Once upon a midnight dreary…

Ich, zartes Maiglöckchen, wurde Opfer eines perfiden Übergriffes. Leider nicht seitens eines liebeshungrigen keltischen Kriegers.

Der Himmel hing so tief, dass ich mit den Fingerkuppen die Sterne anfassen könnte. Die Nacht erhellte der Sichelmond. Im Wald heulten Chupacabras. Ich lag auf einer weißen Decke, weich und kuschelig wie eine Wolke, in einer Gartenlaube, an deren Wänden sich wilder Wein emporrankte. Meinen Leib umhüllte die schwüle sommerliche Hitze.

Gut, ich lag im Bett und trug einen Pyjama, der nur aus einem Bikinihöschen bestand. Neben mir schlief unruhig der Mann, der wahrscheinlich davon träumte, wie er irgendeine doofe Schnalle knallt. Mein Unterbewusstsein beschäftigte sich hingegen mit reinen, unschuldigen Gedanken. Ich träumte vom Frieden auf der ganzen Welt, von der Weltherrschaft, alten Villen und Daniel. Wie alle Zwerge bin ich leicht größenwahnsinnig.

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