Bleibenden Eindruck beim Boss hinterlassen

M.: Dämmert es dir ein, was du dir eingebrockt hast, mein Täubchen? Dein Arbeitsplatz war wirklich nicht der schlechteste. Du durftes entscheiden, wann du kommst und wann du gehst. Du durftest die Abläufe bestimmen. Du durftest dich in Schränken verstecken. Ein paar Blowjobs hier, ein paar Ficks da. Die Arbeitsbedingungen waren angenehm. Die Bezahlung war überdurchschnittlich gut. Der Preis für ein luxuriöses Leben ist durchaus angemessen. Verabscheuungswürdig ist dein Boss nicht. Ich habe Sex mit ihm gehabt. Ich kann das beurteilen.
L.: Fertig?
M.: Wie soll er nun ab Morgen an diesem Tisch im Büro sitzen und an die engagierte Mitarbeiterin denken, die so überwältigend scharf unter dem Tisch ausgesehen hat? Allein, verlassen, mit einem Ständer.
L.: Hör auf. Das ist einmal passiert. Ich meide Desmond seitdem. Ich habe es wegen dir getan. Du warst nervös. Ich wollte, dass du dich entspannst.
M.: Natürlich. Als läge dir mein Wohlbefinden am Herzen. Du hast deine Macht ausgenutzt. Nicht, dass ich das zugäbe. Nicht, dass ich nervös wäre. Falls das jemand erfährt, verklage ich dich.
L.: Erinnerst du dich an den Blowjob? An das schöne Gefühl kurz vorm Orgasmus, als wir gestört wurden? An „Geh weg! Ich bin beschäftigt. Ich melde mich zurück.“?
M.: Nein. Aber du machst mich geil.
L.: Tja, ich freue mich für dich. Ich verschwinde. Ich rufe XY an und bedanke mich. Ich lade ihn zum Mittagessen ein. Fang ohne mich an. Have fun, happy end and so on.
M.: Warum bin ich der Leidtragende?
L.: Wegen deines Y-Chromosoms. Und weil du mich diesen peinlichen Ausrutscher nicht vergessen lässt. Lasterhaftes Ferkel!
M.: Sagt die Frau, die an öffentlichen Plätzen Schwänze lutscht. Heuchlerin!
L.: Halt die Klappe.
M.: Verbiete mir nicht den Mund.
L.: Blas dir doch einen.
M.: So groß ist er auch wieder nicht.
L.: Was sind wir selbstkritisch.
M.: Was sind wir gemein. Warum wundere ich mich?
L.: Immer noch geil?
M.: Ja.
L.: War nett mit dir zu plaudern.

Ich kriege langsam die Panik. Ich bräuchte dringend Entspannung… oder Betäubung.
__________
Gemälde der ukrainischen Malerin Marina Timtschenko. Eine Frau hustet. Woran habt ihr gedacht? Wie verdorben seid ihr eigentlich?

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