Geschafft!

Freitag! Freiheit!

Like Mother, Like Daughter

Meine Kinder, gebe ich bescheiden zu, sind sprachlich genauso begnadet wie ich. So hat meine Kleine gestern zu ihrem Vater gesagt: „Papa, ich mag dich auch GUT.“ Dann hat sie ihn abgebusselt.

Ich verstehe sie. Ich unterstütze sie. Ich kann ihn momentan auch sehr NETT leiden.

Über Quinoa und rasierte Muschis. Eine Hypothese.

Sex bis zum Exzess und Schürfwunden am Knie, abgrundtiefe Liebe, endlose Zärtlichkeit, Waffen, Kälte, Dreck, verschwitzte Männer, viel Geld. Ich werde das Geld unterschlagen. Ich brauche dringend ein paar Spitzenhöschen. Ungefähr so wird das Jahr 2020 für mich anscheinend aussehen.

Die schönsten zwei Wochen unseres Lebens sind zu Ende. Ich will nicht mehr zur Arbeit *wirft sich auf den Boden, schlägt mit den Händen und Füßen, schimpft schmutzig auf Russisch*

* * *
Ich habe meinem Mann ein neues Gericht auftischen wollen und er hat mir ausführlich erläutert, warum er und seine Armeekameraden erfolgreich sind in dem, was sie tun:

„Was ist das?“
„Quinoa.“
„Leg sie sofort ins Regal zurück. Ich werde diese Scheiße nicht essen.“
„Warum nicht?“
„Ist das nicht offensichtlich? Ich bin keine verweichlichte vegane Memme. Ich habe gedient. Wir haben keine Wahl gehabt. Wir haben unser Steak vertilgt. Blutig. Wir haben unsere Kartoffeln von vorgestern schweigend runtergewürgt – und dann sind wir in den Kampeinsatz gezogen. Und ich sage dir, warum.“
„Oi, bloß nicht.“
„Weil wir Eier zwischen den Beinen haben, keine rasierten Muschis. Denke nicht daran, mich als chauvinistisch zu bezeichnen. Frauen wie Sandra oder Kelly haben größere Eier als die meisten Luschen, mit denen du beruflich zu tun hast.“
„Hast du dich schon mal gefragt, warum du kein Soziologe geworden bist? Ha?“
„Halt die Klappe und schieb den Einkaufswagen. Wir gehen die Steaks kaufen.“

Ihr wisst Bescheid. Hände weg von Superfood. Bleibt bei euren Eiern. Auf neue Herausforderungen und Erfolge!

20

L.: Anfang November gehen wir ins Kino.
M.: Lädst du mich ein?
L.: Daniel und ich.
M.: Nett. Welcher Film?
L.: The Good Liar mit Helen Mirren.
M.: Warum bin ich abgemeldet?
L.: Auch Anfang Dezember gehen wir ins Kino.
M.: Daniel und du, nehme ich an. Warum bin ich denn abgemeldet?
L.: Ja, Daniel und ich. The Winter’s Tale mit Judi Dench. Ich würde dich einladen, aber bei der Premiere in London bist du eingeschlafen und hast laut geschnarcht.
M.: Ich habe doch die besten Karten besorgt. Ich habe mich nach deinem Wunsch angezogen. Ich habe mich benommen. Ich habe mich zusammengerissen. Ich hätte dir z.B. unter das Kleid fassen können.
L.: Heißt das, das entspricht den gesellschaftlichen Konventionen? Heißt das, wenn Daniel…
M.: Ganz bestimmt nicht!
L.: Livider Tyrann!
M.: Livider Tyrann?! Ungetreue Hetäre! A German Life mit Maggie Smith war übrigens exzellent. Das Interview mit Hugh Laurie war cool. Die Veranstaltung mit Ian McKellen war gut. Die drei Einpersonenstücke von Stephen Fry waren sehr gut.
L.: Ich weiß. Du warst hellwach.
M.: Behaupte nicht, ich interessiere mich nur fürs Ficken und Fressen.
L.: Prinzessin!
M.: Schweinepriester!
L.: Ach so, freitags nach der Arbeit findest du mich am Schießstand.
M.: Mit Daniel?
L.: Natürlich. Das ist eine stringente Entscheidung. Ein Scharfschütze ist besser im Schießen als ein Pilot.
M.: Ich stimme zu. Ich packe langsam meine Habseligkeiten und ziehe am Wochenende bei den Pferden ein. Ich stehe deinem Glück nicht im Wege.
L.: Abgemacht! Daniel hat mir vorhin Gentleman Jack empfohlen. Ich habe… Chips und Bier. Leistest du mir Gesellschaft? Bitte? Ich habe leider deinen Namen vergessen.
M.: Tatiana.
L.: Oh Gott. Ich werde dich Michael nennen. Ich sage dir, warum ich Daniel mag. Er ist kultiviert. Er sieht aristokratisch aus. Er ist charmant. I adore you more and more every single day, sagt er zu mir.
M.: Aha? Ich habe das Gleiche gesagt, aber anders formuliert: Hinlegen, Beine spreizen!
L.: Ungehobelter Wüstling! Ich liebe dich!

* * *
Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich 20 Jahre meines Lebens mit ihm verbracht habe. 20 gemeinsame Jahre.

Happy NY!

M.: Was???
L.: Nichts. Ich liebe dich.
M.: Ich weiß.
L.: Ich hasse Richard.
M.: Ich weiß. Du hörst ungern die Wahrheit. Dein Bruder sagt immer die Wahrheit.
L.: Ich weiß. Ich liebe dich. Warum lächelst du so perfide?
M.: Perfide? Gar nicht. Heute ist der einzige Tag im Jahr, an dem du „Ich liebe dich!“ zu mir sagst und es auch meinst.
L.: Aha? Ich lüge.
M.: Ich weiß. Ich liebe.
L.: Idiot.

* * *
Die Russen glauben, dass das neue Jahr so gut werde wie der letzte Tag des vorangegangenen Jahres. Sure. Why not? Können wir machen. Wir sind heute fast 100 Menschen auf dem Übungsgelände, die um 100 000 Pfund kämpfen. Jeder Cent wird gespendet. Wünscht uns Glück!

Till 2020!

Eine Herzensangelegenheit

AUS TIEFSTER ÜBERZEUGUNG, AUS VOLLEM HERZEN: Werbung (unbezahlt)

***
Mounia!

Du bist die schönste Überraschung für mich zu dieser Weihnacht.

Vorurteile, Klischees, Beleidigungen, Angst, Panik: Das alles kenne ich genauso gut wie Lia. Du bist eine starke, tapfere, talentierte Frau. Keep going! Do never look back. Genieße diese Zeit.

Alles Liebe
von Linda
__________
An Deiner Aussage ist nichts provokant. Wir können tatsächlich nur mit den Menschen (aufrichtig, ehrlich, befriedigend) befreundet sein, die so „kaputt“* sind wie wir.
* Und jetzt die Hausaufgabe: Definiere bitte „kaputt“ ;)

Von Jägern & Jägern

M.: Und, was machen wir heute?
L.: Ich persönlich verbringe den Tag mit Ethan.
M.: Dem spießigen Langweiler, der Anzüge trägt und geschwollen daherreden?
L.: Nein, ganz und gar nicht. Dem lieben, fürsorglichen Vater meiner Kinder, der übrigens auf meine Wünsche achtet und mich respektvoll behandelt. Er hat noch nie Lutsch mir den Schwanz! zu mir gesagt. Er hat mich nicht zwischen Tür und Angel im Hause seiner Großeltern gefickt, weil er geil war. Er hat mich nicht bei einer Beerdigung geschändet, weil er das Leben spüren wollte. Er hat mich in keiner Kirche befummelt, um die Nichtexistenz Gottes zu beweisen.
M.: Hat dich etwa der Blitz getroffen? Keine Überraschung, dass du zu mir ins Bett kriechst. Frag ihn, ob er die Eier dazu hätte, den Beweis der Nichtexistenz Gottes in einer Synagoge zu erbringen.
L.: Dir ist nichts heilig, oder?
M.: Wie oft muss ich das wiederholen? Das Sakrosankte für mich ist deine Fotze. Ich glaube fest daran, dass sie für meinen Schwanz erschaffen wurde, auf dass seine Existenz eine Bedeutung bekomme und er sie anbeten könne, auf dass er in ihrer Nähe frenetisch jubiliere, sich aufrichte, anschwelle, zucke und ejakuliere. Warum bist du rot geworden?
L.: Ich hasse dich so sehr.
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Erwartung und Realität

L.: Ich glaube, ich weiß, was mit dir los ist.
M.: Mit mir ist was los? Erzähl.
L.: Ich glaube, du hast eine Affäre gehabt. Jetzt bist du nicht mehr ausgelastet und kommst deswegen nicht von mir runter.
M.: Deine Theorien sind scheiße, deswegen bist du z.B. keine Soziologin geworden. Wann sollte ich eine Affäre gehabt haben? Vor allem mit wem? Ich will auch Bescheid wissen.
L.: Na, keine Ahnung. XX.
M.: Aha. Ich glaube, es wäre für dich sogar eine Erleichterung: Männer sind treulose unwürdige abscheuliche Kreaturen. Du würdest meine Eier zu einer kunstvollen Schleife binden, du würdest mich vor die Tür setzen, aber es wäre eine gewisse Genugtuung für dich. Nein, ich komme nicht von dir runter, weil ich gerade sehr verliebt in dich bin, obwohl du es in solchen Momenten gar nicht verdienst und obwohl ich weiß, dass du regelmäßig an XY denkst.
L.: Das ist nicht wahr.
M.: Aha. Sei ehrlich. Ich glaube nicht, dass du mich tatsächlich betrügen würdest. Bei dir siegt die Vernunft.
L.: Was siegt bei dir?
M.: Meine Liebe zu dir, Dumpfbacke. Aua. Warum hast du mir dein Knie in den Magen gerammt? Ich bin nackt und wehrlos.
L.: Ich mag dich, Trottel. Möchtest du feuchte cremige Rühreier zum Frühstück?
M.: Mannomann. Was ist denn das für eine Art und Weise, die Sympathie zu bekunden? Was habe ich mir dabei gedacht, als ich mich in dich verliebt habe?
L.: Du hast mit deinem Schwanz gedacht. Ach so, vielleicht ein Würstchen dazu, ah?
M.: O Gott. Ich verzichte auf das Frühstück. Ich habe mit meinem Herzen gedacht!
L.: Und wir alle wissen, dass dein Herz sich zwischen meinen Beinen befinden. Seufz nicht wehleidig!
M.: Ich gebe auf. Wir haben ziemlich zweifelhafte Weihnachtstraditionen. Wo ist das versprochene Frühstück?
L.: Gleich. Ich muss noch eine Runde an XY denken. Bleib in der Nähe. Denk an XX. Eine Erektion wäre von Nutzen.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

I Wish You a Merry…

That‘s it. Geschafft.

