die heitere Lebensfreude, die vor zwei Wochen Besitz von mir ergriff und uns alle mit märchenhaften Augenblicken überschüttete: „Das Leben ist Marter. Sei nicht übermütig. Fröne keiner Völlerei. Weiche von Ilja. Du bringst ihn aus der Ruhe. Hallöchen! Wie geht’s? Hast mich nicht erwartet, gell?“ Dann kichert er und meißelt sumerische Piktogramme mit gewaltigen, dröhnenden, quälenden Hammerschlägen in meinen Unterkiefer.

Wenn ich die Bilderschrift richtig entschlüsselt habe, handelt der Traktat von unprätentiösem Wesen, Ergebenheit und noch mehr Demut.

Ob ich ein Sommercamp für Kinder eröffnen sollte?

* * *
Die Zahnschmerzen lindern Salbeitee, Gewürznelken und ein sanfter sinnlicher Mann.

Das Urchaos in den Kinderzimmern merzen freiwillige kleine Monster, Spülmittel und ein Wischmopp aus.

Gegen Iljas Abreise hilft keine Panazee, aber ich werde mit Crêpes Suzette und Champagner zum Frühstück fürliebnehmen.

* * *
Bleibt gesund! Hadert nicht mit dem Schicksal. Und ich frohlocke, denn morgen findet das Konzil mit Herrn Dr. G., dem Heiligen meines Vertrauens und dentalen Exorzisten, statt.
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*„Ingrid Goes West“, Schein vs. Sein, empfehlenswert

Über die toten Seelen*

Denke um. Reagiere nicht. Lerne Erinnerungen zu evozieren.

Versage dem Feuer das Substrat für die Existenz. Lasse die Kreatur, die das Feuer der Zerstörung zu entfachen trachtet, schonend – pikant gewürzt mit Selbstgewissheit, Hass und Aversionen –, in der eigenen Galle garen, auf dass sie die Würde bewahre und sich in aller Stille annihiliere. Sei gnädig. Du. Bist. Lebendig!

Schließe dich den Menschen an, mit denen du auf einem gemeinsamen Pfad, obzwar steil und dornig, wandeln kannst: weg von der Dunkelheit; zum Licht, zur Hoffnung, zur Liebe hin.

* * *
Christians Worte.
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*Trolle, Hamster, Hater; Nikolaj Gogol, „Die toten Seelen“

Das Glück

Warum denke ich bloß an Michael, immer wenn ich eine Kornblume sehe?

* * *
Ich bin die Verkörperung der Demut. Ich wohne seit einer Woche mit zwölf Kindern in meinem Kibbutz. Beat me!

Ich war nie glücklicher. Es gibt nichts Besseres. [Trotz der Proteste unserer Katzen.] Der Mann kommt auf dumme Gedanken und würde gerne die Kontrazeption absetzen. Ich verbarrikadiere mich in meinem Schlafzimmer. Wenn Du mich bumsen willst, mach’s einfach, weck mich nicht auf. Ich schlafe ein, kaum mein Kopf das Kissen berührt.

* * *
Am Wochenende verabschieden wir den schönen Wolgadeutschen, seine Frau Nadja und deren beide Kinder. Ilja darf ich auch nicht behalten. So gemein.

Chris und Theresa schließen sich dem Grillfest an. Sie haben zwei Kinder :D

Igor Akinfeev

Ein guter Mann!

Nach all den Hetzkampagnen, Verunglimpfungen und Lügengeschichten, die unsere deutschen Massenmedien – mit eifriger Unterstützung ihrer europäischen und amerikanischen Pendants – in den letzten Jahren über Russland verbreitet haben, ohne dass jemand einen legitimen Einspruch erhoben hätte, sei dieser Triumph den Russen vergönnt.

Bei der Liveübertragung eines Fußballspiels gestaltet es sich prekärer, Fake News kontinuierlich zu generieren und alternative Fakten zu fabrizieren. Sport war schon immer politisch.

* * *
Nadja und Ilja sind da. Wir schauen noch „Wag the Dog“ und „Special Correspondents“, essen den Kühlschrank leer und freuen uns auf einen grenzenlosen Horizont, sternenreichen Himmel, Wind, Regen und… Freiheit von der Krux der Zivilisation.

Spätestens in acht Tagen sind wir in Glückstadt.

Die Meilensteine

„Was willst du hier, Muttersöhnchen? Verpiss dich von meinem Grundstück!“
„Heiliger Himmel, du bist wunderschön.“

Dies waren die Worte, die mein Mann und ich vor zehn Jahren nach einer 6-jährigen Trennung miteinander wechselten.

