Wake up, Baby! You’re Dreaming.

Ich eiferte meinem kleinen Sohn nach. Ich warf mich auf den Boden. Ich drehte mich um die eigene Achse: nach links, nach rechts, nach oben und nach unten. Ich strampelte mit den Beinen in der Luft und kreischte empört: „Winter, geh nicht weg! Winter, bleib bei mir!“

Was ist das? Was soll das?

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Schottische Philosophie

M: Memmen wuseln in Mösen. Männer ficken Fotzen – enge, nasse, glü­hende Fotzen, welche die Schwänze umschließen, als gäbe es keinen Morgen.
L: Du bist mein Prinz auf dem weißen Ross. Mit einer roten Rose…
M: … im Arsch.
L: Schwachkopf!
M: Und lass mich den Gedanken zu Ende führen.
L: Bloß nicht! Verschone mich.
M: Träum weiter, o Unglückliche! Die Suche nach dem Paradies, nach dem Sinn des Lebens, nach der Unsterblichkeit ist eine tri­vi­ale Schimäre, wenn du in die heiß geliebte Fotze hineinstichst und diesen süßlichen Schmerz spürst, kurz bevor die Zuckungen einsetzen und du abspritzt. Übrigens: als du die Zitronen vom Fußboden aufgesammelt hast, habe ich mir vorgestellt, wie ich in deinem Mund komme.

Ab nach Alberta. Den Philosophen nehme ich doch mit. In wessen göttlichen Augen würde ich mich sonst verlieren?

* * *
„Freust du dich auf die Huskys?“, fragt er mich. Der Vollidiot kapiert gar nichts.

Die Morgenröte

M: Sind wir verstimmt?
L: Klappe halten!
M: PMS?
L: Ich PMSe dir gleich ein Veilchen.
M: Mannomann, ich gehe lieber.
L: Baby, vergib mir. Komm bitte zurück. Kuschle mich glücklich.

* * *
Ich bin endlos traurig. Leider habe ich momentan keine Kräfte, um mich gegen die Außenwelt zu schützen, deswegen – der Himmel, die Schönheit, die Nordlichter.

Das ist nicht der Polarkreis. Das ist Edinburgh im September, vom Haven aus gesehen.

Enjoy! Keine Kooperation mit der Werbeträgerin. Ich bekomme von der Mutter Natur keinen Cent.
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Diese chinesischen Laternen gibt’s ab sofort auch in Deutschland zu bewundern. In Halle.

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A Declaration of Love?

M.: Wenn ich dich drei Tage lang nicht anfassen durfte, küsse ich in meinen Gedanken deinen Hals. Am sechsten Tag stelle ich mir vor, wie du mir einen bläst. Und beim Wiedersehen will ich bloß zwischen deinen Schenkeln kommen. Ohne Kondom, wenn es geht.
L.: Prinzessin!

Und man behauptet, Frauen wären launisch und inkonsequent.

Edinburgher Zoo

Wie schnell doch unser Leben geworden ist. Du verreist für eine Woche und kehrst in eine völlig veränderte Realität zurück.

Deine Familie wohnt jetzt unten, in einer gemütlichen Deckenburg, die sich in einer malerischen Couchlandschaft befindet. Oben im Badezimmer haben sich Puppen und Quietscheenten eingenistet, weil dein Kind abends majestätisch badet. Wir brauchen mehr Schaum, Mama! Deine Frau hat ihren vierten guten Vorsatz gebrochen und trainiert wieder, obwohl du dich so sehr darauf gefreut hast, dass sie weitere 50 kg zunimmt und du sie überall als „meine Frau, der deutsche Kartoffelknödel“ vorstellen kannst.

Verdammt nochmal!

Ärgere dich nicht, Baby. Fräulein Fettel, dieses Symbol der Beständigkeit, schaukelt starrsinnig auf den Jalousien, denn die Gardinen gehören der Vergangenheit an.

Hach, was waren das für unbekümmerte Zeiten, damals – vor sechs Tagen.

Digitale Selbstdarstellung

Ich hatte gestern im Park gejoggt, war zweimal ausgerutscht und auf meinem Hintern gelandet. Die Wolken hingen tief. Der Himmel schien elend und düster. Meine Hunde lachten mich aus. Dylan war rüde, rüpelhaft und ungehobelt wie immer, weswegen ich ihn zu einem Kampf herausforderte [und versagte].

Zu Hause, in der innigen Umarmung des Wassers unter der Dusche, habe ich endlich begriffen, was mir zum Glück fehlt, obwohl ich schön, reich und schamlos bin. Vielen Dank auch, Baby!

Berühmtheit! Ich will unbedingt Influencerin werden. Erzittert, o Götter der keltischen Triade!

Ich fange sofort damit an, euch zu influencen. Bewundert bitte meine langen Beine, meinen immensen Reichtum und, ich erröte… Ach, riskiert doch selber einen Blick.