Eine Weihnachtsparty bei der Stiftung. Eine Weihnachts-party in der Firma. 37 Geschenke eingesackt. Der Mann sagt: „Beim Lecken schmeckst du nach Glüh-wein.“ Er meint es bestimmt rassistisch.

Habt schöne Feiertage. Rutscht locker in das neue Jahr. Alles Gute. Alles Liebe. Lasst euch nicht unter-kriegen.

Schottisch patriotisch

Bitte töte mich jemand. Ich kann nicht mehr saufen. Weihnachtsmarkt 🤣
__________
Der Abend war scheiße. Einfach nur scheiße. Wäre ich bloß zu Hause geblieben. Morgen ist der letzte Tag.

Identitätsdiebstahl

M.: Wenn ich dich drei Tage lang nicht anfasse, küsse ich in meinen Gedanken deinen Hals. Am sechsten Tag stelle ich mir vor, wie du mir einen bläst. Und beim Wiedersehen will ich bloß zwischen deinen Schenkeln kommen.
L.: Wer bist du genau?
M.: Der Postmann.

3 Days to Go

Heute ist einer dieser Tage… Du stehst unter der Dusche und willst die Frage der Chefin beantworten: Warum gehst du arbeiten, dein Mann ist steinreich? Das mag stimmen, aber er zahlt mich ausschließlich in frei konvertierbaren Orgasmen aus 😜

* * *
Später sind wir mit den Kollegen – ganz patriotisch – auf dem deutschen Weihnachtsmarkt anzutreffen. Es wird wieder besinnlich gesoffen und gefickt 🤣

Per aspera

I confess. Gestern habe ich einen herben Rückschlag erlitten in dem Kampf gegen die Unvollkommenheit. Ich habe mich abfüllen lassen. Ich habe meinen Mann tatkräftig unterstützt, als er mich ausgepackt hat. Ich erinnere mich auch, unter ihm wollüstig gequie­kt zu haben. Ich schäme mich. Ich bin untröstlich.

Ich glaube, ich statte ihm einen Besuch ab. Ich vermisse den Tisch.

Una canzone, scritto in tedesco

M.: Warum bist du traurig?
L.: Ich bin nicht traurig. Ich habe XX zufällig nach der Arbeit getroffen. Ich sehe schön aus, sagt sie. Ob ich einen Liebhaber oder einen guten Schönheitschirurgen habe, interessiert sie.
M.: Erbärmliche, unglückliche, trostlose Möse. „Trostlose Möse“ hört sich stark nach Minnesängern an. Der Mönch von Salzburg? Nein? Seine Nonne? Ich sehe dich lächeln.

1. Du bist schön, weil deine Eltern schön sind. Beschwere dich bei Gott.
2. Du bist schön, weil du mich liebst, weil ich dich liebe, weil wir glücklich sind.
3. Mein Sperma. Viel Sperma. Ein Fluss. Ein Meer. Ein Ozean.

Hasst du mich jetzt? Gehst du gleich wie immer?
L.: Nein. Komm zu mir. Umarme mich. Ich will mit dir kuscheln. Morgen werde ich dich bestimmt töten.

Noble Pläne

L.: Heute gehen wir mit Daniel und Haley exquisit saufen, morgen werde ich meine Internetpräsenz niveauvoll gestalten.
M.: Witzig.
L.: „Your ability to communicate with others will be a valuable asset.“ Der Glückskeks schmeckt scheiße.
M.: Übertreibe es nicht mit dem Niveau.
L.: Klappe!

Selfless

M.: Großer Schwanz oder guter Humor?
L.. Kann ich beides haben?
M.: O Baby, du magst mich doch.
L.: Ich gehe jetzt.
M.: Ich liebe dich.
L.: Wie schade. Ich stehe auf langweilige Männer mit winzigen Pimmeln.
M.: Ich liebe dich trotzdem.
L.: Ich gebe ungern zu, dass ich dich irgendwie sympathisch finde.

Hiermit gratuliere ich Daniel zu seinem 33. Geburtstag!

L.: Was gibt es zu wiehern, Schwachkopf?
M.: Ach nichts… begnadete Sprachwissenschaftlerin. You just made my day. Ich gratuliere Daniel auch. Du stehst auf ihn, ja?

Adieu, du grausame Welt!

M.: Wie wär’s? Du lässt dich krankschreiben. Wir bleiben länger nackt und erfreuen uns an deinem Körper.
L.: Mir tun Organe weh, von deren Existenz ich nichts ahnte. Erfreue dich an deinem Körper.
M. Prinzipiell hätte ich nichts dagegen, aber du hast einen aufregenderen Körper. Guckst du wenigstens zu?
L.: Das Angebot lehne ich dankend ab.
M.: Das ist unhöflich.
L.: Du wirst es überleben. XX und XY haben im letzten Monat fünfmal miteinander geschlafen.
M: Machst du Witze? Fünfmal? Fünfmal ist ein gelungenes Wochenende.
L.: Gott, ich lebe in der Hölle.
M.: Hast du es dir anders überlegt?
L.: Finger weg. Ich verlasse dich und gehe ins Kloster.

Eine Buchempfehlung

M. (strahlend): Baby?!
L. (strahlend): Kenn‘ ich dich?
M.: Na, ich weiß nicht. Ich bin der Vater deiner Kinder.
L:. Igitt, igitt.
M.: Find‘ ich auch. Deine Fotze ekelt sich echt vor gar nichts. Ist sie feucht und heiß?
L.: Ha-ha. Ha-ha. Ha-ha-ha. Nein. Sie ist kalt und trocken. Was willst du?
M.: Was glaubst du? Holst du mir einen runter?
L.: Mal wieder die Fliegenpilzsuppe gegessen?
M.: Nein. Einfach nur notgeil. Ist das eigentlich Selbstbefriedigung, wenn du mir einen von der Palme… falsch… von dem Pilz wedelst?.. abschüttelst? Fass mich an! Ein wenig Sahne für die Fliegenpilzsuppe?
L.: Das ist eindeutig Fremdbefriedigung. Eine Lynnbefriedigung in deinem Falle. Behalt‘ die Sahne.
M.: Anständige Frauen tun so etwas nicht, Linda.
L.: Anständige Frauen sind mit dir auch nicht verheiratet, Michael. Leckst du mich?
M.: Momentan noch nicht. Aber ich fühle mich versucht.
L.: Idiot. Das ist keine Frage. Das ist eine Bitte. Leck. Mich. Bitte!
M.: Mein Schwanz ist gerade sehr, sehr, seeehr hart geworden. Igitt, igitt?
L.: Bist du bescheuert? Ja, ja. Ja, ja. Das ist fantastisch. Höre ich mich pornografisch genug an? Höre ich mich russisch genug an?
M.: Scheißegal. Wen interessiert‘s? Spreiz die Beine! Ich bin heute unten.

Was lest ihr gerade?

Schönen Nikolaustag!

L.: Mund oder Arsch?
M.: Wie bitte?
L.: Na, Mund oder Arsch?
M.: Willst du, dass ich einen Herzinfarkt kriege? Mund.
L.: Ehrlich?
M.: Ehrlich. Aber eigentlich deine Fotze.
L.: Ehrlich?!
M.: Was genau hast du nicht verstanden? Hattest du schon mal Sex mit dir gehabt? Was gibt’s Schöneres? So, hast du noch Fragen? Ich gehe gleich zur Arbeit.
L.: Keine weiteren Fragen. Ach, wir gehen heute saufen, danach werde ich dich bestimmt schänden. Bereite dich moralisch darauf vor.
M.: O Mann, und das um sechs Uhr. Ehrlich???

Bodensack vs. Stender*

Patientin: Sagen Sie bitte, Herr Doktor, gibt es eine hundertprozentige Verhüttungsmethode?
Arzt: Aber selbstverständlich, Frau Stender. Fliegenpilze.
Frau Stender: Vor oder nach dem Geschlechtsverkehr, Herr Bodensack?
Herr Bodensack: Stattdessen! Stattdessen, Frau Stender.
__________
* Ich kenne tatsächlich diese Leute. Ich habe sie mir nicht ausgedacht. Frau Stender hieß früher… Fräulein Lange.

Über die Sehnsucht

L.: Ich sehne mich nach Schönheit.
M.: Aha. Das heißt, du gehst wieder zum Übungsgelände und glotzt irgendwelche Typen an.
L.: Nicht ganz. Ich gehe hin und erfreue mich am Anblick meiner männlichen Mitmenschen.
M.: Dass ich nicht lache. Soll ich mitkommen?
L.: Um mir seelischen Beistand zu leisten?
M.: Das weniger. Um dich in der Umkleide zu ficken, wenn du so weit bist.
L.: Pfui.
M.: Selber pfui. Ich hole dich nach der Arbeit ab.