„Der Mond ist auf die Erde gestürzt… Was war das denn? Wann hattest du das letzte Mal Sex?“
„Vor sechs Jahren. Alles Andere war Masturbation: egal, ob mit der Hand oder mit einem Frauenkörper.“

Dies waren seine Worte, nachdem ich das erste Mal Ich liebe dich. Ich liebe dich so sehr. von ihm gehört hatte. Es bedurfte einer Nichtigkeit: acht Jahre zusammen, sechs Jahre in parallelen Wirklichkeiten. Ich verhielt mich unnachgiebig. Es waren immerhin fast zehn Minuten seit unserem Wiedersehen verstrichen, bevor er in mir das erste Mal in dieser Nacht kam.

„Heirate mich.“
„Wie bitte? Ich habe dich nicht verstanden.“
„Du hast mich verstanden. Heirate mich. Ich bin kein schlechter Mann. Du wirst es gut bei mir haben.“

Wir lagen im Bett. Mein Bauch wölbte sich. Ich habe nie an unserer Ehe gezweifelt.

„Gott, was machen wir jetzt?“
„Sorge dich nicht. Wir schaffen das. Ich werde jedes Kind großziehen, das du mir schenkst.“

Wir hegten ein Baby um. Wir erfuhren gerade vom Gynäkologen, dass ich mit Zwillingen schwanger bin. Mein Herz rutschte in die Fersen. Für einen kurzen Augenblick sah ich, wie das Blut aus seinem Gesicht wich.

Ich bin stolz auf meinen Mann. Sein Wille ist ehern. Ich werde mich nicht mit fremden Federn schmücken, obwohl er oft genug betont, dass hinter einem erfolgreichen Mann immer eine starke Frau stehe*.

Ich glaube, ich hatte keinen Vogel abgeschossen. Der Phönix selbst ging freierdings in mein Netz. Zu seinem Versprechen bekennt er sich bis heute. Er kümmert sich inbrünstig um meine Kinder, und sie schauen zu ihm auf.

Die Romantik ist überbewertet. Nur die Taten zählen. Gestellte Fotografien in sozialen Medien verwandeln das Leben nicht in ein Märchen.

Fata Morganas bleiben Fata Morganas. Die Erzengel sind echt.
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*Wer ist der Autor dieses Zitats?

Professor Unrat lässt grüßen

L.: Wo gehst du jetzt noch bitte hin?
M.: Ins (nuschelnd) …uff.
L.: Wohin? Ins Puff?
M.: Doch nicht ins Puff. Ins Kabuff.
L.: Haben wir neuerdings ein Kabuff? Lesen wir neuerdings Heinrich Mann?
M.: Wenden wir neuerdings den Pluralis Majestatis an?
L.: Ja, bei uns ist neuerdings der Größenwahn ausbibrochen*. An allen Miseren sind die Biber schuld.
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*Lapsus Linguae: ausbibrochen statt ausgebrochen

Extremsport zum Wochenende

L.: Baby, was machen wir am Freitag?
M.: Wir besteigen den Mount Everest und segeln die Sieben Weltmeere um.
L.: Okay. Ich treibe „Bullets over Broadway“ auf. Du bestellst die Pizza.

* * *
H.: Ein wenig windig heute.
L.: Haley, übertreibe nicht so maßlos.

Bobos vs. Höhlenmenschen

L.: Kein vegetarisches Frühstück für dich.
M.: Erfahre ich auch den Grund dafür?
L.: Ich habe auf dich gewartet und zwei Männer belauscht, die eine halbe Stunde lang über Vorzüge von Amaranth und Quinoa diskutiert haben. Ich bin trocken wie die Sahara. Ich habe genug von Warmduschern. Sei du selbst: rüde, rüpelhaft und ungehobelt.
M.: Ich könnte dir die Niagarafälle anbieten. Was? Du hast mit den geografischen Vergleichen angefangen.

* * *
L.: Bevor ich deine Familie kennen gelernt hatte, aß ich wie ein Kolibri.
M.: Nun gut, jetzt isst du wie eine verfressene Ente, aber ich finde es sexy.
L.: Watch it!
M.: Au! Hast du mich gerade getreten?
L.: Nein, nein. Ich wollte mit dir unter dem Tisch füßeln.
M.: Füßeln… von wegen. Au, das hat wehgetan.
L.: Ach, verzeih mir, mein Liebling.
M.: Ha-ha. Daneben. Aua!

* * *
L.: Nur die Götter wissen, wie ich dich ertrage. Du solltest mich fürs Bundesverdienstkreuz vorschlagen.
M.: Eigentlich wollte ich mich an die UNESCO wenden und dich zum Weltkulturerbe erklären lassen.
L.: Eine weise Entscheidung. Ich unterstütze dich.

