Wie man einen Pullover richtig strickt

L.: Wieso bist du nackt?
M.: Ich wollte mir einen Pullover stricken.
L.: (mit den Augen rollend) Oh Gott.
M.: Du kannst mich gerne Michael nennen.
L.: Ich könnte dich auch einen Vollidioten nennen.
M.: Das könntest du – sicher. Allerdings wäre es nicht so liebenswert.
L.: Zieh dich bitte an.
M.: Zieh du dich bitte aus.
L.: Wir werden jetzt nicht miteinander schlafen.
M.: Aus welchem Grund nicht?
L.: Aus dem simplen Grund, dass du einen Termin bei der Lehrerin deiner Tochter hast.
M.: Was hat sie getan?
L.: Sie hat ihrem siebenjährigen Mitschüler ein Buch über den Kopf gehauen, weil er sie wohl in der Mittagspause zu küssen versucht hat.
M.: Gutes Kind.
L.: Ja. Solche Aussagen verkneifst du dir.
M.: Warum gehe ich hin?
L.: Weil du derjenige bist, der diesem Kind den Unterschied zwischen Faust– und Tritttechniken erklärt hat. Als es zarte drei Jahre alt gewesen ist! Steh auf, sonst verprügle ich dich mit meiner Pampusche.
M.: Und du behauptest, sie komme nach mir. Ich prügle mich nicht. Ich bin ein Verfechter der verbalen Deeskalation.
L.: Steh auf! Oh Mann, bist du schön…
M.: Sex?
L.: Kein Sex! Dusche, Anzug, Schule.

Ich denke, wir hätten diesen Pullover doch sofort stricken sollen, aber das würde ich natürlich nie zugeben.

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