Intimbesprechung*

L.: Der Tag hat gut angefangen. Ich habe zufällig die Liebe meines Lebens in der Stadt getroffen.

N.: Deinen Ehemann?

L.: Wen? Den doch nicht. Daniel. Nach der Arbeit gehen wir spazieren. Vielleicht kaufe ich ihm ein Eis.

N.: Hauptsache, er steigt nicht wehrlos in dein Auto ein.

L.: Ha-ha. Du bist witzig.

N.: Darf ich dich was fragen?

L.: Habe ich eine Wahl?

N.: Nein. Ist Daniel nicht Michaels Cousin?

L.: Vielleicht. Worauf willst du hinaus?

N.: Du sagst doch immer, dass ich dich nicht lustvoll anglotzen solle.

G.: Das ist ein… beeindruckendes Kleid. Schön siehst du aus.

L.: Danke!

N.: Musst du nicht arbeiten, Mann?

L.: Sei nett zu deinen Mitmenschen, Schwiegerschwager.

N.: Ich denke nicht an Sex.

L.: Das ist eine vernünftige Einstellung. Das hier ist eine neutrale Zone. Siehst du? Neutral. Geschlechtslos.

N.: Aha. Zieh dir bitte einen Kartoffelsack über. Ich befürchte, dass das trotzdem nicht klappen wird. Ich denke nicht an Sex.

L.: Und unter dem Kartoffelsack werde ich nur mein verführerischstes Lächeln tragen.

G.: Jetzt denke ich an Sex.

L.: Musst du nicht arbeiten, Mann? Was du für perverse Fantasien hast… Erzähl mir mehr.

N.: Siehst du, was du anrichtest? Noch vor einem Monat war er ein intelligenter, kompetenter, gebildeter Kollege. Jetzt denkt er während der Arbeit an Sex.

„Ich bin so wunderschön. Und ich muss darunter leiden.“, sagt meine Tochter beim Blick in den Spiegel. Ich kann es nachvollziehen. Life is pain 😇

* Teambesprechung 🤣 Selbstverständlich war ich das. Gestern haben wir z.B. ein Paket mit der Aufschrift „Nicht betasten. Empfindlich.“ erhalten. Was habe ich mich gefreut. Belasten ist ein unspektakuläres Verb.