V.I.P.

Ich besitze seit Dienstag drei Visitenkarten:

1. Firma (M.H.)
2. Stiftung (H.M.)
3. Dolmetscherin (L.H.A.)

Hört es sich gut an? Ich bleibe bescheiden :D

Vögeln vs. Tieren

Omelette mit Waldpilzen und Baguette zum Frühstück. Wolgadeutsche Pilzsuppe, Couscous mit Waldpilzen und Gemüse zu Mittag. Pilzragout, Zucchini und Frikadellen zu Abend. Maronenpilze sauer eingelegt. Steinpilze mit Zwiebeln und Gewürzen mariniert. Mann, sind wir gut. Was wird aus dem Rest?

* * *
L.: Es ist erfreulich, ausnahmsweise im eigenen Ehebett zu vögeln, obwohl ich nicht behaupte, dass die Umstände viel würdevoller sind. Barbar!
M.: Pharisäerin! Ich schäme mit z.B. für dich, aber ich füge mich in mein Schicksal und lamentiere nicht andauernd.
L.: Du bist ein Heiliger.
M.: Ein heiliger Barbar? Zeige dich erkenntlich und blase mir einen. Nein? Sicher? Dann nicht. Ich grolle dir nicht. Ich bin verständnisvoll und bescheiden. Warum eigentlich „vögeln“? Warum nicht ins Detail gehen? Die Deutschen sind sonst eh penetrant penibel. Lass uns träumen. Lass uns adlern oder falken oder raben…
L.: Oder kurzschwanzflugsauriern?
M.: Nein, das gefällt mir nicht. Vielleicht luchsen oder wölfen oder ganz exotisch krokodilen.
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Pilze jagen, Höhepunkte sammeln

L.: Wir waren im Wald.
N.: Das heißt, ihr habt – mal wieder wie immer – unter unwürdigsten Bedingungen gefickt. Im Auto? Draußen ist es frisch.
L.: Halt doch die Klappe!
N.: Habt ihr?
L.: Geht dich nichts an. Wir haben Pilze gesammelt. Hier, der Beweis!
N.: Sie sehen genießbar aus. Habt ihr?
L.: Freu dich nicht zu sehr. Für dich extra habe ich einen Fliegenpilz aufbewahrt. Haben wir. Ich hasse dich.
N.: Ich weiß. Heuchlerin!

Die Höhepunkte der Woche

  • Dinner mit einem Diplomaten im Restaurant eines Lusuxhotels; galanter Ehemann, eloquente Gespräche, deliziöse Verköstigung.

    M.: Manchmal erkenne ich dich nicht mehr. Du bist so unwirklich bezaubernd, charmant, geistreich. Es macht mich heiß.
    L.: Nur wenn ich mein Gegenüber mag. Und XY gefällt mir sehr. Verstehst du, worauf ich hinauswill?
    M.: Ich verstehe schon. Ich habe mich damit abgefunden. Am Ende des Tages steigst du doch mit mir in die Kiste.
    L.: Das ist leider meine eheliche Pflicht. Ich empfinde dabei keine Lust.
    M.: Deswegen wirst du feucht vor lauter Gefühlskälte. Sei nicht traurig. Hauptsache, ich komme in dir.
    L.: Igitt.
    M.: Ja…

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  • As Beautiful as the Banner o Scotland

    MARA: You look amazing. Amazing! You are as beautiful… as beautiful… as beautiful as the Banner o Scotland.
    LYNN: (in surprise) Owww, thank you. You are very kind.
    MARA: Dylan, isn’t she beautiful?
    DYLAN: She is beautiful.
    MARA: Don’t you like her white lace dress? Dylan, I need blue stockings desperately. Please! Dylan. Dylan? Dylan?!
    DYLAN: Mara, stop walking across the room! Concentrate! Mara, stay still! Keep silent for a minute.
    MARA: (singing) I think I idolize her. Dylan. Dylan? Dylan?!
    DYLAN: What?! I think I idolize her, too. She’s the wonder of woman. She certainly wants to rest and we have to wake up early. Hurry now. We have no time to waste. Should I help you into your coat?
    MARA: (looking around) Where is the cat? I wish to stroke the cat.