Einwanderer gesucht

L.: Ich bin mit diesem Jahr durch. Ich bin mit allen fertig. Das war’s, ich wandere aus. Am liebsten würde ich aus mir auswandern.
M.: Ein schöner Gedanke. Am liebsten würde ich in dich einwandern.
L.: Idiot.
M.: Heuchlerin.
L.: Geiles Ferkel.
M.: Verdorbte Ferkeline.
L.: Echt jetzt?
M.: Ferkelin? Ferkelette? Ferkeleuse? A propos Französisch. Brauche ich eigentlich eine Einladung für die Einreise? Seufze nicht. Komm gefälligst zurück, du gemeine Betrügerin!

My Husband's Grinch

Die Kinder meines Mannes haben sich nach dem Totensonntag kreativ ausgetobt. Man erkennt unser Haus aus dem All deutlich. Jetzt haben sie ihre Tätigkeit nach draußen verlagert. Bald werden die Aliens sich auch am Weihnachtszauber unseres Gartens ergötzen können. Die Katzen sind entzückt. Ich bin verstört. Mein Mann ist pervers.

* * *
Es ist raus. Seine Kleine hat mich in der Kita geoutet:

„I think, my mum is the Grinch.“

Well. No comments.

Die Eier nicht vergessen!

Wie oft ruft frau schon die Teilnehmer an und fragt:

„Guten Morgen! Sagen Sie bitte, haben Sie Ihre Eier im Unterrichtsraum vergessen?“

* * *
Fünf grunzende Kollegen. Ein wiehernder Ehemann. Perverse Schweinebacken!

Zarte Liebe der Hurenböcke

Was macht eine Frau über 40, die zu hören bekommt: „Ich habe deinen Mann in der Stadt gesehen. Wer ist sie? Ist sie schwanger? Ist sie seine Cousine?“ Nein! Eindeutig keine Cousine.

Bekommen wir alle das, was wir verdienen? Verdienen wir – ob Mann oder Frau – belogen und betrogen zu werden?

Warum menschlich bleiben? Warum nicht das Herz des liebenden Menschen einfach rausreißen? Man kann es schließlich als Nachttopf benutzen. Nachhaltig. Immer wieder. In Bio-Qualität. Während man neue Löcher stopft.

Hach, ist das nicht schön?

Ethik heute

Männer über 50, die ein Kind in die Welt setzen, sollten eine lebenslange Gefängnisstrafe absitzen. Männer über 55, die ein Kind in die Welt setzen, sollten der Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt werden.

Wurde mir gesagt.

* * *
Was ist mit den Frauen? Gibt’s da Unterschiede?

V.I.P.

Ich besitze seit Dienstag drei Visitenkarten:

1. Firma (M.H.)
2. Stiftung (H.M.)
3. Dolmetscherin (L.H.A.)

Hört es sich gut an? Ich bleibe bescheiden :D

Vögeln vs. Tieren

Omelette mit Waldpilzen und Baguette zum Frühstück. Wolgadeutsche Pilzsuppe, Couscous mit Waldpilzen und Gemüse zu Mittag. Pilzragout, Zucchini und Frikadellen zu Abend. Maronenpilze sauer eingelegt. Steinpilze mit Zwiebeln und Gewürzen mariniert. Mann, sind wir gut. Was wird aus dem Rest?

* * *
L.: Es ist erfreulich, ausnahmsweise im eigenen Ehebett zu vögeln, obwohl ich nicht behaupte, dass die Umstände viel würdevoller sind. Barbar!
M.: Pharisäerin! Ich schäme mit z.B. für dich, aber ich füge mich in mein Schicksal und lamentiere nicht andauernd.
L.: Du bist ein Heiliger.
M.: Ein heiliger Barbar? Zeige dich erkenntlich und blase mir einen. Nein? Sicher? Dann nicht. Ich grolle dir nicht. Ich bin verständnisvoll und bescheiden. Warum eigentlich „vögeln“? Warum nicht ins Detail gehen? Die Deutschen sind sonst eh penetrant penibel. Lass uns träumen. Lass uns adlern oder falken oder raben…
L.: Oder kurzschwanzflugsauriern?
M.: Nein, das gefällt mir nicht. Vielleicht luchsen oder wölfen oder ganz exotisch krokodilen.
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Pilze jagen, Höhepunkte sammeln

L.: Wir waren im Wald.
N.: Das heißt, ihr habt – mal wieder wie immer – unter unwürdigsten Bedingungen gefickt. Im Auto? Draußen ist es frisch.
L.: Halt doch die Klappe!
N.: Habt ihr?
L.: Geht dich nichts an. Wir haben Pilze gesammelt. Hier, der Beweis!
N.: Sie sehen genießbar aus. Habt ihr?
L.: Freu dich nicht zu sehr. Für dich extra habe ich einen Fliegenpilz aufbewahrt. Haben wir. Ich hasse dich.
N.: Ich weiß. Heuchlerin!

Die Höhepunkte der Woche

  • Dinner mit einem Diplomaten im Restaurant eines Lusuxhotels; galanter Ehemann, eloquente Gespräche, deliziöse Verköstigung.

    M.: Manchmal erkenne ich dich nicht mehr. Du bist so unwirklich bezaubernd, charmant, geistreich. Es macht mich heiß.
    L.: Nur wenn ich mein Gegenüber mag. Und XY gefällt mir sehr. Verstehst du, worauf ich hinauswill?
    M.: Ich verstehe schon. Ich habe mich damit abgefunden. Am Ende des Tages steigst du doch mit mir in die Kiste.
    L.: Das ist leider meine eheliche Pflicht. Ich empfinde dabei keine Lust.
    M.: Deswegen wirst du feucht vor lauter Gefühlskälte. Sei nicht traurig. Hauptsache, ich komme in dir.
    L.: Igitt.
    M.: Ja…

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  • As Beautiful as the Banner o Scotland

    MARA: You look amazing. Amazing! You are as beautiful… as beautiful… as beautiful as the Banner o Scotland.
    LYNN: (in surprise) Owww, thank you. You are very kind.
    MARA: Dylan, isn’t she beautiful?
    DYLAN: She is beautiful.
    MARA: Don’t you like her white lace dress? Dylan, I need blue stockings desperately. Please! Dylan. Dylan? Dylan?!
    DYLAN: Mara, stop walking across the room! Concentrate! Mara, stay still! Keep silent for a minute.
    MARA: (singing) I think I idolize her. Dylan. Dylan? Dylan?!
    DYLAN: What?! I think I idolize her, too. She’s the wonder of woman. She certainly wants to rest and we have to wake up early. Hurry now. We have no time to waste. Should I help you into your coat?
    MARA: (looking around) Where is the cat? I wish to stroke the cat.

    They vanished into the dark night, but gave me a solemn promise to come back soon.

    On the Erev Yom Kippur I made a little redhead with soft brown eyes smile. !גמר חתימה טובה

    * * *
    DO NOT FORGET the light of the October Draconids!

    Über Ursache und Wirkung

    L.: Und?
    M.: Nichts und. Ich wüsste gern, warum. Ich hätte gern den Grund für sein Handeln erfahren. Er hat keine Antwort gegeben. Keine Erektion. Hör auf zu wiehern. Ich habe mich versprochen. Reaktion! Echt, Frau.
    L.: Klar. Das war kein Versprechen. Dein Unterbewusstsein hat das Denken für dich übernommen. Erektion: Das ist alles, woran du denkst, seit du zwölf bist.
    M.: So primitiv bin ich auch wieder nicht. Hör auf zu grinsen. Unfassbar.

    * * *
    M.: Du bist wütend auf mich? Du?!
    L.: Ja, ich bin wütend auf dich. Was machst du hier? Geh zu XX. Du hast es sichtlich genossen, um sie herumzuschwänzeln. Viel Spaß. Ihr habt meinen Segen.
    M.: Danke für diese großzügige Geste. Ich bleibe zu Hause. Übrigens: Ich habe nicht um sie herumgeschwänzelt. Das war lediglich die Gegenreaktion – hör auf zu grunzen – auf dein Verhalten. Ich habe nicht damit angefangen. Ich habe mich nicht XY an den Hals geworfen.
    L.: Das stimmt gar nicht. Ich habe mich nicht ihm an den Hals geworfen. Ich war höfflich.
    M.: Aha. Warum bist du hier? Du hättest einen schönen Abend haben können. Du hättest irgendwo in einem Luxushotel für XY deine Beine spreizen können. Warum bist du hier?
    L.: Дурак ты, Миша – и не лечишься.
    M.: Weise mich nicht darauf hin. Ich weiß, dass ich dumm bin. Das ist kein vernünftiges Argument. Wie ich dich manchmal hasse.
    L.: Tust du nicht. Wo gehst du hin?
    M.: Du sagst, ich solle in meinem Schlafzimmer schlafen. Ich befreie dich von meiner Anwesenheit.
    L.: Du hast das Kissen und die Bettdecke vergessen.
    M.: Halt doch die Klappe. Du definierst dich als deutsch, nicht wahr? Was ist denn aus der deutschen Streitkultur geworden? Du willst nicht einmal mit mir streiten.
    L.: Keine Ahnung. Ich wurde neulich gefragt, ob ich Belgierin oder Französin sei. Ich bekenne mich zu Belgien. Und ich will nicht mit dir streiten. Ich will alles Mögliche: mit dir glücklich sein, von dir geliebt werden, mit dir innige Momente erleben, ausgehen, kochen, lachen, kuscheln, schlafen. Alles Mögliche, aber ich will nicht mit dir streiten. Gib dir einen Ruck. Vergib mir. Lass das Kissen liegen. Sei kein Kind. Du bist seit deinem zwölften Lebensjahr vernünftig, weise und erfahren. Immerhin hast du dich nicht zu Tode onaniert.
    M.: Das ist nicht witzig.
    L.: Begleitest du mich, wenn ich meiner historischen Heimat einen Besuch abstatte? Stehst du mir bei?
    M.: Warum Belgierin und keine Französin?
    L.: Ich mag kein Französisch.
    M.: Lügnerin!
    L.: Haha. Wie heißt es richtig: Sie hat sich um XY herumgefotzelt? Was meinst du? Got you. You grined. You are not angry with me.
    M.: Ich bin dir böse, aber du hast Recht, es hört sich stark nach dem deutschen Dialekt der Schotten in Berlin an. Ich bin stolz auf dich.
    L.: Werde ich für meinen Fleiß belohnt? Bringst du mir Französisch bei? Ich bin eine Streberin.

