Über Unschuldslämmer

M.: Seid gegrüßt, mein flatterhaftes…

L.: … Flittchen.

M.: Tja, ich wollte Weib sagen. Warum sind wir heute selbstkritisch?

L.: Männer sind unwürdige unnütze Kreaturen.

M.: Danke für diese wertvolle Information.

L.: Ach so, ich habe mein Notebook geschrottet.

M.: Wie?

L.: Mit Wasser.

M.: Hast du es gewaschen?

L.: Haha, hahaha, dass ich nicht lache. Ich gehe nach der Arbeit zu Dylan.

M.: Komm ins Büro. Dom oder Slava werden dir weiter helfen.

L.: Nö, ich vertraue Dylan. Niemand sonst hat solch wunderschönen grünen Augen.

M.: Aha. Ziehst du bei ihm demnächst ein?

L.: Nö, nö, noch nicht. Ich werde dich schriftlich benachrichtigen. Heute schaue ich mir mit Dafydd eine schöne Wohnung in Dean Village an. Dann treffe ich mich mit Nate. Irgendwann trudle ich am späten Abend zu Hause ein.

M.: Rufst du mich an, um mich zu ärgern? Ich lege auf. Tschüss.

Grobian! Dabei ist doch die Kommunikation wichtig für eine Ehe 😇

Ungeschliffener Kaktus*

*Roher Diamant
__________
M.: Und, was habe ich angestellt, dass du seufzt?
L.: Ausnahmsweise nichts. Ich ärgere mich über mich selbst. Bei mir gedeihen tote Kakteen, verwelkte Rosen blühen wieder, bloß die Primeln und die Orchideen gehen ein.
M.: Dir wohnt auch der Liebreiz eines Kaktus inne. Aua.

Unverschämter Flegel! Ich bin bezaubernd 🦄, berosend 🌹, doch nicht bekakteend 🌵.

Würdevolles Flüchen

Schimpfe nicht. Bleib gelassen. Sag einfach: „Hab doch dein Knie ganz toll lieb und leck mich… ach, ein kleiner Versprecher… und leck an meinem Erdbeereis.“

Michael, 41 Jahre alt, Kommunikationscoach

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P.S. À propos Kommunikation: Bezeichnet man heutzutage einen Schäfer als Herdenmanager? Ich will Herdenmanagerin werden und schreibe mich nach der Arbeit für ein Studium der Agrarwissenschaften ein. Muss ich mir waagrechte Pupillen zulegen? Studiere ich etwa Schafisch?

Über entspanntes Miteinander

M.: Also…
L.: Oi, bloß nicht. Ich vertrage keine weitere Hypothese von dir.
M.: Du bist undankbar. Warum setzt du dich nicht zu meinen Füßen und lauschst gebahnt meiner Stimme?
L.: Weil du ein Blödmann bist.
M.: Ich lasse dich trotzdem an meiner Weisheit teilhaben. Der Mann an sich ist ein Höhlenmensch. Lass ihn nie mit leerem Magen und vollen Eiern aus dem Haus – und er wird immer wieder zu dir zurückkommen. Seufz nicht. Zwinker nicht so oft. Damit habe ich bereits drei Gebote formuliert. Was?
L.: Ich brate dir gleich eins über den Schädel, dann kannst du gemütlich zur Arbeit kriechen und deine Theorie den Mitarbeitern nahebringen.
M.: Gut, ich bin flexibel. Komm einfach in mein Büro. Ich bestelle was und du verbringst ein wenig Zeit unter meinem Schreibtisch.
L.: Aha. Gleich nachdem ich mein Einhorn werde ausgeritten haben. Zieh dich einfach aus und warte auf mich. Schließ die Tür nicht ab.

Das wird lustig. Wer möchte mich begleiten?

Verheißungsvoller Montag

L.: Ich habe heute den Marsianer, der nie lächelt, zweimal zum…
M.: Orgasmus… Aua, was soll das?
L.: … zum Lächeln gebracht.
M.: Ich finde meinen Vorschlag schöner.
L.: Abgemacht. Ich freue mich auf Montag.

Auf seine Antwort konnte ich nicht mehr warten, aber ich glaube, er hat nichts dagegen 🤣

Verschreibungspflichtig

M.: Sex vor dem Einschlafen ist Hypnotikum. Sex nach dem Aufwachen ist Aphrodisiakum. Sex zwischendurch ist auch nicht zu verachten.
L.: Warum nagelst du nicht… Damn it!
M.: Ja. Ja. Ich liebe den Gedanken. Sprich weiter!
L.: Ich habe mich versprochen. Warum hängst du nicht deinen Job an den Nagel und…
M.: Nichts und, meine Liebe! Du hast dich nicht versprochen. Dein Bewusstsein hat die Führung übernommen. Das behauptest du immer wieder, wenn ich mich verspreche.

Was soll ich dazu noch sagen?