In Demut und Reue

N.: Und? Wo wart ihr?
L.: Geht dich nichts an.
N.: War es schön?
L.: Halt die Klappe.
N.: Du hast da was Weißes am Mund. Geflunkert. Ha-ha. Zu spät.
L.: Ich warte einfach ab, bis du abgelenkt bist. Dann bist du dran.
N.: Kann ich für zehn Minuten dein Mann sein?
L.: Nein, kannst du nicht, Schwiegerschwager. Sei brav.
N.: Ich schäme mich sehr für dich. Ha-ha. Zu langsam.
L.: Ärgere mich nur weiter und ich verpasse dir ein Veilchen.
N.: Mir wurde nie einer in der Frauenumkleide geblasen. Ich bin neidisch.
L.: Komm mit. Ich blase dir einen in der Frauenumkleide.
N.: Nutze nicht meine Gutgläubigkeit aus, um mich in eine Falle zu locken. Verglichen mit dir bin ich ein Heiliger.
L.: Aha. Ich sehe deutlich die Gloriole.

* * *
Ich schwöre feierlich, ich werde mich ändern. Gleich nach Florenz. Ich werde meinen Mann nicht an öffentlichen Plätzen verführen. Ich werde ihn nicht oral beglücken. Ich werde nicht seinen Samen schlucken, weil ich verrückt nach ihm bin. Nach seinem Geruch. Nach seinem Geschmack. Nach seinen Küssen und Liebkosungen. Aber er hat unerträglich scharf ausgesehen. Und ich bin geil geworden. Ich bin ein unschuldiges Opfer. Warum nennt er mich Hexe?

* * *
L.: Mike! Geh voran. Ich verstecke mich hinter deinem Rücken. Meine Ohren nehmen gerade eine anständige Farbe an. Grinse nicht. Iss eine Zitrone, du strahlst.

3 Gedanken zu “In Demut und Reue

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