    They vanished into the dark night, but gave me a solemn promise to come back soon.

    On the Erev Yom Kippur I made a little redhead with soft brown eyes smile. !גמר חתימה טובה

    * * *
    DO NOT FORGET the light of the October Draconids!

    Über Ursache und Wirkung

    L.: Und?
    M.: Nichts und. Ich wüsste gern, warum. Ich hätte gern den Grund für sein Handeln erfahren. Er hat keine Antwort gegeben. Keine Erektion. Hör auf zu wiehern. Ich habe mich versprochen. Reaktion! Echt, Frau.
    L.: Klar. Das war kein Versprechen. Dein Unterbewusstsein hat das Denken für dich übernommen. Erektion: Das ist alles, woran du denkst, seit du zwölf bist.
    M.: So primitiv bin ich auch wieder nicht. Hör auf zu grinsen. Unfassbar.

    * * *
    M.: Du bist wütend auf mich? Du?!
    L.: Ja, ich bin wütend auf dich. Was machst du hier? Geh zu XX. Du hast es sichtlich genossen, um sie herumzuschwänzeln. Viel Spaß. Ihr habt meinen Segen.
    M.: Danke für diese großzügige Geste. Ich bleibe zu Hause. Übrigens: Ich habe nicht um sie herumgeschwänzelt. Das war lediglich die Gegenreaktion – hör auf zu grunzen – auf dein Verhalten. Ich habe nicht damit angefangen. Ich habe mich nicht XY an den Hals geworfen.
    L.: Das stimmt gar nicht. Ich habe mich nicht ihm an den Hals geworfen. Ich war höfflich.
    M.: Aha. Warum bist du hier? Du hättest einen schönen Abend haben können. Du hättest irgendwo in einem Luxushotel für XY deine Beine spreizen können. Warum bist du hier?
    L.: Дурак ты, Миша – и не лечишься.
    M.: Weise mich nicht darauf hin. Ich weiß, dass ich dumm bin. Das ist kein vernünftiges Argument. Wie ich dich manchmal hasse.
    L.: Tust du nicht. Wo gehst du hin?
    M.: Du sagst, ich solle in meinem Schlafzimmer schlafen. Ich befreie dich von meiner Anwesenheit.
    L.: Du hast das Kissen und die Bettdecke vergessen.
    M.: Halt doch die Klappe. Du definierst dich als deutsch, nicht wahr? Was ist denn aus der deutschen Streitkultur geworden? Du willst nicht einmal mit mir streiten.
    L.: Keine Ahnung. Ich wurde neulich gefragt, ob ich Belgierin oder Französin sei. Ich bekenne mich zu Belgien. Und ich will nicht mit dir streiten. Ich will alles Mögliche: mit dir glücklich sein, von dir geliebt werden, mit dir innige Momente erleben, ausgehen, kochen, lachen, kuscheln, schlafen. Alles Mögliche, aber ich will nicht mit dir streiten. Gib dir einen Ruck. Vergib mir. Lass das Kissen liegen. Sei kein Kind. Du bist seit deinem zwölften Lebensjahr vernünftig, weise und erfahren. Immerhin hast du dich nicht zu Tode onaniert.
    M.: Das ist nicht witzig.
    L.: Begleitest du mich, wenn ich meiner historischen Heimat einen Besuch abstatte? Stehst du mir bei?
    M.: Warum Belgierin und keine Französin?
    L.: Ich mag kein Französisch.
    M.: Lügnerin!
    L.: Haha. Wie heißt es richtig: Sie hat sich um XY herumgefotzelt? Was meinst du? Got you. You grined. You are not angry with me.
    M.: Ich bin dir böse, aber du hast Recht, es hört sich stark nach dem deutschen Dialekt der Schotten in Berlin an. Ich bin stolz auf dich.
    L.: Werde ich für meinen Fleiß belohnt? Bringst du mir Französisch bei? Ich bin eine Streberin.

    Mine! For better, for worse, for richer, for poorer, in sickness and in health, until death do us part. House and riches are the inheritance of fathers: and a prudent wife is from the LORD. ;)