* * *
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Türme & Erker

Meinen Liebhaber sehe ich erst am Dienstag. Also, keine Texte mehr, lediglich ein paar anspruchsvolle Bilder:

Mann – „Passionierter Angler“
Frau – „Kamasutra“
*meine Werbeagentur vertritt sowohl die Katze als auch die Pampuschen. Das rosa Schleifchen war meine Idee.
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Von Botschaftern & Betriebsräten

L.: Es gibt drei Dinge, die ich ewig betrachten könnte: fließendes Wasser, loderndes Feuer und ejakulierende Männer.
M.: Du Ferkel. Hast du in absehbarer Zeit vor, ein Buch mit deinen Aphorismen herauszugeben?
L.: Würdest du es lesen?
M.: Machst du Scherze? Ich bin ein Süchtiger. Ich würde monatelang vor dem Buchladen zelten, um ein Exemplar zu ergattern. Würdest du wie früher Autorenlesungen abhalten? Ich würde an allen Vorträgen teilnehmen, auch wenn ich danach Privatinsolvenz anmelden müsste. Ich bin optimistisch. Vielleicht lerne ich dich bei einem Vortrag kennen; du verliebst dich in mich unsterblich, kochst sonntags Spaghetti mit Fleischbällchen und holst mir einen runter. Sofort bitte, wenn es dir nicht allzu umständlich erscheint.
L.: Du bist und bleibst ein Schwachkopf.
M.: Warum bist du gemein zu mir? Wagst du es tatsächlich – grausam und erbarmungslos wie immer –, mir einen bescheidenen Wunsch zu verwehren? Ich lese dir jeden Wunsch von den Lippen ab. Ich unterstütze dich bei dem ehrgeizigen Vorhaben. Ich lasse das Wasser in der Küche laufen. Ich zünde Feuer im Kamin an. Ich ejakuliere für dich. Sag mal, Frau, schämst du dich nicht?
L.: Du bist ein edelmütiges Menschenwesen. Mir kommen die Tränen. Bitte vergib mir diesen schwachen Moment der Gleichgültigkeit. Ich bügle schnell die Schnürsenkel und wedle dir einen von der Palme.
M.: Mich beschleicht ein ungutes Gefühl. Ich verlange keine Perfektion von dir, wenn wir miteinander schlafen. Frag mich, was mir gefällt? Womöglich sehne ich mich insgeheim danach, dich so zu sehen, wie Gott dich in seiner unendlichen Weisheit geschaffen hat – verletzlich und mit zerknitterten Schnürsenkeln. Ihr Frauen verkompliziert Beziehungen. Wir Männer sind direkt. Uns wohnt die natürliche Schönheit inne. Wimperntusche, reichhaltige Tagescreme, maßgeschneiderter Anzug, handgefertigte Schuhe – und wir sind un…
L.: …ausstehlich.
M.: …widerstehlich. Unwiderstehlich. Hörst du schlecht?! Was ist los mit dir?
L.: Dir, mein Lieber, wohnt in erster Linie die angeborene Blödmannitis inne.
M.: Du magst mich trotzdem.
L.: Ja, aber nur aus Angst und Schrecken. Ich simuliere oft. Hände weg von meinem Höschen. Wer hat dich denn eingeladen? Wurdest du akkreditiert? Leg mir das Beglaubigungsschreiben vor.
M.: Once again? Hast du gerade unsere Ehe aufgelöst und dich zu einem souveränen Staat erklärt?
L.: Jawohl.
M.: Ich bin unsicher, wie ich darauf reagieren soll. Mir fehlen die Worte.
L.: Echt?
M.: Ja, aber die Herausforderung reizt mich. Um Missverständnisse zu vermeiden: Gehe ich recht in der Annahme, dass du der Empfangsstaat bist? Bin ich der Entsendestaat? Beglaubige ich mich bei dir selber als designierten Botschafter? Die Botschaft befindet sich demzufolge im Tal südlich des Venusberges. Keine Sorgen, ich bestehe nicht auf dem militärischen Zeremoniell. Den Weg finde ich schon allein. Okay. Listen up. „Der Gesandte bewunderte die Fassade der Botschaft.“ „Die Botschaft bereitete ihm einen wohlwollenden Empfang.“ „In der Botschaft bewegte er sich sanft und langsam.“ „Er merkte wohl, wie steif seine Haltung wurde, als die Tore der Botschaft sich öffneten.“
L.: Mich packt das kalte Grausen.
M.: Warte ab. „Sein Leben widmete er inbrünstig der Botschaft.“ „Die Wände der Botschaft zitterten und bebten heftig, noch bevor die Überschwemmung sich ankündigte.“
L.: Ich hasse dich. Ich hasse dich aus tiefstem Herzen, Michael.
M.: Deswegen lachst du? Liefere mir doch keine Vorlagen, Linda.
L.: Be quiet and shut the fuck up. I’ll do whatever you please.

