Служебный роман

Л.: Ты жутко милый. И жутко обаятельный. Улыбнись. Ну, улыбнись! Держи. Бутерброд. С шоколадным маслом. Вкусный.
М.: Ты что творишь?
Л.: Под стол ползу. От работы отлыниваю. От Маркуса прячусь. Ты ешь бутерброд. Не стесняйся. Потом приползай ко мне. Мучительно сладки запретные ласки. Улыбнись еще разок. Озари душу любовью. Мне нужен лед.
М.: Для чего? Для напитка?
Л.: Для моих трусиков.
М.: Вот зачем ты меня распаляешь?
Л.: Я неприлично вредная. Я отчаянно влюблена в женатого. Я потеряла из-за тебя голову. Умен, как бог. Красив, как бог. Ебешься, как шотландский клейдесдаль. Знаю я. Знаю. Нехуй ебстись, где попадя. Бесстыжая! Счастливая! Голову теряю, когда обнимаешь. Сердце колотится. Колени подгибаются. Растекаюсь, когда целуешь. А хочешь, я минет тебе сделаю? Да погоди ты ремень расстегивать. Я сейчас единорога своего выгуляю – и вернусь. Мигом вернусь. Не сомневайся.
М.: Почему ты такая неприлично вредная? Не уходи. Не уходи, пожалуйста.
Л.: Ночью, в объятиях другого, я буду думать о тебе. Жутко милый… Жутко обаятельный…

Не особо ты мне и нравишься. Нечего зазнаваться.

Eine Sympathiebekundung


Ich hatte ihn beobachtet. Als er noch im Schlaf war. Kurz bevor der Wecker klingelte. Ich liebe ihn so sehr, dass es wehtut. Meinen Ehemann, meinen Gefährten, meinen Geliebten. Er hat überwältigende Wunder vollbracht. Er hat mir die Kinder geschenkt. Er hat für mich ein ganzes Königreich erschaffen.

Я бесконечно благодарна тебе за эту жизнь, Миша! Я никогда не смогу воздать тебе по заслугам.

Ein wenig Selbstkasteiung

Ich bin wütend und enttäuscht. Ich bade noch in Selbstmitleid. Ich bin fast fertig. Hoffentlich.

Warum? In zwei Monaten hätte ich die Kätzchen verschenkt. Mit blutendem Herzen. Aber ich hätte sie verschenkt. Warum die Kätzchen traumatisieren? Warum die Mutter traumatisieren?

Wir wissen genau, wer das war. Unser Haus wird videoüberwacht.

Heute will ich die Welt wirklich nicht verbessern. Sie soll mir den Buckel runterrutschen.

* * *
Das ist Lucies erstes Bild.

Neve, dann Lucie


Donnas Kinder wurden heute von unserem Hof gestohlen. Donna jammert und ruft nach ihren Babys. Ich heule. Das ist das letzte Bild. Fünf Wochen sind sie alt.

Rhetorisch


Mili, meine Große, begrüßt Nate: „Fists up, elbows in, chin down.“ Sole, meine Kleine, streckt die Arme aus, stellt sich auf die Fußspitzen, fasst ihn an den Hintern und fragt, als er sich verwundert umdreht: „Do you know my dad? My dad is the coolest on the planet. Do you like giraffes?“ Ich bringe ihm eine neue Redewendung bei: „Пиздец, какие же мы охуительные.“ Und das an einem Abend.

Vor zweieinhalb Jahren hast Du uns nicht gekannt. Wie hast Du ohne uns nur gelebt, Nathaniel?

FFF

L.: Wir haben nichts Besonderes gemacht. Wir haben so viel Zeit miteinander verbracht. Das ist wichtig. Das ist kostbar. Also – Fressen, Ficken, F… F…
M.: Fschlafen.
L.: Allmählich gewinne ich den deutschen Dialekt der kleinen schottischen Minderheit, die praktisch aus einem Hohlkopf besteht und in Berlin in Edinburgh beheimatet ist, lieb. Ihr habt für alles ein Wort.
M.: Wir sind schon großartig.

Der großartige Kerl bleibt im Büro. Nate und ich gehen zur Teambesprechung.