The Wall

L.: Hast du den Sonnenaufgang gesehen?
M.: Er war schön.
L.: Holyrood Park. Hab‘ gehofft, meine neuen Freunde zu treffen.
M.: Die sind wahrscheinlich bereits abgereist.
L.: Isst du mit mir zu Mittag?
M.: Heute nicht. Leider.
L.: Gut. Dann gehe ich zu Henry und lasse mich von ihm quälen.

* * *
Henry, ein ehemaliger Bootneck/mein Lieblingscoach, ist vor kurzem von Carlisle nach Newcastle gelaufen.

14:12:46
110.8 km
7:42/km

Bloody hell! I should bow when I see him today, shouldn’t I?

Happy Father’s Day!

Haley: Was hast du Mike zum Vatertag geschenkt?
L.: Rote Rosen, Springbank 45yo und mich. Die Blumen hat unsere Große geklaut. Sie sind in ihrem Kinderzimmer zu bewundern. Den Whisky wird er bei Texas Hold’em mit seinen Kumpels an einem Freitag genießen. Ich wurde ausgepackt. Was hast du Daniel geschenkt?
H. (lachend): Motivsocken, aber er hat mich trotzdem ausgepackt.

Baby, we’re the lucky ones. You are the greatest and most precious gift from Heaven. We love you and we feel your love wherever we go. You’re the best father in the world. Every single day.

* * *
Am 29. Juni endet für die Horrorbrigade das Schuljahr. Danach werden wir mit Haley und Daniel, Nadja und Ilja von Edinburgh über Helgoland durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Glückstadt segeln*. 450 Seemeilen.

Hach, ich freue mich auf meinen Bruder, meine Freunde und meine Tiere.
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*Ahoi! Ahoi! Frau über Bord!

Three Men in a Boat*

oder: Ab – nach Australien!

Ich ziehe Magisches an. Ich bin ein Schwarzes Loch. Keine blöden Witze, Michael! Mach deinen Mund zu, sonst töte ich dich. Vor einer viertel Stunde sind mir und den Höllenhunden vier wunderbar besoffene Gestalten im Holyrood Park begegnet: ein dürrer Riesenrentner mit schütterem Haar, in eine saphirblaue Jacke geheimnisvoll gehüllt, ein kleiner dicker Rentner mit schwarz gefärbter Haarpracht und eine ältere Frau in einem giftgrünen Pullover. Sie haben eine anregende Diskussion geführt. In Deutsch.

* * *
Schönheit in Giftgrün mit Einkaufsnetz: Schottland ist ein Scheißland. Ich will auswandern.
Schönheit in Saphirblau mit Dackel (unangenehm laut, torkelnd): Wohin?
Schönheit in Giftgrün mit Einkaufsnetz: Nach Russland.
Kleiner Dicker (sich kaum auf den Beinen haltend): Nach Australien?
Schönheit in Saphirblau mit Dackel: Nach Russland, sagt sie.
Kleiner Dicker (erhobenen Hauptes): Russland ist auch ein Scheißland.
Dackel: Anubis, mein Herr, befreie mich von dieser Qual. Ich werde nie mehr in einen Stiefel kotzen.
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*Three Men in a Boat (To Say Nothing of the Dog) by Jerome K. Jerome

Die Kunst der Malerei

Henry: Linda?
L.: Sie ist nach Sibirien ausgewandert.
H.: Wie ich dich vermisst habe.
L.: Das ist nachvollziehbar. Ich bin bezaubernd.
H.: Geez. Und so bescheiden. Kommst du zum Training?
L.: Nein. Ich bin zu beschäftigt.
H.: Was machst du?
L.: Ich sitze auf dem Balkon und bemale Bananen. Wo kann ich einen Axolotl kaufen?
H.: Wirst du ihn auch bemalen?

* * *
Kundgabe: Du! Hab‘ beschlossen, fett zu werden. Freunde Dich mit dem Gedanken an. Küsschen. Dein Weib.
Resonanz: Wer?

Тост

М.: To my first and only love. To the mother of my children. To my beautiful bride. Я люблю тебя, Линка! Я люблю тебя больше своей жизни. Ты меня любишь?
L.: Немного. Ты чем обдолбался, дебил?
М.: Гонораром.
L.: Я люблю тебя бесконечно!

From Russia with Love

Sollte ich Kaviar, Blini, eiskalten Wodka und die berühmte russische Gastfreundschaft überleben, sehen wir uns in acht Tagen beim Sonnenuntergang am Leuchtturm wieder.