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Es schneit :D

Ich skype mit meiner Mama. Sie sitzt mit dem Rücken zum Fenster. Ich sehe, dass es [seit den frühen Morgenstunden] schneit. Im Norden Brandenburgs stellt der Winter gerade einen Antrag auf seine Gültigkeit. Es gibt ihn wahrlich – jawohl.

Wo schneit es noch in Deutschland, Leute?

Wenn ihr nur wüsstet, wie ich den Winter liebe. Kindheitserinnerungen halt. Mein Papa hat mir allerdings die Geschichten von Theodor Storm vorgelesen. Gott, wie ich ihn vermisse. Ich würde so gerne sein lebensbejahendes Lachen noch einmal hören. Ich war immer sein Lieblingssohn.

Heute bin ich die Schneekönigin. Aber ich entführe keine kleinen Jungs. Andersen, du Lügner! Ich bevorzuge ausschließlich die Jungs mit harten Eiszapfen. Aber warm serviert bitte. Glaubt mir, niemand will mich krank erleben.

Ein Quäntchen Hoffnung

Der Mann hat sich erkältet. Die Große hat gezickt. Die dritte Klasse sei völlig überflüssig; sie wisse genug und strebe sowieso eine Karriere in Vaters Firma an. Wessen Charakter sie wohl geerbt hat? Die Kleine hat schlecht geschlafen. Fräulein Fettel hat auf meine Laufschuhe gekotzt. Seht aber, wie herrlich es draußen ist.

Jetzt muss ich lediglich herausfinden, wie ich dem sterbenden Schwan verdeutliche, dass er nicht den ganzen lieben Tag in einem Pyjama unter vier Decken auf dem Sofa im Wohnzimmer verbringen kann, sondern aufstehen und mich mit den Hunden in die Meadows begleiten soll. Das Wetter ist so schön.

Wünscht mir Glück.

0^2

Ein Würdenträger ←→ ein Eierträger. Wer erkennt den bitteren Hohn?

Als stolzer Eierträger will übrigens kein Mann gelten. So bezeichnen die Russinnen einen kompletten Versager. Eine Null… mit zwei weiteren Nullen gratis. Eigentlich einen bedauernswerten Elch. Jaaa *seufz*

Kopf hoch (oben wie unten)! Ihr gehört bestimmt nicht dazu.

Jungs?! Bitte lächeln, hier kommt das Vögelchen ;)

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Fremde Zungen lieben lernen

Selfie auf Polnisch, Hühnerarsch und stolzer Eierträger auf Russisch… Was diese Begriffe gemeinsam haben?

Ich bin die gesegnete Frau, die sie nach Silvester zu ihrem aktiven Wortschatz zugefügt hat. Ich erkläre es euch.

Selfie: auf Polnisch „samojebka“, auf Russisch „die Wichse“ – noch Fragen? Ich verspreche, ich wichse samojebke das letzte Mal in der Öffentlichkeit (mir wurde gesagt, ich solle kokettieren; ich bin miserabel darin).

Hühnerarsch, куриная жопа: auf Deutsch „der Schmollmund“, auf Russisch – zutreffende Bezeichnung. Findet ihr nicht? Instagram-Prinzessinnen aus den Sozialschlösschen, habt ihr euch sofort auf euren gestellten Bildern erkannt?

Gibt’s auch unter den deutschen Männern stolze Eierträger? Meldet euch!

Ratet mal, was das heißen soll ;)

Gefangen im Reich aus Eis

Hilfe! Die Stadt versinkt im Schnee. Die Schneeflocken kann man zwar an einer Hand abzählen, aber es ist trotzdem schön zu Hause zu sein. Unsere süßen Bären bauen auf dem Balkon ein Schneemonster. Fräulein Fettel lacht sie aus.

Noch drei Tage der Muße, dann wird der Zauber der Weihnacht endgültig verflogen sein und der Alltag wieder einkehren.

Thank you for the wonderful time we spent in paradise, honey.

Fernab der Traumbilder

oder: Der geschäftstüchtige Exhibitionismus in den asozialen Netzwerken

Meine Frau kochte; ich aß, bis ich ohnmächtig wurde. Das Bier schmeckte erfrischend herb. Der Waschbrettbauch packte seine Koffer. Der Waschbärbauch winkte ihm zu und giggelte fies. Vielleicht lege ich mir eine Glatze zu. Ob die Frau sich darüber erzürnt?

Morgens wachte ich nackt auf – erschöpft, aber ungemein entspannt. Nächstes Jahr werde ich versteckte Kameras über dem Bett installieren, um zu erfahren, was sie mit mir Nacht für Nacht anstellt. Ich fühle mich ausgenutzt und schmutzig. Manchmal weine ich mich sogar in den Schlaf, während sie sich auf die andere Seite dreht und zufrieden schnarcht.