    Mine! For better, for worse, for richer, for poorer, in sickness and in health, until death do us part. House and riches are the inheritance of fathers: and a prudent wife is from the LORD. ;)

    365 Tage ein Universum zu verändern

    א וְשַׁבְתִּי אֲנִי, וָאֶרְאֶה אֶת-כָּל-הָעֲשֻׁקִים, אֲשֶׁר נַעֲשִׂים, תַּחַת הַשָּׁמֶשׁ; וְהִנֵּה דִּמְעַת הָעֲשֻׁקִים, וְאֵין לָהֶם מְנַחֵם, וּמִיַּד עֹשְׁקֵיהֶם כֹּחַ, וְאֵין לָהֶם מְנַחֵם
    ב וְשַׁבֵּחַ אֲנִי אֶת-הַמֵּתִים, שֶׁכְּבָר מֵתוּ–מִן-הַחַיִּים, אֲשֶׁר הֵמָּה חַיִּים עֲדֶנָה
    ג וְטוֹב, מִשְּׁנֵיהֶם–אֵת אֲשֶׁר-עֲדֶן, לֹא הָיָה: אֲשֶׁר לֹא-רָאָה אֶת-הַמַּעֲשֶׂה הָרָע, אֲשֶׁר נַעֲשָׂה תַּחַת הַשָּׁמֶשׁ
    ד וְרָאִיתִי אֲנִי אֶת-כָּל-עָמָל, וְאֵת כָּל-כִּשְׁרוֹן הַמַּעֲשֶׂה–כִּי הִיא קִנְאַת-אִישׁ, מֵרֵעֵהוּ; גַּם-זֶה הֶבֶל, וּרְעוּת רוּחַ
    ה הַכְּסִיל חֹבֵק אֶת-יָדָיו, וְאֹכֵל אֶת-בְּשָׂרוֹ
    ו טוֹב, מְלֹא כַף נָחַת–מִמְּלֹא חָפְנַיִם עָמָל, וּרְעוּת רוּחַ
    ז וְשַׁבְתִּי אֲנִי וָאֶרְאֶה הֶבֶל, תַּחַת הַשָּׁמֶשׁ
    ח יֵשׁ אֶחָד וְאֵין שֵׁנִי גַּם בֵּן וָאָח אֵין-לוֹ, וְאֵין קֵץ לְכָל-עֲמָלוֹ–גַּם-עיניו (עֵינוֹ), לֹא-תִשְׂבַּע עֹשֶׁר; וּלְמִי אֲנִי עָמֵל, וּמְחַסֵּר אֶת-נַפְשִׁי מִטּוֹבָה–גַּם-זֶה הֶבֶל וְעִנְיַן רָע, הוּא
    ט טוֹבִים הַשְּׁנַיִם, מִן-הָאֶחָד: אֲשֶׁר יֵשׁ-לָהֶם שָׂכָר טוֹב, בַּעֲמָלָם
    י כִּי אִם-יִפֹּלוּ, הָאֶחָד יָקִים אֶת-חֲבֵרוֹ; וְאִילוֹ, הָאֶחָד שֶׁיִּפּוֹל, וְאֵין שֵׁנִי, לַהֲקִימוֹ
    יא גַּם אִם-יִשְׁכְּבוּ שְׁנַיִם, וְחַם לָהֶם; וּלְאֶחָד, אֵיךְ יֵחָם
    יב וְאִם-יִתְקְפוֹ, הָאֶחָד–הַשְּׁנַיִם, יַעַמְדוּ נֶגְדּוֹ; וְהַחוּט, הַמְשֻׁלָּשׁ, לֹא בִמְהֵרָה, יִנָּתֵק

    Mal raten

    Mal raten, wer am Montag den Arbeitsvertrag unterschreibt. Grüne Augen, sinnlicher Mund, die Weltmeisterin im Blasen. Momentan verbringt sie fast keine Zeit unter dem Tisch des ehemaligen *spöttisches Wiehern* Chefs. Ob die Chefin sich darüber freuen würde? Abwarten.

    Mal raten, wer bitterlich weint, weil die ehemalige *spöttisches Wiehern* Mitarbeiterin die Firma tatsächlich verlässt. Nein, nicht der Chef, der am verwaisten Tisch sitzt. Das ist die Belegschaft. Der Chef hat keinen Grund mehr so zu tun, als sei er nett. Er ist in seinem Element. Ein Soldat halt. Warum nehme ich Michael nicht mit, er sei doch noch intelligenter als ich *düsteres Dreinschauen*, meinte heute Markus, sein Stellvertreter in Edinburgh.

    Mal raten, wer morgen eine Premiere hat? Ich fahre nach Glasgow. Zum ersten Mal werde ich mit einer Kollegin als Prüfungsaufsicht die Aufgabe übernehmen. Langweiliger geht es nicht. Ich freue mich trotzdem. Die Kollegin ist eine Wolgadeutsche. Sie spricht Russisch und Deutsch als Muttersprachen. Sie lebt seit zehn Jahren in Schottland. Ihr Englisch ist auch nicht von schlechten Eltern.

    Hach… Ist das nicht schön?

    Über Einarbeitungsphasen und nasse Tüten


    L.: Warum ist sie nass?
    M.: Sie ist nass, mein angetrautes Weib, weil sie seit fünf Tagen nicht mehr mit meinem Schwanz interagiert hat. Daran ist sie nicht gewöhnt. Sie ist verwöhnt, verzogen, unartig. Wie wär’s? Heut‘ Abend? Nur wir drei. Du, ich, unser Bett.
    L.: Halt die Klappe. Was bist du für ein verderbtes Ferkel? Ich habe die Tüte hier gemeint.
    M.: Was willst du mit einer Tüte? Willst du sie dir über den Kopf ziehen? Brauchst du nicht. Du bist eine sehr hübsche Frau. Haha. Zu spät. Zu langsam. Zu ungeschickt. Zu vorhersehbar. Alle Macht den unterdrückten Ehemännern!
    L.: Idiot!
    M.: Ich hab‘ dich auch lieb.

    Bin grad‘ wirklich beschäftigt. Werde eingearbeitet, was das Zeug hält. Die unverbesserliche Welt möge mir vergeben. Ich gehe den Weg des Geldes.

    Keine Gefahr im Verzug

    Das war dieser Tag, wenn dein Mann dich anruft und sagt: „Ihr seid außer Gefahr! Euch kann nichts passieren. Gleich fahren sechs Feuerwehrwagen an eurem Gebäude vorbei. Ein Haus in der … Straße brennt.“

    Ich gebe es ungern zu, aber beruflich ist er noch besser als sein Ruf. Niemand reagiert so schnell. Zwei Minuten später haben wir mit der Chefin die Sirenen gehört. Makaber, dass wir kurz davor über den Brand bei dem Nachbarn gesprochen haben.

    Bleibenden Eindruck beim Boss hinterlassen

    M.: Dämmert es dir ein, was du dir eingebrockt hast, mein Täubchen? Dein Arbeitsplatz war wirklich nicht der schlechteste. Du durftes entscheiden, wann du kommst und wann du gehst. Du durftest die Abläufe bestimmen. Du durftest dich in Schränken verstecken. Ein paar Blowjobs hier, ein paar Ficks da. Die Arbeitsbedingungen waren angenehm. Die Bezahlung war überdurchschnittlich gut. Der Preis für ein luxuriöses Leben ist durchaus angemessen. Verabscheuungswürdig ist dein Boss nicht. Ich habe Sex mit ihm gehabt. Ich kann das beurteilen.
    L.: Fertig?
    M.: Wie soll er nun ab Morgen an diesem Tisch im Büro sitzen und an die engagierte Mitarbeiterin denken, die so überwältigend scharf unter dem Tisch ausgesehen hat? Allein, verlassen, mit einem Ständer.
    L.: Hör auf. Das ist einmal passiert. Ich meide Desmond seitdem. Ich habe es wegen dir getan. Du warst nervös. Ich wollte, dass du dich entspannst.
    M.: Natürlich. Als läge dir mein Wohlbefinden am Herzen. Du hast deine Macht ausgenutzt. Nicht, dass ich das zugäbe. Nicht, dass ich nervös wäre. Falls das jemand erfährt, verklage ich dich.
    L.: Erinnerst du dich an den Blowjob? An das schöne Gefühl kurz vorm Orgasmus, als wir gestört wurden? An „Geh weg! Ich bin beschäftigt. Ich melde mich zurück.“?
    M.: Nein. Aber du machst mich geil.
    L.: Tja, ich freue mich für dich. Ich verschwinde. Ich rufe XY an und bedanke mich. Ich lade ihn zum Mittagessen ein. Fang ohne mich an. Have fun, happy end and so on.
    M.: Warum bin ich der Leidtragende?
    L.: Wegen deines Y-Chromosoms. Und weil du mich diesen peinlichen Ausrutscher nicht vergessen lässt. Lasterhaftes Ferkel!
    M.: Sagt die Frau, die an öffentlichen Plätzen Schwänze lutscht. Heuchlerin!
    L.: Halt die Klappe.
    M.: Verbiete mir nicht den Mund.
    L.: Blas dir doch einen.
    M.: So groß ist er auch wieder nicht.
    L.: Was sind wir selbstkritisch.
    M.: Was sind wir gemein. Warum wundere ich mich?
    L.: Immer noch geil?
    M.: Ja.
    L.: War nett mit dir zu plaudern.