Tha gràdh mòr agam ort mo cridhe

Добрый, ласковый, любимый смущается: „Эрон спросил, как у тебя дела, а меня выбило из колеи и в голове вертится: ‚8Со мною с Ливана, невеста! со мною иди с Ливана! спеши с вершины Аманы, с вершины Сенира и Ермона, от логовищ львиных, от гор барсовых! 9Пленила ты сердце мое…‘ И последняя ночь. И дождь по окнам. И больше ничего путного“.

***
Люблю, люблю, люблю.

Люблю тебя за то, что ты такой.

За то, что ты такой громадный, за то, что ты такой сильный, за то, что ты такой хрупкий, ранимый, беззащитный. За сердце твое и за душу. За то, что смотришь — и видишь. За то, что слышишь каждый сдавленный стон моего сердца и чувствуешь любое тектоническое движение моей души. За то, что умеешь держать. За то, что умеешь прощать. За то, что умеешь верить.

За брови твои черные, за глаза твои синие, от взгляда которых я разливаюсь и превращаюсь в древний океан. За губы твои алые, от горячих поцелуев которых тают силурийские ледники. За руки крепкие, за пальцы тонкие, от прикосновений которых на моем животе вырастают подснежники. За тело красивое, топографию которого я изучила лучше своей собственной. За все шрамы, за все родинки.

За детей наших.

За умение собирать меня как византийскую мозаику, не забыв и самого крохотного камешка, нанизывать на нити мои чувства, настроения, эмоции, не потеряв ни единой бусинки. За нежность, терпение, немое понимание. За искренние слова и золотое молчание. За слезы горя и радости. За самые сокровенные тайны. За рассветы и за закаты. За вечную зиму в Финляндии и за знойное египетское лето. За берлинскую рубиновую осень. За антрацитовый Эдинбург.

За то, что поднимаешь, когда я падаю.

Люблю, люблю, люблю.

Безвозмездной лихорадочной любовью.

ברוכים הבאים לירושלים


Ich wundere mich, warum ich immer wieder gefragt werde, ob Michael noch bei uns sei? Wo sonst sollte er denn sein? Ich schreibe zu wenig über ihn, glaube ich. Meine Schuld. Ich werde mich bessern.

* * *
Meinem Mann hat’s in den Fingern gejuckt, deswegen ist unsere Bettwäsche seit gestern schweinchenrosa. Aber immerhin hat er den Weg in die Waschküche gefunden.

* * *
Nächste Woche sind wir in Jerusalem. Michael passt auf das Baby auf. Ich laufe nackt durch die Straßen. Mir ist danach. That’s going to be epic. Schaltet den Fernseher an. Ich brauche dringend ein langes weißes Schlafhemd. Nachts könnte es kühl werden.

1000 und 1 zweifelhaftes Kompliment


L.: XY hat sich überwunden und mir sein Herz und seinen Schwanz angeboten.
M.: Herrlich. Ich freue mich für dich. Ich persönlich würde alle 613 Mizwot für einen Fick mit dir brechen. Wann trefft ihr euch? Wo trefft ihr euch? Welche Stellungen bevorzugst du? Lässt du ihn dich lecken? Wirst du ihm einen blasen? Wenn die Blicke töten könnten. Schaue nicht so düster drein. Ich bin nicht eifersüchtig.
L.: Ich wollte keine Eifersucht in dir erwecken. Wir werden uns nicht treffen. Ich will nicht mit einem anderen Mann schlafen. Ich wüsste nicht, ob es mir überhaupt gefiele.
M.: Ihm würde es gefallen. Ich habe dich genossen. Du bist exquisit. Hey! Das war unnötig. Das hat wehgetan. Lerne Komplimente anzunehmen. Wenn du unartig bist, nehme ich dich. Woran denkst du?
L.: An den Zweiten Hauptsatz der Thermodynamik.

Ich benenne meinen Blog wohl wieder um in 1000 und 1 zweifelhaftes Kompliment, das M.H. mir je gemacht hat.