Am Tage tobten die Pferde mit den Kindern auf der Wiese, nachdem wir Tove Janssons Geschichten gelesen und eine Vogelbeere mit Strohengeln geschmückt hatten. Abends gingen wir mit den Hunden im Wald spazieren. Ich kann mich nicht beklagen, obwohl ich oft verhindern musste, dass die Frau vom Winde verweht wird. In Edinburgh schneite es. In der Mark setzte der Dauerregen ein.

Ach ja, fast vergessen: Zu Weihnachten beschenkte sie mich. Ich bekam einen Lachanfall. Bald wälzte auch sie sich vor Lachen auf dem Boden. Wir lachten Tränen. Sex fiel aus. Ich weinte mich wieder in den Schlaf. Baby, Du bist so doof. Wer schenkt bitte schön einem Mann Kondome, die im Dunkeln leuchten?

Alles in allem tat uns das stille Leben in der Abgeschiedenheit gut. Nein, nein, ich seufze nicht, mir stockt einfach der Atem. Ich bin glücklich.

* * *
Meine Vorsätze für 2018:

  1. Erwachsen werden.
  2. Sich ernst nehmen.
  3. Dem Blödmann seinen sehnlichsten Wunsch zum 8. März erfüllen.

10

Michael hatte mir ein kostbares Geschenk gemacht: die längste Nacht des Jahres, die wir zusammen verbrachten. Sanfte, verträumte Stunden der Zweisamkeit, in denen wir viele erquickliche Erinnerungen und zärtliche Augenblicke miteinander teilen konnten.

Ich entwendete Champagner und Beeren vom Betriebsfest. Er kochte für mich.

Die Luft roch nach Schnee. Das Himmelszelt war gespenstisch grau, aber das Kaminfeuer bot uns Schutz gegen die Schatten.

Man sagt, dass Liebe in der Stille erblühe und Glück im Verborgenen gedeihe, also sind meine Lippen versiegelt, obwohl mein Herz vor Freude tanzt.

Eine ruhige und friedvolle Weihnachtszeit wünsche ich allen.
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мгновение
בראשית (Deutsch, русский)

Luminous Evening

Der Botanische Garten verwandelte sich zur Weihnacht in einen funkelnden Zauberwald, in dem das Licht über die Dunkelheit triumphiert. Ein wunderbarer Ort für vier Elfen und zwei Drachen.

Aber zu viele Mistelzweige, wenn ich’s mir recht überlege. Die Elfen busselte ich 16000 Male ab. Der Drache gab sich mit 1000 Küssen zufrieden. Ich wurde mit heißem Gaelic Coffee bestochen.

Ein gelungener Ausflug in eine feuerfarbene Märchenwelt trotz der Kälte.

Sonntagnacht

Sonntagnacht, 4:30 Uhr. Der Fremde, der die Hälfte meines Bettes fürs Wochenende gemietet und seine Schulden in frei konvertierbaren Orgasmen beglichen hat, freut sich auf seinen zehnten unkeuschen Traum. Ich liege daneben, starre auf das Dachfenster über meinem Kopf, in dem kein einziges Sternchen flimmert und überlege, ob ich den dreisten Träumer auf die Rippen schlagen oder gegen das Schienbein treten soll. Ich bin nämlich abgrundtief gemein und beneide ihn seit Jahren um seinen Schlaf. Da kommt mir mein Kind zuvor.

Sonntagnacht, 4:40 Uhr. In der Dunkelheit erklingt eine unzufriedene Stimme:

„Papa? Papa, Papa, Paaapa.”
“Sweety, was ist los?”
“Mir ist kalt, Papa.”

Er steht auf, holt noch eine Decke, knuddelt das Kind, küsst das Kind, legt sich wieder hin, begrabscht beiläufig die Frau, ohne wirklich zu erwachen.

Sonntagnacht, 4:50 Uhr. Die Stimme meldet sich zurück:

„Papa? Papa, Papa, Paaapa.”
“Sweety, was ist los?”
“Mir ist heiß, Papa.”

Er steht auf, holt eine weitere Decke, weder zu dünn noch zu dick, stößt mit voller Wucht mit einem Zeh gegen den Schrank, flucht – oh, wie herrlich dieser Mann flucht –, knuddelt das Kind, küsst das Kind, legt sich wieder hin, wirft der Frau einen vorwurfsvollen Blick zu, entscheidet sich kurzerhand doch fürs Fummeln um.

Sonntagnacht, 5:05 Uhr. Die Spannung steigt.

„Papa? Papa, Papa, Paaapa.”
“Sweety, was ist los?”
“Papa, ich bin hungrig.”

Er steht auf, bringt ihr Kekse und Mandelmilch, wärmt sie, umarmt sie, während sie ihren Snack verputzt und ihm Geschichten erzählt, deckt sie zu, knuddelt und küsst, legt sich wieder hin. Hey, was ist denn aus Grabschen und Fummeln geworden?

Sonntagnacht, 5:20 Uhr. Die Apokalypse kündigt sich an.

„Papa? Papa, Papa, Paaapa.”
“Sweety, was ist los?”
“Papa, ich habe vergessen, meine Zähne zu putzen.”