    Ich kriege langsam die Panik. Ich bräuchte dringend Entspannung… oder Betäubung.
    __________
    Gemälde der ukrainischen Malerin Marina Timtschenko. Eine Frau hustet. Woran habt ihr gedacht? Wie verdorben seid ihr eigentlich?

    Überraschung! Sie haben ein Vorstellungsgespräch.

    L.: H.! Sofort stehen bleiben!
    M.: Ich habe dich auch vermisst – ?
    L.: Nix da. Erzähl! Was hast du gemacht?
    M.: Ich liebe dich. Ich bin artig gewesen. Bitte schlage mich nicht. Ich verweigere die Aussage. Ich rufe meinen Anwalt an.
    L.: So viel an einem Tag? Weißt du, wer Herr K. ist?
    M.: Nein.
    L.: Er hat mich angerufen. Ich solle morgen um 11.30 Uhr zu einem Vorstellungsgespräch kommen.
    M.: Ich bin sprachlos – ?
    L.: Er hat im Auftrag der Stiftung angerufen. Was hast du damit zu tun?
    M.: Nichts.
    L.: Dein Vater?
    M.: Keine Ahnung. Gehst du hin?
    L.: Ich habe mich nicht beworben. Ich verfasse das Anschreiben. Ich nehme mein Curriculum Vitæ und die Zeugnisse mit. Wir haben lediglich davon gesprochen, dass ich dreimal wöchentlich Deutsch unterrichte. Als Freiberuflerin. Wegen Sole. Na, die Eingewöhnungsphase im Kindergarten.
    M.: Hört sich logisch an: eine hochbegabte Lehrkraft für die hochbegabten Kinder. Bist du versucht?
    L.: Ja, ich bin versucht. Dann bin ich dich los. Dann ist Schluss mit sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.
    M.: Du wirst mich vermissen. Haben sie genug Platz unter den Tischen? Einem Mitmenschen den Mittelfinger zu zeigen ist sehr unhöflich.
    L.: Bite me.
    M.: With great pleasure.
    L.: Bugger off.
    M.: Entscheide dich doch.

    * * *
    Drückt mir die Finger. Kreuzt mir die Daumen. Haha. Ich habe wieder ein Vorstellungsgespräch. Wenn es hinhaut, lasse ich alles ohne Zögern fallen und werde für die Stiftung arbeiten, die das Förderungsprogramm für hochbegabte Horrorzwerge verwaltet. Ich bin kein deutscher Gutmensch. Ich bleibe ein gemeiner Giftzwerg. Weltverbesserung… am Arsch.

    Wie frau den Weltuntergang verhindert

    M.: Die Sonne geht auf.
    L.: Halt die Klappe.
    M.: Die Sonne ist untergegangen. Das war ein kurzer Tag.
    L.: Was?!
    M.: Nichts.
    L.: Was gibt es zu strahlen? Habe ich keine Zitronen gekauft? Iss eine Zitrone.
    M.: Ich will keine Zitrone essen. Ich will strahlen. Ich bin glücklich.
    L.: Igitt. Ich kotze gleich.
    M.: Bitte nicht erschrecken, aber eigentlich hast du mir heute Morgen zweimal deine Liebe gestanden.
    L.: Hast du Fliegenpilze geraucht? Das war Sex. Sonst nichts. Ich habe mit dir geschlafen, um dich ruhigzustellen.
    M.: Um Sex geht es nicht. Es geht um die Worte davor. Ich liebe dich auch.
    L.: Das möchte ich überhört haben.
    M.: Warum bist du gemein zu mir?
    L.: Weil ich mir Sorgen um die Schöpfung Gottes mache. Das CERN ist keine Bedrohung. Das bist du. Irgendwann erreicht dein Ego die dreifache Sonnenmasse und implodiert. Ich verhindere die Entstehung eines stellaren Schwarzen Loches und den Untergang der Menschheit. Strahle nicht. Iss eine Zitrone.

    Ich mag ihn nicht. Ich interessiere mich weder für sein Herz noch für seine Seele. Ich habe ihn nur wegen seines Reichtums, seines Sixpacks und seines Penis geheiratet. Seine außerirdisch blauen Augen zeigen auf mich keine Wirkung. Ich empfinde nichts, wenn er mich küsst. Ach so, die Orgasmen spiele ich vor.

    Hach, ich bin stolz auf mich. Ab – zur Weltverbesserung.

    New Innocence

    Mili: Stop making out.
    Me: We are not making out. We are kissing each other.
    Mili: Well, stop kissing each other. You’ve got enough children already.
    Mike: Babies do not exactly come from kissing alone.
    Sole: Where exactly do babies come from?
    Mike: From lovemaking.
    Sole: So, no lovemaking for both of you either.

    Our girls are so strict.

    Who would have thought that stealing kisses from my own husband could be so exciting?

    Das Lindengejammer

    Ich werde nie mehr trinken. Ich werde nie mehr trinken. Ich werde nie mehr trinken. Geez, es gibt noch drei Flaschen Champagner und einen Kasten Bier… Verstecke ich mich im Schrank oder unter dem Bett, wenn unsere Freunde heute kommen? Ich mache die Tür einfach nicht auf. Jawohl. Brandenburg wählt. Ich bin schwanger mit dem Gedanken, die deutsche Staatsangehörigkeit abzugeben und Schottin zu werden. Ob unsere Ehe das aushielte? Der Typ erklärt doch jeden Liebesakt zu einer Schlacht um die Unabhängigkeit Schottlands. Dabei ist er nicht einmal dafür. Das Leben mit 40 war viel simpler. Warum hat mich niemand gewarnt?

    41

    Der Typ, der mir gelegentlich überwältigende Orgasmen antut, fickt neuerdings eine 41-Jährige. Igitt, igitt. Er ekelt sich echt vor Nichts. Das heiße ich nicht gut. Aber ich verstehe ihn. Ich habe sie nackt gesehen. Ich bin auch schwach geworden.

    Gemeine Rabeneltern

    Zwei selige Wochen in Neuseeland. Eine – bestimmt – traumhaft schöne Woche auf hoher See. Zum zehnten Mal zu zweit. Zum ersten Mal zu dritt. Mein Schulterblatt ziert ein neues Tattoo: die Krähe zu Mikes Wolf. Er hat mir einen Heiratsantrag gemacht. Ich habe einen neuen Verlobungsring. Drei Verlobungsringe. Drei gemeinsame Tattoos. Fast zwanzig gemeinsame Jahre. In einem Jahr werden wir wieder heiraten.

    Ich hätte ihn doch loswerden können. Warum habe ich nicht Nein gesagt? Was habe ich mir nur dabei gedacht? Habe ich erwähnt, dass er unausstehlich ist?

    Ob unsere Kinder uns am Sonntag erkennen? Ob sie uns zurücknehmen? Wir sind lange nicht mehr so egoistisch gewesen.

    Die bevorstehende Auswanderung in einer Ehe


    „Und? Was passt dir schon wieder nicht? Ich bin einfacher zu handhaben als ein Chinchilla. Ich will immer essen. Ich will immer bumsen. Das sind meine Kardinalbedürfnisse. Die Grundlagen meiner Existenz. Sozusagen.“

    Ich verlasse die kuschelige Gosse. Ich lerne Te Reo Māori. Ich lasse mich hier nieder.

    Wo kann ich ein Chinchilla in Te Whanganui-a-Tara kaufen? Gibt es in der Nähe einen Sexshop?

    Kornblumenwiese

    vom Himmel regnet es Sterne . auf meinen Körper . nach zärtlichen Küssen . werden Sterne zu Blumen . leise erblühen unzählige zierliche Kelche . und offenbaren Dir ihre azurblaue Seele

    wenn der Donner verhallt . wenn Du sanft einschlummerst . verwandle ich mich in eine Kornblumenwiese

    * * *
    Going to New Zealand. Hoping for the Perseids. Deeply in love with the man of my dreams.

    Gefährlicher Alltag einer Vordenkerin und Aufklärerin

    Bloody idiots: Und? Geht es dir gut? Brauchst du Trost?
    Gentle queen of elves: Habt ihr Belladonna verkostet? Pfoten weg.
    Bloody idiots: Es hat doll geregnet. Bist du zur Arbeit geschwommen?
    Gentle queen of elves: Ha-ha-ha. Ich lache mich kaputt. Idioten. An deiner Stelle unterließe ich das Grinsen. Hättest du mir das versprochene U-Boot geschenkt, wäre ich heute keinem Spott ausgeliefert.

    * * *
    L.: In Schottland gießt es wie aus Kübeln. England und Wales versinken in Dunkelheit. Wir kehren dem Vereinigten Königreich den Rücken und wandern nach Deutschland zurück.
    M.: Hahaha. Ich habe mich kaputtgelacht.
    L.: Grobian. Das war ein Versuch wert.

    * * *
    L.: Daniel wollte mich erwürgen. Warum bist du denn nicht eingeschritten?
    M.: Haley bügelt in letzter Zeit verdächtig oft die Schnürsenkel. Ich habe vollstes Verständnis dafür.
    L.: Meine aufklärerische Arbeit trägt erste Früchte. Das geht runter wie Arganöl.
    M.: Es ist nie gut, einen Mann mit Sex zu erpressen. Es ist nie gut, einen Mann eifersüchtig zu machen. Schreib es auf. Es rettet dir das Leben.
    L.: Jawohl, mein Gebieter. Ihr seid ein Quell der Weisheit.
    M.: Schwimm doch nach Haus‘.