1000 und 1 Grund, warum ich M.H. liebe

Ich hatte viel Zeit mit Tierbabys und Menschenkindern verbracht, bis ich Michaels Blick bemerkte. Was?!, wollte ich angriffslustig wissen. Nichts, entgegnete er versöhnlich, ich könnte heulen, wenn ich dich so gelöst und glücklich lachen sehe. Ich wünsche mir nichts sehnlicher.

Ich werde meinen Blog nicht in 1000 und 1 Grund, warum ich M.H. liebe umbenennen. Bestimmt nicht wegen einer karitativen Veranstaltung. Schönen Abend noch!

Ich krieche gleich unter seine Kuscheldecke und schmiege mich eng an ihn heran. Ich bin eine stolze florentinische Frau. Ich brauche weder Liebe noch Zuneigung, noch Herzlichkeit, noch Anerkennung. Schluss mit Kichern!

סמי וחנה

יזכור אלהים נשמת בני מורי (שמואל בן מייקל) שהלך לעולמו בעבור שאתן בלי נדר צדקה בעדו, בשכר זה תהא נפשו צרורה בצרור החיים עם נשמות אברהם יצחק ויעקב שרה רבקה רחל ולאה ועם שאר צדיקים וצדקניות שבגן עדן. ונאמר: אמן

יזכור אלהים נשמת סבתי מורתי (חנה בת אסתר) שהלכה לעולמה בעבור שאתן בלי נדר צדקה בעדה, בשכר זה תהא נפשה צרורה בצרור החיים עם נשמות אברהם יצחק ויעקב שרה רבקה רחל ולאה ועם שאר צדיקים וצדקניות שבגן עדן. ונאמר: אמן

Niamh & Lucie

Neve (schwarz) hat heute eine feine Pastete von meinen Fingern gefressen. Zähne scharf wie kleine Nadeln. Lucie bedient sich erst an der Milchbar. Donna ist einfach geduldig und lässt sich von mir knuddeln.

1000 und 1 Grund, warum ich M.H. nicht ausstehen kann

M.: Was habe ich getan?
L.: Woher soll ich denn das wissen?
M.: Warum seufzt du?
L.: Ach so, ich schlafe mit einem Vierzigjährigen.
M.: Igitt. Ich würde nie mit einem Vierzigjährigen schlafen.
L.: Warum nicht?
M.: Ist das nicht offensichtlich? Zu viele Eier unter einer Bettdecke. Ich liebe runde Brüste, schmale Taillen, schöne Hintern, warme, feuchte…
L.: Finger weg. Das war keine Einladung.
M.: Spielverderberin! Worauf wolltest du hinaus?
L.: Ich hab’s vergessen.
M.: Reizend. Was genau missfällt dir daran? Dass du mit einem Vierzigjährigen schläfst oder dass es dir außerordentlich gut gefällt?
L.: Halt die Klappe und fahre einfach fort. Fang irgendwo unten an und arbeite dich langsam nach oben hoch. Ruf mich an, wenn du Fragen hast.

* * *
L.: Hey Süßer, mein Alter ist im Büro. Und ich bin ganz geil und willig.
M.: Stalken Sie mich bitte nicht, Frau H.. Ich betrüge meine Alte nicht.

Meine Alte? Unverschämt! Ich benenne meinen Blog in 1000 und 1 Grund, warum ich M.H. nicht ausstehen kann um und gehe dann zum Übungsgelände *sinister lough*

Wortlos kommunizieren lernen

M.: Männer heiraten, weil sie lieben. Frauen heiraten, weil sie verheiratet sein wollen.
L.: …
M.: Nein? Keine Antwort? Gar nichts? Weißt du, warum ich dich geheiratet habe?
L.: …
M.: Nein? Interessiert es dich nicht? Gar nicht? Nachdem wir gefickt hatten, wollte ich nicht aufstehen, mich anziehen und verschwinden.
L.: …
M.: … obwohl du morgens wie Pumuckl aussiehst. Nein?! Ich habe dich nackt gesehen.
L.: …
M.: Immer noch nichts? Falsche Formulierung? „Nachdem wir gefickt hatten…“ – Ich meine nicht das erste Mal. Über unser erstes Mal habe ich nie gesprochen. Auch mit dir nicht. Warum? Save me, baby. Save me! I’m drowning. Ich kämpfe mit der Grammatik… ‚Nachdem‘ und Plusquamperfekt machen es mir schwer…
L.: …
M.: Ich liebe dich?
L.: Fragst du mich? Idiot!