Sonntagnacht, 5:35 Uhr. Erinnert ihr euch an die unheilvolle Musik aus Hitchcocks Filmen? Ja, ja, die hört man deutlich im Hintergrund.

„Papa? Papa, Papa, Paaapa.”
“Poppet, willst du nicht noch ein bisschen schlafen?”
“Papa, ich muss aber dringend auf die Toilette.”

Sonntagnacht, 5:55 Uhr. Die Tür geht auf. Im Zimmer erscheint das Fass auf vier kurzen Pfoten, welches wir Fräulein Fettel nennen. Im Türrahmen dahinter steht der kleine Engel mit verwuscheltem Haar:

„Mami, ich möchte mit dir kuscheln. Fahren wir heute zur Farm und streicheln die Ziegen?“

* * *
Versteht ihr, warum Michael gestern so schweigsam war? Komisch.
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Die Chronik eines Verbrechens (или Кто украл мои трусы?)

Über Edinburgher Raubtiere

That was my best bench workout so far: ein opulentes Sandwich mit gegrilltem Cashew-Käse, knusprigem Kokosnuss-Bacon, Tomaten und Basilikum, das ich genossen hatte, während ich mit Engelsgeduld auf Dylan wartete, der mit den Höllenhunden im Park joggte.

Dylan hat die verführerischsten smaragdgrünen Augen, die bei einem humanoiden Wesen je gesehen wurden. Seine Wimpern sind noch länger und dichter als die meines Mannes; sein Intelligenzquotient ist noch höher, falls es überhaupt möglich ist. Es könnte sein, dass er vom linken Ufer des Eridanus stammt, aber er hüllt sich im Schweigen.

Wenn er nicht gerade Mara erzieht oder die Welt durch seine bloße Präsenz zu einem besseren Ort macht, ist er mein Coach, mit dessen Kampftechniken ich einst den Koloss von Edinburgh bezwungen habe. Wo ist mein Dame Grand Cross, Michael?

Früher haben wir dem morgendlichen Matratzensport gefrönt, jetzt führe ich bizarre Freudentänze mit Tamburin auf, bis meinem Mann der Kragen platzt, und er mich unter die Dusche schleppt. Ich bin zutiefst unglücklich.

„Warum das breite Grinsen, o Märtyrerin?“, erdreistet er sich, mich zu fragen. Nun wirklich.

Also sitze ich auf der Bank und vertilge friedlich mein Frühstück Also trainiere ich hart, hopse begeistert in der Gegend herum, als plötzlich ein Eichhörnchen aufkreuzt, mir eine Pistole auf die Brust setzt und ein beachtliches Stück von Dylans Sandwich mampft. Dabei schaut es mich überheblich an und lächelt sinister.

Eine wahre Geschichte. Leider weiß niemand, warum meine Jeans zwickt.

* * *
Kompromittierendes Beweismaterial: Typisch! Zuerst das Essen mopsen, dann den heißen Kerl anbaggern. Ich bin nicht eifersüchtig, aber das hätte ich allein hingekriegt.

Eisskulpturen

Und morgen fahren wir nach Gleann Comhann in die Highlands, wo ich mich wahrscheinlich beim Wandern und Klettern im Schnee verlaufen, einen zärtlichen Yeti-Mann kennen lernen und mit ihm liebevolle Yeti-Kinder großziehen werde.

„Eine Unverschämtheit!“, sagt Michael. „Du, meine Liebe, wirst geknebelt, in Fesseln gelegt, im Kofferraum nach Hause befördert und dort wider jeglicher Vernunft belohnt, sprich: ins Koma gevögelt. Vielleicht siedle ich dich aber auch ins Gästezimmer aus, sodass du gründlich über dein Verhalten nachdenken, es bereuen und feierlich geloben kannst, dich zu bessern. Im Gegensatz zu dir bin ich nett.“

Was soll ich nur tun? Verbannung oder Ehebett? Abenteuer oder raffinierte Folter? Warmer Körper oder kalte Nächte? Einsamkeit oder Küsse, Umarmungen und innige Streicheleinheiten? Ich befinde mich in solch einem Dilemma.

* * *


Edinburgh’s magical Christmas 2017 at East Princes Street Gardens.

Höllenbewohner unter sich

Der erste Advent naht. Entledige Dich Deiner Schuhe und umgarne mit nackten Füßen die Pfütze vor Edinburghs Küste. Habe ich versprochen, dass es warm wird? Nein! Frage Naida. Sie ist glücklich.

Am Wochenende haben wir dank einer Privatführung einen ihrer Verwandten beim Weihnachtsmarkt getroffen. Majestätisch, erbarmungslos, so­lenn. Willst Du ihn kennen lernen? Er ist frostkalt und wunderschön.

