Drumherum

L.: Was ist das?
M.: Bist du blind? Eine To-do-Liste.
L.: Du hast dir viel vorgenommen. Ich schlafe im Gästezimmer. Die Tür werde ich zur Sicherheit abschließen und mit der Kommode verbarrikadieren. Erzähl mir morgen, wie es gelaufen ist?
M.: XX hat heute im Aufzug ihre Titten gegen mich gepresst.
L.: Bitte?! Was hast du gegen sie gepresst? Wie willst du sterben?
M.: Ich habe sie dazu nicht ermutigt. Ich will nicht sterben. Ich genieße unser Leben. Ich würde gern meinen Fünfzigsten erleben. Ich habe ein ehrgeiziges Ziel ins Auge gefasst.
L.: Du überzeugst mich nicht. Wie hast du reagiert?
M.: Ich hab‘ ihr gesagt, dass ich nicht herumhure. Die Zeiten sind endgültig vorbei. Von dem Konsumgut habe ich ausgiebig gekostet. Primär interessiere ich mich nicht für die Fotze, sondern für die Frau drumherum, die ich lieben kann. Aber auch für die Fotze. Und für die Frau. Für beide. Schüttle nicht den Kopf.
L.: Ich gehe jetzt.
M.: Ins Gästezimmer?
L.: Ins Bad zum Weinen. Ich platziere meinen Körper in die Badewanne, begebe mich auf die astrale Ebene und verprügle das Wesen, das mir die Liebe zu dir bescherte.
M.: Also liebst du mich doch.
L.: Nur unter Protest. Ich sehne mich in erster Linie nach dem experimentierfreudigen Schwanz. Den Schwachkopf drumherum akzeptiere ich demütig.
M.: Fair enough. Was ist mit der To-do-Liste?
L.: Fang ohne mich an.
M.: Ich habe keinen G-Punkt.
L.: Du hast eine Prostata. Die Suche danach ist aussichtsreicher.

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