Nel cuore della notte

Das geisterhafte Königreich des Schattens eroberte die Welt der Abenddämmerung. Wie ein Falke breitete es seine Flügel über die ganze Stadt aus und verdeckte die Sicht zu der lebendigen Wärme des Lichtes.

Auf dem düsteren Baldachin des Himmels erschienen Myriaden von Sternen, flimmernden kostbaren Edelsteinen, die ihre Magnifizenz dem Ozean abgrundtiefer Finsternis darreichten. Bronzene Laternen ähnelten den erstarrten Hütern der Gebieterin Nacht. Kein Geräusch, keine Stimme störte die Einsamkeit und den stolzen Schlaf der Bäüme entlang des Pfades. Die Hektik des Glanzes wich devot der Erhabenheit des Reiches der Nacht. Mit einem Schleier des Arkanums umhüllte sie die Welt. Die Macht der inspirierenden Ruhe gebot über jede bestehende Erscheinung unter der Sonne.

Ich ging durch die Dämmerung des Gartens. Ich kannte die Nacht. Sie war meine treue Gefährtin. Die Obhut gewährte sie mir, bot mir die Sicherheit an. Sie sprach zu mir durch ihr Schweigen und brachte den Frieden in meine desperate Welt.

Seit einer Ewigkeit flüchtete ich mich in ihre Arme. Ich entsagte dem Schrecken der Erinnerung. Ich floh vor meinem Herzweh, Vereinsamung und Zerrissenheit. Ich stellte mir Fragen, sehnte Antworten herbei. Es gab aber keine.

Ich bat ihn um Erlösung; ich bat ihn, mich gehen zu lassen. Seine Antwort war aber stets die Stille.

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