Ein Wunder der Schöpfung Mann

L.: Ausziehen. Hinlegen. Pronto!
M.: Vergiss es! Wirb um mich. Schenke mir Blumen. Führe mich aus. Lege mir die Welt zu Füßen. Ich bin nicht ein Stück Fleisch. Ich habe ein Herz.
L.: Was du nicht sagst. Das in deiner Hose?
M.: Nein, nicht das in meiner Hose. Shame on you, woman. The other one. Das in meiner Brust.

Moderne Männer sind so kompliziert und empfindsam.

Ich gehe heute mit diesem zarten Pflänzchen (über 1,90 groß, fast zwei Zentner schwer, kornblumenblaue Augen) ins Kino, wo er nach fünfzehn Minuten einschlafen wird. Im Anschluss daran lade ich ihn in unser italienisches Stammlokal ein, damit ich ihn mit Cocktails abfüllen kann. Und zum Ausklang des Abends fahre ich ihn heim, zerre in eine dunkle Ecke und versohle… falsches Ver­bum… und schüttele ihm leidenschaftlich die Hand. Er soll nicht erfahren, dass ich ihn nur seines schönen Körpers wegen anhimmle.

Streichhölzer

L.: Hallo! Sagen Sie bitte, wo im Regal finde ich Brillenputztücher?
B K.*: Was?
L.: Brillenputztücher.
B K.: Was?
L.: Feuchte Putztücher, mit denen man Brillen gründlich reinigen kann.
B K.: Was?
L.: Ich brauche Brillenputztücher!
B K.: Ach sooo. Streichhölzer?

* * *
Herrlich. Ich freue mich immer wie ein Kind, wenn ich Deutsch in Edinburgh höre. Über die geistige Tiefe dieses philosophischen Diskurses zwischen zwei Abteilungen werde ich noch Jahrzehnte nachsinnen.

Immerhin haben wir Erdbeeren abgegriffen. Preisreduzierung in dieser Größe (£ 2.00 zu £ 0.02)? Auf jeden Fall wissen wir, was wir damit machen werden: Erdbeeren, Honig, aufgeschlagene Kokoscreme – that’s it. Die Erdbeeren werden die heutige Nacht nicht überleben.
__________
* B K. – Brandenburger Kassiererin; Dialog in Deutsch. Bin ich zu gemein?

Liebe Grüße an St. Martin!

День святого Мартина 2014/2015

* * *
L.: Ääääääh…
M.: Schön formuliert. Bloß nicht aufhören. Go on. Reach for the stars.
L.: Ha-ha. Sag mal, haben wir die Uhr umgestellt?
M.: Huh? Are you kidding me?! Vor über zehn Tagen. Hast du deine denn nicht umgestellt?
L.: Ich habe meine erst morgen… neben Gewürzdosen gefunden und eine Stunde Zeitunterschied bemerkt.
M.: Ой, как всё запущено. Hauptsache, du hast die Kürbissuppe damit nicht abgeschmeckt. Ingwer, Kokosmilch, Armbanduhr.

Mit dieser fulminanten Erkenntnis bin ich am Freitag (Ist heute überhaupt Freitag?) in die weite grausame Welt gezogen, um saure Fruchtgummis zu kaufen und mich mit Dylan bei Kaffee und Kuchen zu verschwören. Diese Form der Verhandlung ist bei unseren Stämmen üblich.

Auf dem Weg zur Bäckerei ist mir eine Frau begegnet, die sich plötzlich auf die gepflasterte Straße legte und einen Mann, der an ihr vorbeiging, von unten nach oben abfotografierte. Ich glaube, er war ihr Freund. Ein ungewöhnliches Bildchen für Instagremchen*.

Die Erdenbewohner werden doch mit jedem Augenblick debiler.
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*Verzeihung, ich wollte den Gleichklang [irgendwie] erhalten. Instagrimchen ginge auch gerade noch.
**Mein Beitrag zum Untergang der Menschheit ist ein Bildchen für WordPresschen. Das dargestellte süße Backwerk bezeichnet man bei uns in Edinburgh als ‚rainbow cake‘ und isst mit Händen oder Füßen. Dabei ist lautes Schmatzen unerlässlich. Danach grunzt man wollüstig und lockert den Hosenbund.

Edinburgh vs. Glasgow

„… all the wise men in Glasgow come from the East* – that’s to say, they come from Edinburgh.“
„Yes, and the wiser they are, the quicker they come**.“
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from the East* – oh boy, wir sind Ossis. So plötzlich. So unerwartet. Egal.
**Neil Munro, „Erchie, My Droll Friend”

* * *
Wie cool ist das denn? Das ist ein Graffito in Glasgow. Es erinnert mich an van Goghs Gemälde und lässt an Bulgakows Margarita denken.

* * *
Edinburgher sind komplizierter, auf eine glückselige Art und Weise.

Sie glauben nicht an Wunder und plädieren doch für die Unabhängigkeit Schottlands.

Manchmal verlieren sie ihre Schuhe, Klosettbecken oder sogar karierte Unterhosen. Alles mit eigenen Augen gesehen. Ein Kilt kann halt sehr unpraktisch sein, wenn man ein Träumer ist.

