Digitale Selbstdarstellung

Ich hatte gestern im Park gejoggt, war zweimal ausgerutscht und auf meinem Hintern gelandet. Die Wolken hingen tief. Der Himmel schien elend und düster. Meine Hunde lachten mich aus. Dylan war rüde, rüpelhaft und ungehobelt wie immer, weswegen ich ihn zu einem Kampf herausforderte [und versagte].

Zu Hause, in der innigen Umarmung des Wassers unter der Dusche, habe ich endlich begriffen, was mir zum Glück fehlt, obwohl ich schön, reich und schamlos bin. Vielen Dank auch, Baby!

Berühmtheit! Ich will unbedingt Influencerin werden. Erzittert, o Götter der keltischen Triade!

Ich fange sofort damit an, euch zu influencen. Bewundert bitte meine langen Beine, meinen immensen Reichtum und, ich erröte… Ach, riskiert doch selber einen Blick.

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Ich trage bei jeder Gelegenheit High Heels. Den Mann rechts kenne ich nicht. Er versteht sowieso kein Deutsch.

Den Spiegel und den Mülleimer sieht man nicht, aber wie gefällt euch der Fußboden einer öffentlichen Toilette?

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Demnächst erzähle ich euch von meinem perfekten Leben.

11 Gedanken zu “Digitale Selbstdarstellung

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