    Ich werde immer leistungsfähiger. Ich renne von den wütenden Männern weg. Ich schwimme gern. Ich gebe nicht auf. Ich revolutioniere die Beziehung zwischen Mann und Frau. Ich definiere die Begriffe neu. Ich… ich.. ich muss los. In der Küche riecht es so lecker.

    Adventszeit: gut vorbereitet

    Am 09. August? – Yes! Sure. Why not?

    * * *
    Die Schwiegereltern haben mich gerettet. Die Funktionäre der Horrorbrigade verbringen die Woche vor Schulbeginn in den Scottish Highlands. Der Ruf wurde immer lauter: „Mama! Maaama!! Maaamaaa!!! Wann können wir den Tannenbaum schmücken?“

    * * *
    Ich rede mit Derek ein ernstes Wörtchen. Er wird bald sechs Monate alt. Was er mit seinem Leben wohl anzustellen gedenke? Wann ziehe er aus?

    Über Günther, den Allwissenden

    M.: Hast du Muhammad gesehen?
    L.: Er ist in Damaskus. Ich habe Günther gesehen.
    M.: Igitt. Höre ich den Namen, juckt meine Haut am ganzen Körper.
    L.: Ich teile deine Meinung. Die Rumänin Natasa hat viel über ihr Herkunftsland, die Republik Moldau, erfahren. Über die Kultur, über den Alltag. Über die Sitten, über die Bräuche, über die Traditionen. Er verstehe Rumänisch, hat er uns erzählt. Es sei dem Italienischen ähnlich. Und dem Russischen. Unser Russisch hat er womöglich wesentlich verbessert. Wir sind uns nicht ganz sicher. Wir haben fast nichts verstanden.
    M.: Dein Russisch ist miserabel. Verstehst du Rumänisch?
    L.: Natürlich nicht. Ich verstehe, wenn die Rumänen auf Russisch schimpfen.
    M.: Du bist ja keine ausgebildete Sprachwissenschaftlerin. Dein Italienisch ist ausbaufähig.
    L.: Ich arbeite hart daran. Hast du Nathaniel absichtlich weggeschickt?
    M.: Die Blöße gäbe ich mir nie. Ein Kunde hat ausdrücklich nach ihm verlangt. Warst du im Büro? Ich habe dich nicht wiehern gehört.
    L.: Witzig. Ich war im Büro. Ich habe mich vor Markus versteckt. Ich müsste den Kassenbericht abgeben. Er nervt.
    M.: Bitte nicht gleichzeitig gähnen und reden. Ist dir klar, dass ich dein Boss bin?
    L.: Du bist nicht mein Boss. Nicht seitdem du mich feige an Markus weitergereicht hast.
    M.: Du wolltest eine deutsche Diaspora gründen. Du hast genervt. Wer hat dich gefahren?
    L.: Yusuf. Günther hat ihn sofort auf die Missstände in der israelischen Gesellschaft aufmerksam gemacht. Auf Rassismus, Ausgrenzung, Polizeigewalt. Yusuf hat die Verantwortung für die äthiopische Community nicht übernommen.
    M.: Wie blamabel. Yusuf stammt aus London.
    L.: What’s your point? Als äthiopischer Jude soll er sich gefälligst seiner Verantwortung vor Günther bewusstwerden.
    M.: Es fehlt ihm an sozialem Bewusstsein. Ich nehme ihm gerne diese Bürde ab.
    L.: Nein! Ich erinnere mich lebhaft an eure letzte Diskussion. Ich bin froh, dass ich das Blutbad verhindert habe. Du gehörst zu deinen Kindern, nicht ins Gefängnis wegen Mord und Totschlag. Richard hat er auch nicht gefallen. Die Diskussion über die Missstände bei der Bundeswehr hat leider nicht stattgefunden.
    M.: Zu Günters Glück. Warum zieht dein Bruder mit der Familie nicht nach Edinburgh? Das war eine schöne Woche. Du hast mich nicht verflucht. Du hast mich nicht geschlagen. Du hast mich nicht zurückgewiesen. Ich habe nicht um Sex gebettelt. Ich habe nicht um Nahrung gebettelt. Du warst zahm. Und fügsam. Und gesittet.
    L.: Klappe!
    M.: Eben.
    L.: Du brauchst nicht zu seufzen. Saida war übrigens da.
    M.: Übrigens? Freue ich mich darüber? Bin ich entzückt? Sexuell erregt? Ist das die Alte mit gelben Haaren, die sich beim Tanzen an den Zwanzigjährigen reibt, die Augen verdreht und grenzdebil blökt: „Ich glaube, ich bin schwanger.“?
    L.: Du bist unmöglich.
    M.: Du lamentierst, ich müsse mich bessern und toleranter werden. Ernte die Früchte deiner Bemühungen. Ich käme mit zwei Wörtern aus. Die Afghanin?
    L.: Oi.
    M.: Es hat sich ausgeoit. Was ich dich fragen wollte: Wie sieht’s nun bei Muhammad aus? Will er uns den Transformer abnehmen? Ich schenke ihm alles: Transformerfutter, Transformerklo, Transformerspielzeug, Transformerkörbchen, Transformerhäuschen, Transformerstreu.
    L.: Ist der Karakal jetzt ein Transformer?
    M.: Hast du ihn schnurren gehört? Er plant bestimmt etwas gegen uns. Woran habe ich gedacht, als ich ihn vorm Tor aufgesammelt habe?
    L.: Ans Bumsen?
    M.: Lustig. Wahrscheinlich. Ich bin verstimmt. Steh auf, geh in die Küche. Aua! Echt. Kann ich dich noch umtauschen? Aua. Oi.

    Ich bin demütig. Ich übe mich in Geduld. Ich übe mich in Nächstenliebe. Ich liebe ihn so, wie er ist. Ich liebe ihn so, wie er ist. Ich liebe ihn… Ob ich in einem Kloster Ruhe fände? In einem Männerkloster?

    Die Schamhaftigkeit in einer Ehe

    M.: Wende dein‘ augen von vnzucht ab. Zieh‘ mich nicht wollüstig mit den Blicken aus. Ich bin schamhaft.
    L.: Plavius? Um fünf Uhr morgens? Ich ziehe dich nicht wollüstig mit den Blicken aus. Du bist nackt. Und wann genau hast du zu deiner Schamhaftigkeit zurückgefunden? Weißt du, wie das Wort geschrieben wird? Hast du dich ein einziges Mal geschämt nach deiner ersten Erektion?
    M.: Scham ist ein kontraproduktives Gefühl. Ich funktioniere effizient. Es ist übrigens unhöflich, einen Menschen vorzuführen und ihn darauf hinzuweisen, wie ungebildet er ist. Hast du keine Manieren? Wurdest du von Katzen großgezogen?
    L.: Nein, von Drachen. Ich schäme mich in Grund und Boden. Es gibt nur drei Gründe, warum Männer nackt sein sollen: unter der Dusche, bei sexueller Erregung und zu meiner Belustigung.
    M.: Zu deiner Belustigung? Ich drücke schnell eine Träne weg. Frauen wurden hauptsächlich für drei Aufgaben erschaffen: Beine spreizen, schlucken und – dreh dich um.
    L.: Ich drehe dich gleich um. Arsch!
    M.: Darum geht es mir. Danke.
    L.: Du hast doch dein Schlafzimmer. Warum schläfst du hier?
    M.: Ich habe gelesen, ihr werdet gern im eigenen Bett gefickt. Ich bin großzügig. Du bist herzlich eingeladen bei mir zu schlafen. Gut, zum Schlafen kämen wir nicht.
    L.: Wo hast du gelesen, ich wolle ausgerechnet von dir gefickt werden? Schüttle nicht abschätzig den Kopf.
    M.: Ich bin fassungslos. Im Neuen Testament? Im ersten Brief des Paulus an die Korinther? 2Aber um der Hurerei willen habe ein jeglicher sein eigen Weib, und eine jegliche habe ihren eigenen Mann. 3Der Mann leiste dem Weib die schuldige Freundschaft, desgleichen das Weib dem Manne. 4Das Weib ist ihres Leibes nicht mächtig, sondern der Mann. Desgleichen der Mann ist seines Leibes nicht mächtig, sondern das Weib. 5Entziehe sich nicht eins dem andern, es sei denn aus beider Bewilligung eine Zeitlang, daß ihr zum Fasten und Beten Muße habt; und kommt wiederum zusammen, auf daß euch der Satan nicht versuche um eurer Unkeuschheit willen. Hast du Muße zum Fasten und Beten? Wie redest du dich bloß aus dieser Bredouille heraus, mein eigen Weib?
    L.: Kenne ich dich?
    M.: Flittchen! Gesellst du dich zu jedem nackten Typen?
    L.: Schon. Wenn ich geil bin.
    M.: Ich fühle mich ausgenutzt. Wir hätten noch ein halbes Stündchen Zeit. Wie wär’s?
    L.: Bugger off.
    M.: Sehr freundlich. Liebst du mich? Machst du mir Frühstück? Küsst du mich zum Abschied? Kommst du heute zur Arbeit? Wo ist meine Unterhose? Warum pfeifst du?
    L.: Einen hübschen Hintern hast du.
    M.: Oi, Klappe. Begleitest du mich ins Bad?

    Ich begleite mich ins Bett.