Ab und zu, eher selten, fallen die Stadtbewohner dem Zustand der vollkommenen Starre anheim. Dann tuen sie überhaupt nichts. Habe ich bei meiner großen Familie, die zu einem noch größeren Clan gehört, nie erlebt. Sie hält nur ein schwerer Schlag auf den Hinterkopf auf. Danach bewegen sie sich einfach aus Trotz und Sturheit weiter.

Wollen sie sich an der Schönheit der Natur ergötzen, setzen sie sich auf eine Bank vor einem Café und belästigen mit ihren Weisheiten erschrockene Touristen. Aber keine Angst! Lowland Scots verstehen nicht einmal englische Sprachvirtuosen.




BY SITTING ON THIS BENCH
I AM OPEN TO CONVERSATION
WITH A COMPLETE STRANGER

Geschlechtsspezifische Chancenlosigkeit

L.: Wozu frau einen Mann braucht… Wozu frau einen Mann braucht… Wozu frau einen Mann braucht? Lass mich nachdenken. Auf Anhieb fallen mir drei Gründe ein. Zum Ersten sind Männer stark und öffnen fest verschraubte Gläser ohne großen Kraftaufwand. Zum Zweiten schleppt frau sie überall mit. Beim Shoppen tragen sie z.B. die schweren Taschen. Zum Dritten wärmt sich frau an ihnen, jedes Mal wenn ihr kalt ist. Ja, das war’s.
M.: Hinreißend.
L.: Oh, warte. Mir fällt gerade der vierte Grund ein. Männer haben Penisse, was per se angenehm ist. Der Penis ist ein bemerkenswertes Schlafzimmergerät. Er wird groß und dick, sollte frau ihn liebkosen. Frau erlebt damit viel Lust. Sie kann mit ihm spielen. Ihn in ihre Hand oder den Mund nehmen. Er kann in ihren Körper eindringen. Willst du die Sexposition bestimmen, Baby?

* * *
L.: Was ich an Männern mag? Ihre Einfachheit. Männer sind simpel wie ihr Orgasmus. Nach außen hin gerichtet. Männer ejakulieren. Sie heucheln ihr sexuelles Vergnügen nicht vor. Sie sind, in der Hinsicht, tatsächlich ehrlicher und ehrenhafter als Frauen. Frauen simulieren. Blöde Mösen!
M.: Simulierst du?
L.: Würde dir so passen. Ich bin keine Frau. Ich bin ein Drache. Also: Lecken, lecken, lecken – und dann zum Höhepunkt ficken. Witzbold!

Das Lichtfest

Wir sind neuerdings Heiden und feiern Samhuinn.

Wir verbrüderten uns mit den Bewohnern des Elfenhügels an einem Feuer. Mit den Schicksalsfrauen des Feen–hügels tanzten wir zum Gedröhn der Trommeln. Ich wollte dem Gott der Unterwelt eine Opfergabe darbringen, aber Michael sagte, das sei eine Bitte um Fruchtbarkeit, also boxte ich ihn in den Bauch und teilte Karamell–bonbons mit der Anführerin der Konföderierten Drachenstämme des Orion.

Der Tod fand an mir Gefallen, darum durfte ich ihn nicht mit nach Hause nehmen.

Den Krieger durfte ich leider auch nicht behalten.

Es war lebensbejahend, fröhlich und laut. Die Gebieter der Wolken zeigten sich uns gewogen.

Zum Ausklang des Abends wurden macaroni cheese verzehrt und real ale getrunken in einem gemütlichen gay pub* in Calton Hill. Sie verschenken aus purer Freude am Leben Kondome und Gleitmittel. Ich habe nicht alles mitgehen lassen. Ehrlich nicht :)
__________
*macaroni cheese, real ale, gay pub – absolutely, diese Schreibweise stimmt mit den reformierten Rechtschreib–regeln überein. Was heißt hier, lüge doch nicht so dreist? Eine Unverschämtheit!