* * *
M.: Frau? Steh‘ grade an einer Kreuzung. Kleiner Laden. Lockenstäbe. Preisreduziert.
L.: …
M.: Nein? Zu früh?
L.: Ich wüsste, was ich mit dem Lockenstab anfinge.
M.: Vergiss es. Ich stehe auf Kakteen.

Den Buzzcut nach dem Brand habe ich überwunden. Aktuell sehe ich wie ein gerupftes Huhn aus. Er verspottet mich nicht. Er versucht, mich aufzubauen. Schwachkopf! Ich liebe ihn nicht. Nö!

Mein Mann, der Engel

Eine Bekannte von mir wollte wissen, warum ich meinen Mann ständig verprügle. Er sei doch so lieb und hilfsbereit. Sicher. Warum fragt mich niemand, warum ich ständig seufze oder fassungslos den Kopf schüttle?

* * *
L.: Michael, wie heißt der Papst? Fällt mir gerade nicht ein.
M.: Olga Tabea DCLXVI..

Hab‘ ihm in den Bauch geboxt. Dann begrabscht. Jetzt kann ich keine Doku über Papst Franziskus schauen, ohne zu wiehern. Vielen Dank auch.

عید شما مبارک

L.: Ich und drei von deinen Kindern gehen zum Eid Mubarak. Möchtest du mitkommen?
M.: Lieber setze ich mich auf einen Kaktus.
L.: Dein Beitrag zur Völkerverständigung ist wahrlich überwältigend.
M.: Yusuf, Charles und Nathaniel haben sich spontan erklärt, euch zum Fest zu begleiten.
L.: Wissen sie davon?
M.: Interessiert mich nicht. Sie werden es gleich erfahren. Damit sie dich erkennen, trage bitte den roten Regenmantel. Nichts drunter!
L.: Ich werde einfach die holdselige Nackte mit dem Fliederstrauß sein.
M.: Das heiße ich nicht gut.
L.: Interessiert mich nicht.

* * *
Letztendlich war der Tag nicht schlecht. Muhammad war da. Tariq war da. Kathrin ist unerwartet todkrank geworden. Iraj, der Iraner, ist der Veranstaltung ferngeblieben. Er feiere nie mit den Arabern. Ammar, der Syrer, hat seine Teilnahme abgesagt. Er lasse nicht zu, dass seine Töchter sich mit dem Pack abgeben. Meine Leibwächter haben neue Freunde gewonnen. Zwei bis vierzehn Jahre alt. Ich habe einen Tennisball ins Gesicht bekommen. Kein Mann hat eine Frau angesprochen. Keine Frau hat Englisch beherrscht. Das Essen war vorzüglich. Danach bin ich noch zum Floristen gegangen… und habe mit Michael die Liebesnacht des Jahrhunderts verlebt. Dem Kaktus sei Dank!