    Zwei Sternbilder meines Nordhimmels

    א שִׁיר, הַמַּעֲלוֹת
    אַשְׁרֵי, כָּל-יְרֵא יְהוָה– הַהֹלֵךְ, בִּדְרָכָיו
    ב יְגִיעַ כַּפֶּיךָ, כִּי תֹאכֵל; אַשְׁרֶיךָ, וְטוֹב לָךְ
    ג אֶשְׁתְּךָ, כְּגֶפֶן פֹּרִיָּה– בְּיַרְכְּתֵי בֵיתֶךָ
    בָּנֶיךָ, כִּשְׁתִלֵי זֵיתִים– סָבִיב, לְשֻׁלְחָנֶךָ
    ד הִנֵּה כִי-כֵן, יְבֹרַךְ גָּבֶר– יְרֵא יְהוָה
    ה יְבָרֶכְךָ יְהוָה, מִצִּיּוֹן: וּרְאֵה, בְּטוּב יְרוּשָׁלִָם–כֹּל, יְמֵי חַיֶּיךָ
    ו וּרְאֵה-בָנִים לְבָנֶיךָ: שָׁלוֹם, עַל-יִשְׂרָאֵל
    * * *
    Mit ihren zarten acht Jahren hat meine Tochter das Unmögliche vollbracht: Sie hat ihren Vater sozialisiert. So gerne ich diesen Erfolg für mich beansprucht hätte. Ich bin nicht etwa neidisch oder eifersüchtig.

    Schöne Seele. Tiefer Verstand. So viel Licht, Liebe, Wärme und Güte kann in dieser Welt nicht existieren. Doppelt schon gar nicht. Träume ich? Mein Herz zerspringt vor Glück.
    __________
    Psalm 128
    Милки Вей объясняет папе, как устроен мир
    Là breith sona dhuit, mo nighean donn!
    All unsere Liebe zu Deinem Geburtstag, Täubchen!
    Buon compleanno!
    Willkommen im August!
    Griselda Apfelbaum

    Aus dem Alltag der Waldbewohner

    Ich liebe meine Kinder. Ich liebe meine Kinder. Ich liebe meine Kinder. Noch zwei Wochen. Noch zwei Wochen. Noch zwei Wochen.

    L.: Ich finde, wir haben die Welt gerettet.
    M.: Was habe ich verpasst?
    L.: Ich meine nur… Als wir aufs Land gezogen sind und die kleinen Monster mitgenommen haben.
    M.: Ist das nicht logisch? Das sind deine Kinder. Verstehe ich nicht.
    L.: Du kriegst inzwischen nichts mehr mit. Hör zu. Weißt du noch, wie sich die Stille anhört? Bei uns hört es sich täglich so an, als würden deine reinen, unschuldigen Engel das Haus bis auf die Grundmauern niederreißen.
    M.: Für mich hört es sich so an, als würden die Drachenstämme vom rechten Ufer des Eridanus die Drachenstämme vom linken Ufer des Eridanus ausrotten, aber ich lebe gerne, als stünde die Apokalypse kurz bevor.
    L.: Hast du überhaupt vor etwas Angst?
    M.: Vor dir. Niemand darf es je erfahren. Der Karakal hat übrigens beim Herumtoben vor einigen Stunden die Schallmauer durchbrochen, glaube ich. Zumindest hat es geknallt.

    * * *
    Ende August gehen Frechdachs und Drachenmädchen in den Kindergarten. Ich werde dort dreimal wöchentlich Deutschunterricht geben. Die Bezahlung ist schlecht, aber ich kann in der Nähe meiner Kleinen sein, wenn sie sich an das neue abenteuerreiche Leben gewöhnt.

    L.: Wir werden uns oft sehen. Freust du dich?
    Sole: Das ist gut. Ich werde dort auch unterrichten.

    Meine Kinder wissen, was sie sein wollen. Wann werde ich es endlich herausfinden?

    * * *
    M.: Wir sind Elis Kindergärtnerin in der Stadt über den Weg gelaufen. Er wohne im Wald, hat er berichtet.
    L.: Ein entzückendes Bild. Idylle. Vogelgezwitscher. Bachgeplätscher. Wilde Tiere.
    M.: Schneewittchen und die sieben Zwerge.
    L.: Bei dir enden alle Szenarios auf dieselbe Art. Schneewittchen und die sechs Riesen. Ich, der Schotte, der Ire, der Ami, der Israeli, der Deutsche und – Ethan.
    M.: Jaaa…
    L.: Nate zieht bei uns ein. Wir ändern nichts, bis auf die Zwerge.
    M.: Die Zwergin, der Schotte, der Ire, der Ami, der Aschkenasi, der Wolgadeutsche und – Ethan. Passt! Ohne Nate.
    L.: Seine Schwester ist bei meinem Bruder eingezogen.
    M.: Was du nicht sagst? Sie haben zwei Kinder gezeugt. Informiere mich, falls dahin gehend ein Plan entsteht.
    L.: Witzig. Heute und morgen sind wir im Ghetto. Am Donnerstag treffen wir uns mit Muhammad und Iraj. Lust mitzukommen?
    M.: Nein, danke. Ich bin kein Menschenfreund. Ich habe allerdings Zwerginnen lieb. Nackte Zwerginnen. Nackte feuchte Zwerginnen.
    L.: Verschwinde.
    M.: Gemeine nackte feuchte Zwerginnen.
    L.: Weg mit dir.
    M.: Echt! Warum habe ich geheiratet?
    L.: Weil du mich angebumst hast. Das erzählst du bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit.
    M.: Ich bin weg. Ich höre nichts.

    Ich mach‘ ein Nickerchen. Bitte um 12.00 Uhr aufwecken.

    Eight Years

    ו שִׂימֵנִי כַחוֹתָם עַל-לִבֶּךָ, כַּחוֹתָם עַל-זְרוֹעֶךָ–כִּי-עַזָּה כַמָּוֶת אַהֲבָה, קָשָׁה כִשְׁאוֹל קִנְאָה: רְשָׁפֶיהָ–רִשְׁפֵּי, אֵשׁ שַׁלְהֶבֶתְיָה
    ז מַיִם רַבִּים, לֹא יוּכְלוּ לְכַבּוֹת אֶת-הָאַהֲבָה, וּנְהָרוֹת, לֹא יִשְׁטְפוּהָ; אִם-יִתֵּן אִישׁ אֶת-כָּל-הוֹן בֵּיתוֹ, בָּאַהֲבָה–בּוֹז, יָבוּזוּ לוֹ
    * * *
    Счастье мое – беспредельное, необъятное, воздушное — как серебристое кружевное облако, и такое же громоздкое: весом в сотни слонов. В счастье моем ликование. В счастье моем тоска. В счастье моем откровение; боль, грусть и горечь. Я навсегда вросла в тебя корнями. В тебя — в счастье мое, исцеляющее душу и расправляющее крылья.

    Счастье мое — лежать в твоих объятиях, изнемогать от твоего запаха, млеть от твоего шепота и радоваться биению твоего сердца. Счастье мое — упиваться мелодией ветра на ртутной арфе воды, разглядывать перламутровую небесную поляну, которая распростерлась прямо над верхушками великанских дубов и прислушиваться к застенчивому шелесту падающих желудей.

    Счастье мое — быть с тобой. Счастье мое — быть любимой. Счастье мое — любить, прижиматься к твоему горячему телу, считать неисчислимые звезды и испытывать сладостную близость к Божественной вечности.

    И даже ветер не встревает. И даже месяц погружается в задумчивость. И даже дождь галантно зарядил лишь с утра.
    __________
    Song of Songs 8:6-7

    שבת שלם

    Michael: Du schläfst zu wenig. Viel zu wenig.
    Richard: Du isst zu wenig. Du trinkst zu viel. Du trainierst zu viel. Viel zu viel.

    Mein Mann und mein Bruder haben Recht. Ich bin am Tage eingeschlafen, ohne es zu merken. Gott sei Dank ist Anna Linda (reine Angeberei ;) verantwortungsbewusst und hat auf die Cousins aufgepasst.

    * * *
    אם אשכחך ירושלים _ עופר פרנסיס

    Psalm 137:5 _ Wenn ich Ofer Francis` Stimme höre, fällt es mir schwer an Gott nicht zu glauben.

    Beannachadh Aaronic

    Am Sonntag wird Derek getauft in derselben Sakristei, in der auch Michaels Vater, Großvater, Urgroßvater und alle Vorväter vor Anbeginn der Zeit getauft wurden.

    Gum beannaich ’s gun glèidh an Tighearna thu;
    25 gun toir an Tighearna air aodann deàrrsadh ort ’s a bhith gràsmhor dhut;
    26 gun togadh an Tighearna a ghnùis thugad agus sìth a thoirt dhut.

    Mein geliebtes Vögelchen, sei gesund und glücklich!

    С Днем Рождения!

    Mein Drachenmädchen ist drei. Nate ist 36. Ich bin glücklich und fühle mich gesegnet, diese wunderbaren Menschen in meinem Leben zu haben.

    Sólveig feiert ihren Geburtstag später. Mit der Schwester, mit den Brüdern und dem coolsten Dad der Welt.

    Für Nathaniel gibt es Kuchen. Und ab 14.00 Uhr wird die Welt wieder verbessert.

    Mäusejagd

    Der Karakal jagt kleine Mäuse: mich und meinen Mann. Ich habe bereits mehrere Herzattacken erlitten. Mein Mann ist dreimal gestolpert. Der Mann wiegt 100 kg. Der Karakal wiegt 1000 gr.

    0:3

    * * *
    Karakal und Chupacabra erholen sich

    Die netten Nachbarn von nebenan


    M.: Das ist doch kein Kater. Das ist ein Flughörnchen.
    L.: Vor ein paar Tagen hast du behauptet, er sei ein Karakal.
    M.: Hast du ihn springen gesehen?
    L.: Hast du Fräulein Fettel fliegen gesehen?
    M.: Sie ist keine Katze. Sie ist ein Chupacabra im Katzenfell.

    Unsere Haustiere: Karakal und Chupacabra. Seit Stunden schon auf den Beinen. Der Karakal hat eine Nachtlampe von der Fensterbank geschmissen. Dann meinem Mann die Eier gezeigt, damit er sich wieder besser fühlt. Was hat er sich gefreut. Noch im Schlaf, so kurz vorm Aufwachen.