Geflüster aus kuscheliger Gosse

L.: Michael, du weißt doch alles.
M.: Fast alles. Ich versuche seit Jahrzehnten herauszufinden, wer du bist, aber es muss dich nicht verwirren. Das ist meine eigene Suche nach dem Sinn des Lebens. Was interessiert dich?
L.: Existiert Gott?
M.: Gott des Monotheismus? Der Schöpfer? Nein. Es existiert eine Myriade Götter, allesamt entworfen nach dem Ebenbild und dem Bildnis des Menschen.
L.: Nett. Geradezu hoffnungsfreudig. Wie wichst man richtig im Weltall?
M.: Oi*, Linda!
L.: Was? Tue nicht so scheinheilig. Wir haben längst begriffen, wozu du dich mit zwölf gerne im Badezimmer einsperrtes.
M.: Hole deine Gedanken aus der Gosse, Frau. Ich betete.
L.: Zu welchem Gott, Ketzer?
M.: Zu meiner damaligen Vorstellung von dir. Ich wundere mich bis heute, wie ich die finstere Zeit des Sturm und Drang unbeschadet überstanden und mich nicht zu Tode onaniert habe.
L.: Das ist ekelhaft.
M.: Mir hat’s gefallen, aber zurück zu der Frage. Ich bezweifle stark, dass Männer eine Erektion ohne Schwerkraft zu Stande bringen würden.
L.: Überlege mal: Du bist in der Raumstation mit dem herrlichsten Ausblick auf den blauen Planeten. Du fasst dich an und es passiert rein gar nichts. What a pity.
M.: Der Zusammenhang zwischen Erde und Geilheit entzieht sich meinem Verständnis. Die Message ist trotzdem klar. Nach mehreren Monaten der Enthaltsamkeit würde ich mir auch den Gnadenschuss geben. Außerdem trinken Astronauten recycelten Urin.
L.: Was essen sie? Recycelte Scheiße?
M.: Den Fraß aus Tuben und Plastiktüten. Und ich bin ekelhaft? Unfassbar.
L.: Wechsele nicht das Thema. Also ist dieser Beruf im Grunde etwas für harte Männer.
M.: Witzig. „Harte“. Ha-ha. Eher für Schlappschwänze und Weicheier. Hast du weitere substanzielle Fragen?
L.: Vielleicht, bloß wird gleich der Wecker klingeln.

* * *
L.: Ich habe die ganze Nacht von dir geträumt.
M.: Wie entsetzlich. Mich packt das kalte Grausen. Was habe ich getrieben?
L.: Du hieß Daniel.
M.: Aber natürlich. Warum sollte ich Michael heißen, wenn es Daniel gibt?
L.: Wir haben uns nicht anstößig verhalten.
M.: Vielen Dank. Sehr rücksichtsvoll.
L.: Wovon hast du denn geträumt?
L.: Vom Wichsen im Weltall.
L.: Mein armes Baby. War das ein Alptraum? Brauchst du Trost?
M.: Halte den Rand und bereite das Frühstück zu. Von Daniel hat sie geträumt… Und ich bin ekelhaft…

* * *
M.: Ich warte seit zwanzig Minuten.
L.: You’re welcome! Ich hätte mich beinahe um vierzig Minuten verspätet. Motze nicht, umarme mich.
M.: Du bist kalt. Bist du die Schneekönigin? Bist du zu Fuß gegangen?
L.: Nein, ich habe mich zu einem Nickerchen in die Tiefkühltruhe gelegt.
M.: Meine Güte, ich habe tatsächlich die Schneekönigin gefickt. Ich verkaufe die Firma und schreibe ab sofort Ratgeber für Männer ohne Furcht und Tadel. Wenn ich daran nur denke…
L.: Shut up, Kai. Denk lieber daran, dass die Schneekönigin dich in ihrem Mund hat kommen lassen.
M.: Ich bedanke mich herzlich für die Erfahrung. Du hast übrigens den uralten Konflikt zwischen meinem Penis und meinem Gehirn neu entfacht. Wait a moment. Aha. Das primordiale Gehirn streckt gerade den präfrontalen Cortex nieder und kommandiert das Blut in die strategisch relevante geopolitische Südhemisphäre ab. Houston, we have a problem. Amüsiere dich ruhig. Was verstehst du schon von den Unannehmlichkeiten, mit denen ich lebe.
L.: Fertig? Du bist ein Schmock. „I’m getting hard.“ hätte genügt.
M.: Hätte es nicht. Ich bin ein komplexes Wesen. Hör zu. Du darfst zwischen zwei Optionen wählen. Die erste: wir fahren zu mir und ficken im Büro. Die zweite: wir fahren zu dir, ich vernachlässige die Pflichten, feuere mich deswegen und du gewöhnst dich an einen arbeitslosen Schnorrer, der nackt herumläuft.
L.: Ich entscheide mich für die dritte Option. Fick dich ins Knie, mein Pfirsich.
M.: Und ich bin ekelhaft? Unfassbar. „Fick dich ins Knie, mein Pfirsich.“ Eine rhetorische Hochleistung. Wahrlich. Ich bin beeindruckt und deinem Zauber verfallen. Du bist so obszön, meine Mango.
L.: Ha-ha. Nicht witzig. Wo schaust du bitte hin?
M.: Na weg. Nicht auf deine Lippen. Will mich beruhigen, bevor ich mich ins Knie ficke.
L.: Fühlst du dich gekränkt?
M.: I hate you, my cruel killjoy.
L.: I hate you, too, my hopeless romantic. Wirst du mich nicht zum Abschied küssen?
M.: Küss dich selbst. Koste deinen Triumph aus. Um Mitternacht sehen wir uns im Bett wieder.

Wenn ich mich nicht täusche, sind es noch sieben Stunden ;)
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*Oi – British interjection as expression of disapproval