Die Samhain Verschwörung

Michael war mit der Horrorbrigade draußen. Es hat geregnet. Die Kids sind natürlich in jede Pfütze hingefallen, die sie finden konnten. Von diesem erfreulichen Spaziergang haben sie nach Hause einen Riesenhaufen Blätter und ein Pfund Eicheln mitgebracht. Bei uns in der Straße wachsen alte Eichen und Ahorne.

Die Blätter waren schön, aber schmutzig, also haben die Kids sie im warmen Wasser mit Shampoo gewaschen und zum Trocknen auf dem Balkon aufgehängt. Jawohl! So flatterten die Blätter im Winde wie bunte buddhistische Gebetsfähnchen, bis die Katze sie entdeckt hat. Später gesellte sich dazu eine Krähe. Wir haben versucht sie zu verscheuche, die Krähe hatte allerdings ihre eigenen Pläne und schimpfte böse mit uns.

Des Morgens früh habe ich das dynamische Duo auf dem Balkon paradieren gesehen: Die Katze zwischen den Blumentöpfen, die Krähe auf der Brüstung. Ich traue den beiden nicht. Sie verschwören sich. Samhain naht heran.

Seit unsere Kinder auf der Welt sind, leben wir in einem surrealen Märchen. Das nimmt mich immer wieder wunder.

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