    M.: Ich fühle mich sexuell belästigt. Und verstört. Und traumatisiert. So kann es nicht weiter gehen, Linda. Lass uns ihn aussetzen. Wir bringen ihn zum Tierheim. Ich werfe eine Salami hoch. Er klettert einfach über den Zaun. Wie niedrig ist der Zaun? Zwei, drei Meter? Das schafft er locker. Und wir rennen weg.
    L.: Das Tor wird videoüberwacht. Sie kennen uns.
    M.: Wir besorgen uns Masken. Wir verkleiden uns. Nudisten mit Sombreros? Perverse in Latexanzügen mit Knebeln. Warum lachst du?
    L.: Ich habe es mir bildlich vorgestellt. Ich werde gleich weinen.

    Also: Schaltet den Fernseher an. Lokale Nachrichten.

    Die Ehrlichkeit in einer Ehe

    M.: I’m exhausted. I feel empty.
    L.: Wegen uns? Wegen mir?
    M.: Nein, nicht wegen dir. Wegen der Umstände, in denen wir uns befinden nach diesen zehn Monaten. Ich leugne es. Ich gebe es nicht zu. Ich will dich schützen. Ich mache mir Sorgen um dich. Ich weiß, dass du Alpträume hast. Ich will nicht meinen Geburtstag feiern. Ich will nicht, dass du stundenlang vor dem Herd in der Küche stehst. Wir bestellen uns was. Ich will nicht nach Wales segeln. Ich will nicht nach Russland fliegen. Ich gehe auf keine Geschäftsreise. Können wir in August einfach zu Hause bleiben? Wir werden Soles Geburtstag feiern. Wir werden Milis Geburtstag feiern. Wir werden deinen Geburtstag feiern. Auch unser Ehejubiläum. Du, ich und die Kinder. Jeden, der mein Grundstück beträte, empfinge ich am Tor mit einem M16.

    Wir verwerfen unsere Pläne. Wir lernen mühevoll seit vielen Jahren, uns zu überwinden und die Wahrheit auszusprechen. Das wird unsere Blecherne Hochzeit sein. Ich habe genug Kuchenbleche. Ich werde auf die Rosenhochzeit warten. Und, Dank dem Himmel, besitzen wir keine Waffen.

    Ich wünsche mir, wir fänden endlich zur Normalität zurück.

    Die Kompromisse in einer Ehe

    Mein Baby bereitet mir keine Kopfschmerzen. Das ist der Vater, der mich in aller Frühe aufweckt. Ihm sei langweilig. Er wolle essen und bumsen. Bitte sofort die internationale Presse verständigen.

    * * *
    Der Mann will Sex. Drei Ausreden, um ihn fernzuhalten und doch nicht zu verletzen:

    1. Ich lege meine dritten Zähne in den Behälter mit Wasser und falle gleich auf die Knie.
    2. Beweg dich nicht. Ich bügle schnell die Schnürsenkel.
    3. Warte. Ich reite das Einhorn aus, dann widme ich mich dir.

    * * *
    L.: Welche Ausreden fallen dir spontan ein?
    M.: Was denn für Ausreden? Man zieht sich aus und besorgt‘s der Frau.
    L.: Sehr nobel.
    M.: So bin ich.

    Die Rückgratlosigkeit in einer Ehe

    Alles muss ich dir erklären. Kein Kerl würde Nein zu einem Blowjob sagen. Keiner! Es sei denn, er ist in Ohnmacht, im Koma oder tot.

    * * *
    41 ist Mike geworden. Jedes Jahr verspricht er mir, solide zu werden. Jedes Jahr glaube ich ihm nicht – und werde nie enttäuscht. Meine Kinder vergöttern ihn. Ich mag ihn. Ich behalte ihn. Wer sonst würde ihn aushalten können?

    Alles Gute zum Geburtstag, Blödmann!

    Man vs. woman

    Ja, wir haben gefickt. Schämt euch selber! Es gibt Wichtiges. Ex-Bundespräsident ist mit Boot an der Ostsee gekentert. Wie kann ich einschlafen?

    * * *
    Ich bin eine kleine gemeine Frau. Wenn mein Mann geil ist und ich keinen Bock auf Sex habe, hole ich ihm einen runter oder blase ihm einen. Höchstens drei Minuten? Wenn mein Mann mich leckt… und leckt… und… Irgendwann bin ich so geil, dass ich ihn in mir drin haben will.

    Ist das [emotional gesehen] der Unterschied zwischen Cunnilingus und Fellatio? Das ist [meiner Erfahrung nach] der Unterschied zwischen Mann und Frau. Glaube ich. Der einzige Unterschied? Wir sind gleich. Wir gleichen uns aus :)

    Liebevoller Umgang in einer Ehe

    L.: Ich habe an dich gedacht. Ich habe von dir geträumt.
    M.: Zieh dich aus. Sofort. Ich will in dir sein.
    L.: Danke für diese wertvolle Info. Sonst was?
    M.: Nein. Was sonst könnte ich von dir wollen?

    Noch ein Tag, dann ist Schluss mit Hingabe, Demut und Gehorsamkeit. Dann biete ich ihn zum Symbolpreis auf einem Online-Flohmarkt an.
    __________
    Das Verständnis in einer Ehe
    1000 und 1 zweifelhaftes Kompliment

    Zeichen zählen


    Wie liket man einen Beitrag, bei dem die Funktion extra abgeschaltet wurde? Deine Wege sind unergründlich, o Herr. Halleluja!

    * * *
    Nate ist aus der Judäischen Wüste wieder zurück. Hat mir drei Rosen von Jericho geschenkt. Haben stundenlang über Gott und die Welt geredet.

    * * *
    Dylan ist aus Glasgow wieder zurück. Haben gestern trainiert. Weiß jetzt, was E-Stim und Harnröhrenstimulation sind. Interessiert?

    * * *
    Unsere Rufnummer ist nicht verfügbar. Belästige Dennis. Zehen depiliert. Brüste rasiert. Creme einmassiert. Haar onduliert. Was gibt’s da zu wiehern?

    * * *
    Führe seit Stunden geistreiche Gespräche. Mit mir. Was wirst Du Dich wundern, wenn Du wach bist.

    * * *
    Die Spiegel in meinem Schlafzimmer sind zu klein. Warum habe ich am Gleitgel geschnüffelt?

    * * *
    Ich bin genial. Genial daneben. Ich werde Mikroblogger.

    Not Being a Grace

    L.: I am a grace.
    M.: A what?
    L.: A grace.
    M.: What does that mean exactly?
    L.: You know nothing. Das heißt, ich empfinde sexuelle Lust nur, wenn ich eine emotionale Verbindung zu dem Mann spüre. Ich bin romantisch veranlagt.
    M.: Aha. Verstandst du das, bevor oder nachdem du mich im Keller geschändet hattest?
    L.: Wir haben Liebe gemacht.
    M.: Nein, haben wir nicht. Du hast mich in den Keller gezerrt und mir die Kleider vom Leib gerissen.
    L.: Du hast dich nicht gewährt.
    M.: Es hat mir gefallen. Du bist alles Mögliche – you are naughty, kinky, dirty, maddeningly perverse –, aber du bist nicht asexuell. Very mature. Warum zeigst du mir die Zunge?
    L.: Ich mag dich nicht.
    M.: Okay. Gehst du mit mir morgen aus?
    L.: In ein schickes Restaurant?
    M.: Why not? Dust off a nice dress. We are going dancing.
    L.: I won’t have sex with you.
    M.: By the end of the day you might start developing a crush on me. I’m a fan of yours. I’m quite likebale.

    It is possible that I’m falling for him.

    Über Sexfantasien

    L.: Ich habe gerade einen russischen Artikel gelesen. Angela Merkel, Schönheit, Herzensbrecherin, Pionierin. I will never be the same again.
    M.: Was glaubst du, an wen ich beim Sex denke?
    L.: Really? Ich habe mich für Peter Altmaier entschieden.
    M.: Good taste. Würdevoll, charismatisch, sinnliche Lippen.
    L.: Idiot.

    In zehn Tagen hat er Geburtstag. Bis dahin schlucke ich alles… hinunter. Hingebungsvoll, demütig, gehorsam. Bin ich keine großartige Ehefrau?

    La durata eterna dell’amore

    1Se parlassi le lingue degli uomini e degli angeli, ma non avessi amore, sarei un rame risonante o uno squillante cembalo. 2Se avessi il dono di profezia e conoscessi tutti i misteri e tutta la scienza e avessi tutta la fede in modo da spostare i monti, ma non avessi amore, non sarei nulla. 3Se distribuissi tutti i miei beni per nutrire i poveri, se dessi il mio corpo a essere arso, e non avessi amore, non mi gioverebbe a niente.

    4L’amore è paziente, è benevolo; l’amore non invidia; l’amore non si vanta, non si gonfia, 5non si comporta in modo sconveniente, non cerca il proprio interesse, non s’inasprisce, non addebita il male, 6non gode dell’ingiustizia, ma gioisce con la verità; 7soffre ogni cosa, crede ogni cosa, spera ogni cosa, sopporta ogni cosa.

    8L’amore non verrà mai meno. Le profezie verranno abolite; le lingue cesseranno; e la conoscenza verrà abolita; 9poiché noi conosciamo in parte, e in parte profetizziamo; 10ma quando la perfezione sarà venuta, quello che è solo in parte, sarà abolito.

    11Quando ero bambino, parlavo da bambino, pensavo da bambino, ragionavo da bambino; ma quando sono diventato uomo, ho smesso le cose da bambino. 12Poiché ora vediamo come in uno specchio, in modo oscuro; ma allora vedremo faccia a faccia; ora conosco in parte; ma allora conoscerò pienamente, come anche sono stato perfettamente conosciuto.

    13Ora dunque queste tre cose durano: fede, speranza, amore; ma la più grande di esse è l’amore.
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    Prima lettera ai Corinzi, 13.1-13