* * *
L.: Gibt’s in Russland auch zärtliche Yeti -Männer?
M.: Hast du Fliegenpilze geraucht? Für dich gibt’s nur mich. Get used to it. Und jetzt – halt die Klappe. Hier ist deine Lieblingslektüre.
L.: Ein Thesaurus?
M.: Das Telefonbuch.

3 ;)

XX: Du bist also Single und dreifache Mama…
L.: Äh…
M.: Das ist richtig.
XX: Bist du ihr Freund?
M.: Nein, Liebhaber. Ich bin glücklich verheiratet und ziehe mit meiner Gattin fünf wunderbare Kinder groß.
XX (verdutzter Blick): Nett.

L.: Musste das sein?
M.: Wechsle nicht das Thema. Warum erwähnst du mich so selten, dass man denkt, du wärst vogelfrei?
L.: Ist das nicht offensichtlich? Ich schäme mich für dich.
M.: Ist dir klar, dass du mich gerade herausgefordert hast?

Erzengel und Linde: 101 Geschichte, 30 weitere als „privat“ gekennzeichnet
us: 363 Geschichten
kids: 294 Geschichten

Wie hält er es mit einer undankbaren Egoistin nur aus? Der Mann ist ein Heiliger.

* * *
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Forfar Triathlon

For Mike (sprint)
Swim: 750m
Bike: 21.1km
Run: 5km

For me (novice)
Swim: 400m
Bike: 10.74km
Run: 5km

52 days to go.
That’s gonna be an awesome summer.

EMF

I ran Edinburgh.

13.1mi
6:42/mi
1:28:25

A little bit proud of myself.

Hunde & Luxus

L.: Überleg mal, man kauft ein Haus, das fast 10.000.000 € wert ist. Luxusimmobilie aus der Gründerzeit. Am Flussufer gebaut. Wohnfläche über 1000 m2. Grundstück fast 2000 m2. 20 Zimmer. Swimmingpool, indoor.
Daffyd: Nebenkosten nicht inbegriffen. 43.000 für Grundbucheintrag. 500.000 für Grunderwerbssteuer. Der Makler bekommt 607.000, der Notar 128.000.
L.: 1.278.000 insgesamt.
D.: 11.278.000 insgesamt.
L.: Gibt es auch für solche Fälle Finanzierungsmöglichkeiten?
D.: Sicher. 3.300.000 Eigenkapital sind zwingend nachzuweisen. Bei einem Jahreszins von 1,28% erhält man von der Bank 8.100.000.
L.: Wie hoch ist die Monatsrate?
D.: Sollzinsbindung von 10 Jahren? Ungefähr 22.000.
L.: Krass.
D.: Na, entweder ist man wohlhabend genug oder man entscheidet sich lieber für ein einfaches Haus, das 160.000 kostet.
L.: Immer noch ein stolzer Preis. Meine Mutter hat immer gesagt: „Nimm nie einen Kredit auf, das Geld gehört der Bank. Heirate keinen reichen Mann, nur weil er reich ist, das Geld gehört ihm. Heirate keinen alten Mann, je älter sie werden, desto langweiliger sind sie.“
D.: Klingt weise.

Was denn? Worüber redet ihr bei einem Spaziergang mit den Hunden am Strand?

* * *
Das ist kein Hund. Das ist ein Schwein.

Female Honesty

XX: Du frisst wie ein Nilpferd und bist trotzdem dünn. Hast du Würmer?
L.: Yep. Sie heißen Pietro und Gianluca. Ich habe sie auf meiner Reise in die Toskana kennengelernt. Sie residierten in einem Apfel.

Wie schreibt man „Neit“ und „Mizgunst“ richtig?

* * *
XX2: Newlyweds?
L.: Newlyweds??? 18 years together. 5 kids, 2 dogs, 2 bunnies and the cat of the Apocalypse – Fräulein Fettel.

Ich wollte XX2, die ich vor diesem Geschäftsessen noch nie getroffen habe, umarmen und abküssen. Gesegnet soll ihr gutes Herz sein.

* * *
Anfang Juni werde ich Michael nach Russland begleiten: fünf Tage in Moskau, drei Tage in Sankt Petersburg.

Dreams do come true :)

SM

Letzte Woche habe ich [ausnahmsweise] mit zwei schönen Männern im Bett unter einem Dach gewohnt: Mike & Sam. Zum Frühstück gab’s Crêpes Suzette mit flambierten Orangen und Champagner. Wie dekadent.

Ich war im Himmel. Ich bin eine simple Frau.

