Wortlos kommunizieren lernen

M.: Männer heiraten, weil sie lieben. Frauen heiraten, weil sie verheiratet sein wollen.
L.: …
M.: Nein? Keine Antwort? Gar nichts? Weißt du, warum ich dich geheiratet habe?
L.: …
M.: Nein? Interessiert es dich nicht? Gar nicht? Nachdem wir gefickt hatten, wollte ich nicht aufstehen, mich anziehen und verschwinden.
L.: …
M.: … obwohl du morgens wie Pumuckl aussiehst. Nein?! Ich habe dich nackt gesehen.
L.: …
M.: Immer noch nichts? Falsche Formulierung? „Nachdem wir gefickt hatten…“ – Ich meine nicht das erste Mal. Über unser erstes Mal habe ich nie gesprochen. Auch mit dir nicht. Warum? Save me, baby. Save me! I’m drowning. Ich kämpfe mit der Grammatik… ‚Nachdem‘ und Plusquamperfekt machen es mir schwer…
L.: …
M.: Ich liebe dich?
L.: Fragst du mich? Idiot!

* * *
M.: Frau? Steh‘ grade an einer Kreuzung. Kleiner Laden. Lockenstäbe. Preisreduziert.
L.: …
M.: Nein? Zu früh?
L.: Ich wüsste, was ich mit dem Lockenstab anfinge.
M.: Vergiss es. Ich stehe auf Kakteen.

Den Buzzcut nach dem Brand habe ich überwunden. Aktuell sehe ich wie ein gerupftes Huhn aus. Er verspottet mich nicht. Er versucht, mich aufzubauen. Schwachkopf! Ich liebe ihn nicht. Nö!

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