Über Quinoa und rasierte Muschis. Eine Hypothese.

Sex bis zum Exzess und Schürfwunden am Knie, abgrundtiefe Liebe, endlose Zärtlichkeit, Waffen, Kälte, Dreck, verschwitzte Männer, viel Geld. Ich werde das Geld unterschlagen. Ich brauche dringend ein paar Spitzenhöschen. Ungefähr so wird das Jahr 2020 für mich anscheinend aussehen.

Die schönsten zwei Wochen unseres Lebens sind zu Ende. Ich will nicht mehr zur Arbeit *wirft sich auf den Boden, schlägt mit den Händen und Füßen, schimpft schmutzig auf Russisch*

* * *
Ich habe meinem Mann ein neues Gericht auftischen wollen und er hat mir ausführlich erläutert, warum er und seine Armeekameraden erfolgreich sind in dem, was sie tun:

„Was ist das?“
„Quinoa.“
„Leg sie sofort ins Regal zurück. Ich werde diese Scheiße nicht essen.“
„Warum nicht?“
„Ist das nicht offensichtlich? Ich bin keine verweichlichte vegane Memme. Ich habe gedient. Wir haben keine Wahl gehabt. Wir haben unser Steak vertilgt. Blutig. Wir haben unsere Kartoffeln von vorgestern schweigend runtergewürgt – und dann sind wir in den Kampeinsatz gezogen. Und ich sage dir, warum.“
„Oi, bloß nicht.“
„Weil wir Eier zwischen den Beinen haben, keine rasierten Muschis. Denke nicht daran, mich als chauvinistisch zu bezeichnen. Frauen wie Sandra oder Kelly haben größere Eier als die meisten Luschen, mit denen du beruflich zu tun hast.“
„Hast du dich schon mal gefragt, warum du kein Soziologe geworden bist? Ha?“
„Halt die Klappe und schieb den Einkaufswagen. Wir gehen die Steaks kaufen.“

Ihr wisst Bescheid. Hände weg von Superfood. Bleibt bei euren Eiern. Auf neue Herausforderungen und Erfolge!