* * *
L.: Können wir Sam behalten? Können wir? Können wir? Können wir? Bitte! Bitte, bitte.
M: Nein! Definitiv nicht. Schmachte ihn nicht vergebens an.
L.: Das ist schade. Er beherrscht Hochdeutsch und leugnet nicht, dass er deutsch ist. Erinnere mich, warum ich dich und nicht Sam geheiratet habe?
M.: Nix verstehen.
L.: Du verstehen nur das, was dir gefallen.
M.: Und? Was sein deine Problemen?
L.: Ich liebe einen Blödian. Das sein meine Problemen.

Wo Gott* Urlaub macht

Für mich gibt’s weiterhin keinen Yeti :(

Der Schotte mit den kornblumenblauen Augen hat mich mal wieder manipuliert und nach Edinburgh verschleppt. So gemein *seufz, schluchz*
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*Der Herr ist uns zwar nicht begegnet, dafür aber viele merkwürdige Gestalten, allesamt – menschlich.

Falljökull glacier

Ist diese isländische Landschaft nicht zauberhaft?

Unser Hafen der Glückseligkeit für eine Woche. Wahrscheinlich bleibe ich hier für immer. Michael darf von meinem Traum nicht zu früh erfahren…

Mamas‘ Willkür

Ich fuhr mit dem Bus zu einem Date. Der Busfahrer bremste plötzlich. Ich nieste, furzte, biss mir auf die Zunge und pinkelte vor Verlegenheit in die Hose. Alle haben gelacht.

* * *
Welche Frau würde freiwillig diesen peinlichen Vorfall mit der ganzen Welt teilen? Das Gerücht hält sich schließlich hartnäckig: Prinzessinnen kacken nicht.

Ich verhandle mit Michael:

„Du Baby [koketter Tritt gegen das Schienbein]…“
„Was willst du?“
„Wir haben noch Bier. Ich schlage einen burping contest vor. Der Verlierer macht den Abwasch.“
„Ich verzichte.“
„Feigling!“
„Ich bin nicht feige. Ich gehe keine aussichtslosen Wetten ein.“

Darn my luck! Ich bin keine Prinzessin und – ich bevorzuge die Au­to­fahrten.

* * *
Warum schämen sich viele Frauen für solche Fauxpas? Warum schämen sich keine Mütter, die in den ‚coolen Mamablogs‘ ihre Kinder bloßstellen: peinliche Bilder mit verschmierten Gesichtern, in der Badewanne sitzend, auf der Toilette hockend, fast nackt mit nasser Windel; liebevolle Beschreibungen des Erbrochenen, Details über die Konsistenz der Fäkalien oder die Farbe der Expektoration?

Begreifen sie nicht, dass die Kinder nicht ihr Eigentum sind, das sie nach Lust und Laune zu merkantilen Zwecken veräußern dürfen? Das sind einzigartige, neugierige, vorurteilsfreie kleine Menschen, die zu jungen denkenden Menschen heranwachsen und sich kaum dafür bedanken werden.

Und die verurteilen mich?!

Vergebt mir meine jugendliche Naivität. Ignorance is bliss.

High Heels Diaries

Strand, Höllenhunde, mysteriöser Schuhabdruck… Ist das ein Yeti, ein Einhorn oder gar ein martialischer Gott der keltischen Triade?

* * *
So sieht es aus. Könnte auch Ichthyander sein. Will sich erfrischen und ins kühle Nass hüpfen. Immer mit der Ruhe. Bloß nicht verscheuchen. Süß, der Kleine.

* * *
Jetzt werde ich schweres Geschütz auffahren.

„Steak, Whisky, nackte Frau – das nenne ich einen gelungenen Abend“, sagt Michael.

„Speisen de luxe, festliche Kleidung, nackter Mann – das nenne ich einen gelungenen Weihnachtsmorgen“, sage ich. Ach, war das herrlich.

Die Robe von Golce & Dabbana, die Schuhe von Banolo Mlahnik zur Verfügung gestellt. Das Essen von einem Koch mit drei Michelin Sternen gezaubert. Das Bild von einem Starfotografen geschossen. Der Mann hat sich selber verziert: elegantes Styling, sinnlicher Duft, goldener Staub, Strass und Feder. Alles, damit die Frau sich wohl fühlt, während sie ihn mit dem Mund verwöhnt.

* * *
Hi-hi-hi. Ich spreche nicht die Problematik der Unzulänglichkeit bei kleineren Größen an. Ich weise darauf hin, wie hübsch die Türklinken aussehen würden, hätten sie sich rechtzeitig geschmückt. Männer, ich habe noch Glitzer übrig!