Neue Tafelrunde

L.: Ich gehe morgen zum Übungsgelände.
M.: Kämpfe gegen mich.
L.: Du hast sechs Kinder. Ich hätte Angst, dich zu verletzen.
M.: Rücksichtsvoll.
L.: Ich habe meine Prinzipien. Außerdem geht’s nicht ums Kämpfen. Ich will zwölf Männer casten.
M.: Bitte?
L.: Ich habe jetzt einen Rittersaal. Ich habe einen runden Tisch. Also brauche ich die Ritter der Tafelrunde.
M.: Sind das nicht die Apostel?
L.: Wie viele Ritter waren es dann? Sechszehn?
M.: Na, in Winchester Castle waren das vierundzwanzig. Shit, was habe ich mir gedacht? Was gibt’s da zu grinsen?
L.: Ach nichts. Vierundzwanzig? Großartig.
M.: Wen willst du casten, wenn ich fragen darf.
L.: Sam, Elijah, Dylan, Daniel, Aidan, Ari, Ilya, Ilja, Joel, Christian, Henry, Desmond, Markus, Dennis, Adam, Eddie, Tariq, Luke, Simon, Charles, Theo, Matt und den schönen Ben.
M.: Hast du eventuell einen Namen vergessen?
L.: Genau. Dafydd. Aua. Warum zwickst du mich?
M.: Weil ich gerade den starken Drang überwinde, dich zu erwürgen. Die Hälfte der Männer lebt im Ausland. Die wirst du nicht auf dem Übungsgelände antreffen.
L.: Und? Ich träume einfach. Aua. Ich würde die gerne nackt sehen, glaube ich. Aua! Hör auf. Nicht alle. Ich bin bescheiden. Elijah, Daniel, Sam und Ari bleiben bekleidet. Ich respektiere deine Verwandten. Dylan und Ilya habe ich nackt gesehen.
M.: Erspare mir die Details, Guinevere.
L.: Ich habe nicht mit ihnen geschlafen.
M.: Ausnahmsweise?
L.: Haha. Sagt der Mann, der mit drei Viertel der weiblichen Weltbevölkerung gefickt hat.
M.: Ich habe nicht mit ihnen gefickt. Ich habe sie gefickt. Spätestens nach dem dritten Samenerguss war Schluss.
L.: Ich war nie stolzer auf dich.
M.: Witzig. Was mich interessiert: Du hast bereits sechs Männer. Bist du immer noch nicht ausgelastet? Ich komme mit zwei Frauen wunderbar aus. Die Italienerin vergöttere ich. Die Deutsche ist meine Königin. Die Deutschen mag ich nicht einmal.
L.: Du magst doch niemanden. Tu mir den Gefallen, antworte nicht auf die Frage, was du beruflich machest, mit Ich nehme den Deutschen die Jobs weg und vergebe sie an die Juden. Zuchthengst ist auch keine Berufsbezeichnung.
M.: Das ist eben nicht wahr. Ich mag dich. Deine Kinder liebe ich. Und ich lasse mich nicht bevormunden. Auch von dir nicht. Du wusstest, dass du für ein Monster die Beine spreizt. Das einzig Gute an mir bist du.
L.: Ist das eine Liebeserklärung?
M.: Übertreibe es nicht. Ich habe gesagt, ich mag dich. Und, meine Frau, die Mutter meiner Kinder – nein, du wirst keine Männer casten. Ganz bestimmt nicht. Weder zwölf noch sechszehn noch vierundzwanzig. Sonst sperre ich dich ein und ficke ins Koma in dem Rittersaal. Ich ficke nicht mit dir. Ich ficke dich. Merkst du den Unterschied?
L.: Ich weiß Bescheid: Spätestens nach dem dritten Samenerguss ist Schluss.
M.: Das ist nicht lustig. Du bist manchmal so eklig, dass ich dir am liebsten wehtäte.
L.: Hülfe es, wenn ich dir einen bliese?
M.: Du nutzt schamlos meine Schwächen aus.
L.: Ich bin eine zahme Frau. Ich versuche bloß, das Monster zu besänftigen, für das ich meine Beine spreize. Den Tyrannen. Den Unterdrücker. Den Gebieter. Den Fürsten der Finsternis. Den sanftesten, herzlichsten, liebenswürdigsten, fürsorglichsten, geistesgegenwertigsten Mann, den ich kenne.
M.: Oi… Gegen Schmeicheleien bin ich immun. Worauf wartest du? Ziehe dich gefälligst aus.

Er gönnt mir rein gar nichts. Warum ich ihn liebe, ist mir schleierhaft.

Acht Monate

Wir sind umgezogen. Wir sind jetzt endlich zu Hause.

Vor acht Monaten ging unsere Welt unter/in Flammen auf. Gravierend. Radikal. Für immer. Nicht, weil wir es uns gewünscht hätten. Nein! Unser Nachbar hatte die Entscheidung für uns getroffen.

Er ist tot. Er ist unter der Erde. Wir leben mit den Konsequenzen seines Handelns weiter. UNSER LEBEN LANG. Mit der Angst vor der Angst, es könne sich wiederholen.

Ich möchte im Stande sein, einen Text über die letzten acht Monate zu formulieren – einfach, um damit abzuschließen. Es gelingt mir leider noch nicht. Ich bin erbost. Ich bin verzweifelt.