Über Ursache und Wirkung

L.: Und?
M.: Nichts und. Ich wüsste gern, warum. Ich hätte gern den Grund für sein Handeln erfahren. Er hat keine Antwort gegeben. Keine Erektion. Hör auf zu wiehern. Ich habe mich versprochen. Reaktion! Echt, Frau.
L.: Klar. Das war kein Versprechen. Dein Unterbewusstsein hat das Denken für dich übernommen. Erektion: Das ist alles, woran du denkst, seit du zwölf bist.
M.: So primitiv bin ich auch wieder nicht. Hör auf zu grinsen. Unfassbar.

* * *
M.: Du bist wütend auf mich? Du?!
L.: Ja, ich bin wütend auf dich. Was machst du hier? Geh zu XX. Du hast es sichtlich genossen, um sie herumzuschwänzeln. Viel Spaß. Ihr habt meinen Segen.
M.: Danke für diese großzügige Geste. Ich bleibe zu Hause. Übrigens: Ich habe nicht um sie herumgeschwänzelt. Das war lediglich die Gegenreaktion – hör auf zu grunzen – auf dein Verhalten. Ich habe nicht damit angefangen. Ich habe mich nicht XY an den Hals geworfen.
L.: Das stimmt gar nicht. Ich habe mich nicht ihm an den Hals geworfen. Ich war höfflich.
M.: Aha. Warum bist du hier? Du hättest einen schönen Abend haben können. Du hättest irgendwo in einem Luxushotel für XY deine Beine spreizen können. Warum bist du hier?
L.: Дурак ты, Миша – и не лечишься.
M.: Weise mich nicht darauf hin. Ich weiß, dass ich dumm bin. Das ist kein vernünftiges Argument. Wie ich dich manchmal hasse.
L.: Tust du nicht. Wo gehst du hin?
M.: Du sagst, ich solle in meinem Schlafzimmer schlafen. Ich befreie dich von meiner Anwesenheit.
L.: Du hast das Kissen und die Bettdecke vergessen.
M.: Halt doch die Klappe. Du definierst dich als deutsch, nicht wahr? Was ist denn aus der deutschen Streitkultur geworden? Du willst nicht einmal mit mir streiten.
L.: Keine Ahnung. Ich wurde neulich gefragt, ob ich Belgierin oder Französin sei. Ich bekenne mich zu Belgien. Und ich will nicht mit dir streiten. Ich will alles Mögliche: mit dir glücklich sein, von dir geliebt werden, mit dir innige Momente erleben, ausgehen, kochen, lachen, kuscheln, schlafen. Alles Mögliche, aber ich will nicht mit dir streiten. Gib dir einen Ruck. Vergib mir. Lass das Kissen liegen. Sei kein Kind. Du bist seit deinem zwölften Lebensjahr vernünftig, weise und erfahren. Immerhin hast du dich nicht zu Tode onaniert.
M.: Das ist nicht witzig.
L.: Begleitest du mich, wenn ich meiner historischen Heimat einen Besuch abstatte? Stehst du mir bei?
M.: Warum Belgierin und keine Französin?
L.: Ich mag kein Französisch.
M.: Lügnerin!
L.: Haha. Wie heißt es richtig: Sie hat sich um XY herumgefotzelt? Was meinst du? Got you. You grined. You are not angry with me.
M.: Ich bin dir böse, aber du hast Recht, es hört sich stark nach dem deutschen Dialekt der Schotten in Berlin an. Ich bin stolz auf dich.
L.: Werde ich für meinen Fleiß belohnt? Bringst du mir Französisch bei? Ich bin eine Streberin.

Mine! For better, for worse, for richer, for poorer, in sickness and in health, until death do us part. House and riches are the inheritance of fathers: and a prudent wife is from the LORD. ;)

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